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23.06.2015 20:13 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jürgen Nelsen


Zusammenfassung: Auf Zahlungsaufforderungen und Mahnungen des Gläubigers wegen einer berechtigten Forderung nicht zu reagieren, erhöht nur noch die zu zahlende Summe und ist daher grds. nicht anzuraten.

Hallo,

ich habe mich bei Parship.de angemeldet. Da es nur eine Testzeit für 2 Wochen und für 1 € sein sollte habe ich mich angemeldet. Ich habe mich somit 1-2 mal eingeloggt und dies dann vergessen. Als dann von meiner Kreditkarte weitere 89,90€ abgebucht wurden, habe ich nochmals im Internet nachgelesen. Wenn man den Vertrag nicht schriftlich (Brief) innerhalb kürzester Zeit kündigt (habe ich nicht gemacht), wird automatisch ein 6-Monatsabonnement draus mit 89,90€/Monat. Diese Kosten habe ich über die Kreditkartenfirma zurückholen lassen.
Dann kamen einige Mahnungen. Auf die ersten 2 habe ich geantwortet, ohne jegliche Reaktion, die weiteren habe ich ignoriert. In mehreren Foren stand, wenn man diese ignoriert hören sie irgendwann auf.
Heute ist dann eine E-mail von einer Inkassogesellschaft gekommen (in der e-mail steht Verlust der Kreditwürdigkeit, Eintragung ins amtliche Schuldnerverzeichniss,..).
Problem 1: ich bin kein Deutscher Staatsbürger und auch nicht in Deutschland wohnhaft, da ich mich aber auf Parship.de registriert habe konnte ich meinen Wohnort nicht außerhalb Deutschlands angeben und habe einen "erfunden"


Wie soll ich hier weiter vorgehen? Soll ich die Mail der Inkassogesellschaft ignorieren so wie jene von Parship? Welche Möglichkeiten mit welchen potentiellen Folgen gibt es?

Danke

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Grundsätzlich ist es keineswegs sicher, dass die Gläubigerin oder das Inkassounternehmen von Ihnen ablassen, wenn Sie auf Mahnungen und Zahlungsaufforderungen nicht reagieren. Wie ich Ihrem Sachverhalt entnehme, ist der Anspruch der Gläubigerin dem Grund und der Höhe nach berechtigt.

Ein solches Verhalten ist mir nur in Fällen bekannt, in denen ein Inkassounternehmen versucht, unberechtigte Forderungen einzuziehen, oder wenn der Forderungsbetrag allzu gering ist. Dies scheint in Ihrem Fall ja beides nicht der Fall zu sein.

Daher ist damit zu rechnen, dass sich der Forderungsbetrag durch die verschiedenen Maßnahmen des Inkassounternehmens oder eines Anwalts nun noch weiter erhöht (zB durch den Antrag auf Erlaß eines Mahnbescheids, durch Klageerhebung, Vollstreckungsversuche, usw.).

Juristisch einwandfrei wäre daher die folgende Lösung:
Sie erkennen den Anspruch an und zahlen den geforderten Betrag der Fa. Parship.de; evtl. ist man dort bereit, dafür die Inkassokosten nicht weiter zu betreiben. Alles andere dürfte angesichts der relativ geringen Summe wenig Sinn machen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 23.06.2015 | 20:42

"Wie ich Ihrem Sachverhalt entnehme, ist der Anspruch der Gläubigerin dem Grund und der Höhe nach berechtigt."
Naja, ich habe ja nur das 2-wöchige abonnement gekauft, durch die automatische verlängerung (dies ist so versteckt worden dass dies niemand lesen kann) dann das halbjahresabonnement.
Da ich in einigen Foren gestöbert habe, habe ich gesehen, dass diverse Verbraucherzentralen,.. dagegen vorgehen und auch schon recht bekommen haben. Nur gerichtlich dagegen vorgehen möchte ich nicht. Bei Parship bekommt man so gut wie keine Antwort wennman jemanden erreichen will.
Wenn ich somit alle Kosten bezahle werden ca 600-700€ fällig.
Würden Sie mir raten dies zu begleichen?
Wenn ich dies nicht begleiche mit welchen Kosten muss ich ca. rechnen?
Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.06.2015 | 21:07

Die EUR 600,- bis 700,- sind sicherlich das bessere Angebot, da Sie sich bei Nichtzahlung dem Risiko aussetzen, dass Sie von der Gläubigerin verklagt werden. Dann berechnen sich die Kosten für das Gericht und die beteiligten Anwälte auf EUR
768,28 (Streitwert: EUR 700,-, erste Instanz, beide Seiten sind mit Anwälten vertreten). Hinzu kommen dann noch die Vertragskosten von EUR 700,-. Die Kosten haben sich dann also auf mehr als das Doppelte summiert.


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