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Online Verkauf - Ebay


| 08.08.2006 16:46 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Ich habe am 02.07.06 ein Kinderfahrrad im Ebay verkauft.Wie folgt habe ich es beschrieben:Kinderfahrrad 12 Zoll Neuwertig,die Art.Beschreibung lautete:Mädchen-Fahrrad in rosa mit einem KOrb vorne und einem verschließbarem Korb hinten.Es hat 2 Stützräder,Luftreifen,Vorder+Hinterbremse,Lenkrad m.Polster und eine Klingel.Dieses FAhrrad befindet sich im sehr guten=neuwertigen Zustand.Es ist für Kinder ab 2 J.geeignet.Privatverkauf,keine Übernahme v.GArantie und keine Gewährleistung. Dieses Fahrrad hat eine Käuferin zu 56,00€ + 10,00€ Versandkosten ersteigert. Versand erfolgte problemlos per Hermes. Am Mittwoch 19.07.06 meldet sich per e-mail bei mir,teilt mir mit, dass die Bremsen nicht funktionieren und das Lenkrad wackelt. Verlangt entweder Erstattung des Kaufpreises od. Reparaturkostenerstattung. Ich konnte erst am 29.07.06 antworten,da ich vorher im Urlaub war.Ich habe mitgeteilt,dass mir diese Mängel nicht bekannt waren,dass mein Kind kaum das Fahrrad gefahren ist,und als es gefahren ist,alles in Ordnung war und ich sonst ein kaputtes FAhrrad nicht verkaufen würde.Sie wollte sich bei einer Werkstatt erkundigen was die Reparatur kosten soll.Sie hat das FAhrrad einer Reparaturverkstatt vorgeführt und die Bremsen,die nicht funktionieren heisst nicht greifen würde sie die Reparatur von 20 €kosten.Außerdem schreibt sie,dass der Meister meinte,dass die Bremsen mit grossem Kraftaufwand zu bedienen sind und der Lenker nicht stabil montierbar wäre.Die Käuferin verlangt v.mir mindestens die Reparaturkosten.Ich habe geantwortet,dass ich gerne bereit bin,die Kosten gegen Vorlage der Rechnung zu erstatten.Da dieser Mangel mir nicht bekannt war,wollte ich gerne wissen,was genau repariert werden sollte.Am nächsten TAg erhalte ich eine Antwort von der Käuferin,dass laut Wortlaut des Meisters "die Qualität und die Technik der Bremsen so schlecht ist,dass sie auch nach dem Austausch der Züge nicht funktionstüchtig eingestellt werden können.Die Bremsklötze greifen nur auf 4 mm breiten Fläche an den Felgen an,somit kann keine vernünftige Bremsleistung erzielt werden.DAs Spiel des Lenklagers kann nicht eingestellt werden.Der Lenker kann nur mit grossem Anzugsmoment befestigt werden.Die Reifen laufen total unrund.DAs von mir überprüfte FAhrrad entspricht nicht den kindergerechten Anforderungen und sollte nicht zum Einsatz kommen". Die Käuferin hat das FAhrrad aber schon in dieser Werkstatt REPARIEREN LASSEN(warum weiss ich nicht?) und schreibt mir, dass sie mir das FAhrrad mit reparierten Bremsen zurückschicken wird,verlangt von mir erst Erstattung des Kaufpreises und des Versandpreises und dann wird sie mir das FAhrrad zurückschicken.Ich habe dieses FAhrrad mit bestem Wissen und Gewissen verkauft und mir keine Mängel bekannt waren,ausserdem das Fahrrad war kaum benutzt.Ich habe ja das Fahrrad auch nicht hergestellt.Garantie und Gewährleistung waren ausgeschlossen. Wie muss ich mich verhalten? Muss ich das FAhrrad,an dem schon jemand etwas repariert hat annehmen?? FAlls ja, welche Versandkosten sind von mir zu tragen?Vielen DAnk und MfG

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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gerne beantworte ich Ihre Fragen auf der Basis der mitgeteilten Informationen.

Zunächst eine Vorbemerkung:

auf Grund des geringen Wertes ist ein ZPO-Rechtsmittel nicht gegeben. Sollte die Käuferin daher Klage erheben und ein Gericht zu Ihren Ungunsten entscheiden, werden Sie gegen das Urteil nicht nur nicht vorgehen können, sondern haben auch noch Kosten zu tragen. Im übrigen sollte man eine Einigung oder ein Nachgeben bereits unter dem Gesichtspunkt ebay-Bewertung nicht gänzlich ausschließen.

Rechtlich gesehen meine ich, dass Sie zu einer Rückabwicklung des Kaufvertrages nicht verpflichtet sind. Zwar ist die Beschreibung des Angebots offenbar unzutreffend ("... FAhrrad befindet sich im sehr guten=neuwertigen Zustand.Es ist für Kinder ab 2 J.geeignet ...") aber Sie haben zulässigerweise die Gewährleistung ausgeschlossen ("keine Übernahme v.GArantie und keine Gewährleistung"). Eine arglistige Täuschung i. S. des § 123 BGB, die ein Anfechtungsrecht auf Seiten der Käuferin begründen könnte, will ich hier auf Grund Ihrer Angaben nicht annehmen ("... habe mitgeteilt,dass mir diese Mängel nicht bekannt waren, dass mein Kind kaum das Fahrrad gefahren ist,und als es gefahren ist, alles in Ordnung war und ich sonst ein kaputtes FAhrrad nicht verkaufen würde ...").

Wenn Sie einen Tipp wollen: nehmen Sie das Fahrrad trotzdem zurück, erstatten Sie der Käuferin notfalls auch noch die Versandkosten und entschuldigen Sie sich für die Unannehmlichkeiten. Manchmal ist Recht haben nicht alles und man schläft viel besser, wenn man sich fair verhält. Stellen Sie sich vor, Sie selbst hätten das Fahrrad für Ihr Kind ersteigert ...

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit den vorstehenden Ausführungen weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Bernd Gutschank
Rechtsanwalt
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