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Online Bestellung - Ware wird nicht geliefert

| 24.06.2011 21:33 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Guten Tag,
Ich habe folgendes Ärgernis mit einer Online-Bestellung eines mini-PCs bei einem Versand. Nach meiner Vorabbezahlung via. PayPal habe ich sofort eine Bestellbestätigung erhalten und bin getrost davon ausgegangen das dieser PC wie auf der Webseite versprochen innerhalb 1 Woche mir zugestellt werden würde.
Nach 2 1/2 Wochen allerdings war dieser noch immer nicht geliefert und ich habe dem Versand eine Email geschrieben und um die Zusendung der Trackinginformation der Sendung gebeten. Als diese unbeantwortet blieb habe ich versucht den Versand mehrmals telefonisch zu erreichen. Leider bis heute nach nun insgesamt vier Wochen erfolglos, nimmand nimmt dort ab.

Ich habe nun per Email eine letzte Mail mit Frist zur Stellungsnahme zu diesem Sachverhalt geschrieben.

Mir scheint dass ich einem Betrug unterlaufen bin und möchte nun offiziell gegen diese Versand vorgehen. Das Versandhaus hatte auf mich seriös gewirkt da ich unter dem Impressum eine Steuernummer sowie Anschrift und Name des Inhabers ersehen konnte.

Wie kann ich nun weiter gegen diesen Versand weiter vorgehen? Was sind die üblichen Schritte und Fristen?
Muss ich ein offizielles Einschreiben per Post schicken?
Wann und wie kann ich Anzeige erstatten?

Vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Zunächst sollten Sie den Verkäufer schriftlich und aus Beweisgründen per Einschreiben mit Rückschein auffordern, die bestellte Ware bis zu einem bestimmten Datum (z. B. 15.07.2011) zu liefern. In diesem Schreiben kündigen Sie gleichzeitig an, daß Sie im Fall nicht fristgerechter Lieferung vom Kaufvertrag zurücktreten und den Kaufpreis erstattet verlangen würden.

Wird der PC nicht fristgerecht geliefert, erklären Sie - wiederum per Einschreiben mit Rückschein - den Rücktritt vom Vertrag und setzen zur Rückzahlung des Kaufpreises eine kurze Frist (z. B. bis zum 22.07.2011).

Geht das Geld nicht fristgerecht ein, sollten Sie Antrag auf Erlaß eines Mahnbescheids stellen.

Soweit das zivilrechtliche Vorgehen.


2.

In strafrechtlicher Hinsicht haben Sie die Möglichkeit, Strafanzeige wegen Betruges zu erstatten. Hier empfehle ich, die Anzeige schriftlich zu formulieren und an die Staatsanwaltschaft zu schicken.

Allerdings würde ich mit der Strafanzeige solange warten, bis die Zwangsvollstreckung aus einem evt. Vollstreckungsbescheid ergebnislos verlaufen ist. Ansonsten werden die Beweismöglichkeiten für die Staatsanwaltschaft eher gering einzuschätzen sein.

Ihr Ziel, das Sie mit der Strafanzeige verfolgen, wird weniger die Bestrafung des Täters sein, sondern vielmehr der Rückerhalt des Kaufpreises. Daher können Sie anregen, daß Ihrerseits keine Bedenken bestünden, das Strafverfahren nach § 153 a StPO mit der Maßgabe einzustellen, daß dem Täter auferlegt wird, den Schaden wiedergutzumachen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 03.11.2011 | 22:48

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