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Onkel verstorben - wem gehört nun das Haus?

| 22.04.2013 22:24 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Heiko Tautorus


Zusammenfassung: Geschwister eines Erblassers sind nicht dessen Abkömmlinge und haben weniger Ansprüche als die Pflichtteilsberechtigten oder die ausgleichspflichtigen Abkömmlinge.

Meine Mutter und meine Tante (beide ueber 80 Jahre) haben von ihrem Bruder 25 % geerbt. Dies wurde Ihnen durch einen "Betreuungsdienst" (der anscheinend auch der Vormund der noch lebenden Ehefrau ist) mitgeteilt, der auch telefonisch gleich nach einer Erbschatfsverzichtsanzeige gefragt hat.

Nun haben mich die beiden gebeten mich um die Angelegenheit zu kuemmern.

Ich habe mich nun an den Betreuungsdienst gewandt und der teilte mir mit, das er Aufgrund des geringen Nachlasses keinen Notar beauftragt hat.
Er zaehlte mir via Email die Beerdigungskosten auf, das Sparvermoegen und Barvermoegen (altes Auto usw, das nicht mehr verkauft werden konnte) sowie die gegenstehenden Beerdigungskosten.
Summa summarum - 320 €

Allerdings erwaehnte der Betreuungsdienst mit keiner Silbe das Haus, in dem die beiden wohnten.
Dieses Haus hatte seine Ehefrau nach Ihrer Heirat von der Mutter uebernommen. Sie mussten hierzu allerdings einen Kredit aufnehmen, da die Geschwister der Frau ausbezahlt werden mussten. Desweiteren musste mein Onkel nach der Wende (DDR) das Grundstueck (von der Stadt) kaeuflich erwerben.

Nun zu meiner Frage:
Wenn mein Onkel nicht im Grundbuch des Hauses oder des Grundstuecks eingetragen ist (sondern nur seine Frau) zaehlt dies dann (unter Anbetracht der Auszahlung Ihrer Geschwister und des erneuten Grundstueckkaufes vor ca. 20 Jahren) zur Erbmasse oder ist dies allein der Frau ihr Erbteil, da nur sie im Grundbuch steht ???



Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Mit Verlaub erscheint mir die Schilderung des Sachverhaltes, vorsichtig ausgedrückt, auf mangelhafte Aufklärung der Erben über die Höhe des Nachlasses hinzudeuten. Insbesondere die "knappe" negative Überschussrechnung erweckt den Anschein, dass hier alles für den "Betreuungsdienst" passt.

Sie sollten einen Anwalt beauftragen und sei es nur, um mittels einfachem Schreiben eine Aufstellung des Nachlasses zu fordern.


Zu Ihren Fragen:

"Wenn mein Onkel nicht im Grundbuch des Hauses oder des Grundstuecks eingetragen ist (sondern nur seine Frau) zaehlt dies dann (unter Anbetracht der Auszahlung Ihrer Geschwister und des erneuten Grundstueckkaufes vor ca. 20 Jahren) zur Erbmasse oder ist dies allein der Frau ihr Erbteil, da nur sie im Grundbuch steht ???"

In der Regel ist der Grundstückseigentümer auch der Eigentümer des darauf errichteten Gebäudes.

Wer demnach aktuell im Grundbuch als Eigentümer eingetragen ist, dürfte auch der wahre Eigentümer sein. Dafür wurde das Grundbuch geschaffen.

Die Ausbezahlung der Geschwister mittels Aufnahme eines Kredites durch die Eheleute dürfte für diesen Erbfall nicht relevant sein, da ein Grundstück/Haus für einen Geldeswert erworben wurde. Ob es sich und für wen, um eine Teilschenkung handelte, lässt sich nicht beurteilen.

Eine Ausgleichspflicht nach § 2050 BGB lässt sich nicht erkennen, insbesondere wäre diese nur bei dem Erbfall der Mutter des Verstorbenen anzuwenden.

Gleiches gilt für den Pflichtteilsergänzungsanspruch. Die Geschwister sind nicht Pflichtteilsberechtigte nach § 2303 BGB.

Es verbleibt bei der Frage, wer steht im Grundbuch, der Erblasser, seine Ehefrau oder beide.

Dann kann beurteilt werden, welchen Anteil am Grundstück in den Nachlass fällt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Handhabe für Ihr weiteres Vorgehen liefern.

Ich würde mich freuen, soweit Sie dies zum Anlass nehmen, mich bei einem möglicherweise gegebenen Vertretungsbedarf zu beauftragen. Die örtliche Entfernung spielt insofern keine Rolle.

--------------
Sollte sich der Sachverhalt doch etwas anders darstellen, nutzen Sie bitte die Nachfrage.

Sie können mich jederzeit über die Kontaktdaten in meinem Profil erreichen.

Es sei noch der Hinweis erlaubt, dass die rechtliche Einschätzung ausschließlich auf den von Ihnen mitgeteilten Tatsachen beruht und dass durch das Hinzufügen oder Weglassen von weiteren tatsächlichen Angaben die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen kann.

Bewertung des Fragestellers 26.04.2013 | 17:32

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