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OnLine-Vertrag mit einem Download-archiv

| 22.08.2008 11:40 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Ich habe nach einer kostenlosen Software im Internet gesucht und bin dabei auf die Seite eines Downloadarchives gelenkt worden.
Ich habe mich bei diesem Downloadarchiv registriert.
Die Software wurde aber von diesem Downloadarchiv gar nicht bereitgestellt.
Deshalb habe ich mich sofort wieder abgemeldet und keine Daten heruntergeladen.
Jetzt soll trotzdem eine hohe Gebühr fällig sein.
Kann ich mich hier auf mein Widerrufsrecht berufen?
Das Downloadarchiv ist http://xxx.com/#

viele Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

Aufgrund Ihrer Informationen beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst möchte ich Sie aber darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Grundsätzlich haben Sie die Möglichkeit, den Vertrag zu widerrufen. Ein Grund für diesen Widerruf wird nicht benötigt. Es ist daher egal, ob Sie sich nur „versehentlich“ angemeldet haben oder den gewünschten Artikel nicht gefunden haben.
Voraussetzung für einen wirksamen Widerruf ist jedoch, dass die Widerrufsfrist noch nicht abgelaufen ist. Diese beträgt zwei Wochen und beginnt nach Erhalt der Widerrufsbelehrung in Textform.
Hier ist diese Schriftform dadurch gewahrt, dass Sie bei der Anmeldung die AGB akzeptieren und hier die Möglichkeit haben, diese zur Kenntnis zu nehmen und zu speichern.
Sollte die Frist in Ihrem Fall noch nicht abgelaufen sein, so können Sie den Vertrag schriftlich widerrufen. Zu Beweiszwecken ist der Widerruf am Sinnvollsten durch Einschreiben zu verschicken.
Zur Wahrung der Frist reicht die rechtzeitige Absendung des Widerrufs aus.

Sollten Sie den Vertrag aufgrund des Ablaufs der Frist nicht mehr widerrufen können, so ist darauf hinzuweisen, dass die Verbraucherzentralen vor den Praktiken dieser Firma warnen. Insbesondere wird kritisiert, dass die Kostenpflichtigkeit des Services nicht sofort erkennbar ist und allein die Angabe der E-mail-Adresse ausreicht.

Die Verbraucherzentralen raten an, gegen erhaltene Rechnungen Widerspruch einzulegen. Verfahren gegen diese Firma laufen bereits.
Sollten Sie also den Vertrag nicht mehr widerrufen können und haben Sie bereits eine Rechnung erhalten, so sollten Sie hiergegen Widerspruch einlegen. Es bestehen dann gute Aussichten, dass Sie die Rechnung nicht zahlen müssen.
Abschließend kann man dies bei dieser Firma, im Gegensatz zu Verträgen bei anderen bekannten „Abzock-Firmen“, jedoch noch nicht sagen.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 22.08.2008 | 12:24

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Ich habe noch eine Nachfrage:

Ich habe ja den Vertrag wenige Minuten nach Abschluss per E-Mail widerrufen. Den E-Mailverkehr habe ich abgespeichert.
Reicht ein Widerruf per E-Mail aus?

viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.08.2008 | 12:45

Sehr geehrter Fragesteller,

für den Widerruf des Vertrages wird nur Schriftform gefordert. Diese Schriftform wird auch durch eine E-Mail erfüllt, so dass Sie wirksam den Vertrag widerrufen haben.

Problematisch bei einem Widerruf per E-Mail ist jedoch, dass Sie beweisen müssen, dass der Widerruf zugegangen ist. Das Abspeichern des E-Mail-Verkehrs kann hierfür nur als Indiz gewertet werden.

Sollte die Widerrufsfrist noch laufen, könnten Sie als Absicherung, dass der Vertrag als widerrufen angesehen wird, den Widerruf nochmals als Einschreiben schicken.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)

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