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Oma hat Geld verschenken wollen, vor Bereitstellung durch die Bank leider verstorben

17.11.2020 17:16 |
Preis: 25,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


20:37

Meine Oma hat ihren 3 Enkeln jeweils 10 TEUR versprochen . Sie beauftragte ihre jüngste Tochter das Geld von der Bank abzuholen ( Vollmacht über den Tod hinaus). Am Montag hatte die Tochter die Barverfügung bei der Bank im Dorf erledigen wollen. Da diese jedoch sehr klein ist, wurde die Auszahlung für Freitag terminiert, da das Geld erst durch die Bank beschafft werden musste . In der Woche ist Oma aber leider am Mittwoch verstorben ( Geräte wurden mit Zustimmung der Tochter) abgestellt. Das Geld am Freitag wurde wie von Oma gewünscht verfügt und an die Enkel verteilt. Die testamentarisch enterbte älteste Tochter ( Oma hat nur 2 Töchter) fordert nun eine Vermögensaufstellung zum Todeszeitpunkt. Was ist mit den 30 TEUR, fallen diese in die anzugebende Erbmasse? Vielen Dank für die schnelle Hilfe. FG Usedom

17.11.2020 | 17:50

Antwort

von


(275)
Freiheitsweg 23
13407 Berlin
Tel: 03080571275
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Leider müssen die 30.000 Euro angegeben werden.

Denn nach § 2325 BGB: Pflichtteilsergänzungsanspruch bei Schenkungen müssen bei der Berechnung des Pflichtteils die Schenkungen mit berechnet werden, die in den letzten 10 Jahren vor dem Tod der Erblasserin gemacht wurden.

Wenn die 30.000 Euro im wesentlichen die einzigen Schenkungen waren, die Oma gemacht hat, wird gerechnet:
Vermögen zum Zeitpunkt des Todes + die verschenkten 30.000 Euro - Nachlassverbindlichkeiten = Wert des Nachlasses für die Berechnung des Pflichtteils.

Zu den Nachlassverbindlichkeiten gehören zum Beispiel Schulden der Erblasserin, Mieten, die bis zum Ablauf der Kündigungsfrist noch gezahlt werden müssen, Kosten für Telefonverträge bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit bzw. Kündigungsfrist, die Beerdigungskosten u.s.w.

Wenn der Wert des Nachlasses einschließlich der Schenkungen und der Nachlassverbindlichkeiten errechnet wurde, beträgt der Pflichtteilsanspruch der enterbten Tochter 1/4 davon. (§ 1924 BGB: Gesetzliche Erben erster Ordnung in Verbindung mit § 2303 BGB: Pflichtteilsberechtigte; Höhe des Pflichtteils )
Wenn das, was bei Eintritt des Erbfalls noch vorhanden war, nicht reicht, um diesen Pflichtteil auszuzahlen, hat das enterbte Kind nach § 2329 BGB: Anspruch gegen den Beschenkten gegen die Enkel einen Pflichtteilsergänzungsanspruch in Höhe der Differenz.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Bernhard Müller

Rückfrage vom Fragesteller 17.11.2020 | 17:57

Die Schenkung des Hauses der Großeltern an die jüngste Tochter war 1995, also > 10 Jahre vor dem Tod von Opa (2001) und Oma (2020). Diese Schenkung gehört nicht in die Erbmasse mehr?

Vielen Dank für die schnelle Antwort

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17.11.2020 | 20:37

Sehr geehrter Fragesteller,

das kommt darauf an.

Wenn die Großeltern nach der Schenkung keinen Nutzen mehr an dem Haus hatten, dann fällt die Schenkung nicht mehr in die 10 Jahresfrist und muss nicht angegeben werden.

Wenn Oma jedoch das Wohnrecht oder das Nießbrauchsrecht am Haus behalten hat, dann beginnt die 10 Jahresfrist erst mit dem Tod der Oma und muss angegeben werden.

Es kommt also darauf an, ob es das Haus war, indem die Oma selbst gewohnt hat oder ob es sich um ein anderes Haus handelt, dass dann nur von der Tochter genutzt wurde.

Mit freundlichen Grüßen

ANTWORT VON

(275)

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