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Ohrfeige im Urlaub

| 13.06.2018 02:18 |
Preis: 49,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer


Zusammenfassung: Es geht um die Durchsetzung eines Schmerzensgeldanspruch nach Körperverletzung und die Frist für den Strafantrag.

Guten Abend

Mein Mann und ich sind in die Malediven Gefolgen um unsere Filter Wochen zu verbringen, nun war es so das ein befreundetes Pärchen von meinem Mann dazu kam, anfangs war noch alles in Ordnung bis dann 2 Tage später der Freund von meinem Mann einen Anruf bekommen hat und ihm gesagt worden ist das mein Mann über ihn schlecht redet, der Freund von meinem Mann ist gleich nach dem Anruf ausgerastete. Zu dem Zeitpunkt befanden wir uns am Pool in dem ich denke 30-50 Leute Touristen anwesend waren. Der Freund von meinem Mann hat so laut geschrien und geflucht, das die ganzen Leute geschockt zugeschaut haben.
Der Freund von meinem Mann hat meinen Mann gedroht ihn zu schlagen und ging auf ihn zu, da mein Mann aber einen schweren Unfall hatte und seit dem geh behindert ist und noch in Behandlung ist wollte ich das Risiko nicht eingehen das ihm was passiert, da es auf dieser Insel kein Krankenhaus gab. Ich stellte mich schützend vor meinen Mann und versuchte seinen Freund zu beruhigen, was aber unmöglich war er fing an mich zu beleidigen und drohte mir wenn ich nicht von seinem sichtfeld Wege das er mich schlägt, ich hätte niemals gedacht das er soweit gehen würde, als ich meinte ich gehe nicht weg und das er sich beruhigen soll, genau nach diesen Satz hab ich nicht gesehen von wo die Ohrfeige kam, aber sie war so fest das ich auf den Schoß meines Mannes der hinter mir saß gefallen bin und nur noch schwarz vor Augen gesehen habe, danach hatte ich starke Kopfschmerzen und einen Handabdruck von diesem Freund auf meiner Wange. Leider habe ich damals im März nicht Anzeige erstattet und bin auch nicht zum Arzt, da ich Angst hatte das würde Konsequenzen geben für meinen Mann.
Jetzt habe ich erfahren das dieser Freund wieder einen Frau geschlagen hat und sehe es nicht ein das er ungeschworem davon kommt.
Deshalb frage ich jetzt ob es möglich ist ihn anzuzeigen und Schmerzensgeld zu verlangen oder was ich tun kann damit er seine Strafe bekommt.


Mit freundlichen Grüßen




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Gerne zu Ihren Fragen:

Sie schildern eine eindeutige Körperverletzung und auch eine Nötigung ( § 240 StGB) zu Ihrem Nachteil, begangen im März 2018 von einer Ihnen bekannten, männlichen Person auf den Malediven.

Diese (einfache) Körperverletzung (§§ 223, 230 StGB) ist ein relatives Antragsdelikt, das heißt, dass die Strafverfolgungsbehörde sich über das etwaige Fehlen Ihres Strafantrags hinwegsetzen darf, wenn sie ein besonderes öffentliches Interesse an der Strafverfolgung bejaht.

Da ich nicht weiß, wann die Tat im März genau war, prüfen Sie bitte selbst, ob die Antragsfrist verstrichen ist:

Denn eine Tat, die nur auf Antrag verfolgbar ist, wird nicht verfolgt, wenn der Antragsberechtigte es unterläßt, den Antrag bis zum Ablauf einer Frist von drei Monaten zu stellen. Fällt das Ende der Frist auf einen Sonntag, einen allgemeinen Feiertag oder einen Sonnabend, so endet die Frist mit Ablauf des nächsten Werktags. Die Frist beginnt mit Ablauf des Tages, an dem der Berechtigte von der Tat und der Person des Täters Kenntnis erlangt, § 77 b StGB.

Sofern diese Frist noch eingehalten werden kann, müssten Sie unverzüglich „Strafanzeige gegen XYZ wegen Körperverletzung und Nötigung, begangen am …. in …….auf den Maldediven zum Nachteil ….meiner Person erstatten UND Strafantrag unter allen rechtlichen Gesichtspunkten stellen. Ich benenne folgende Zeugen…. (Datum , Ort, Ihre Unterschrift)"

Das Ganze per Fax, Einschreibebrief oder durch persönliche Vorsprache bei der nächsten Polizeidienststelle einreichen.

Im dann folgenden Strafverfahren gegen diese Person könnten Sie direkt per sog. Adhäsionsantrag auch einen Anspruch auf „Schmerzensgeld" stellen und mit dem Strafurteil direkt zugesprochen bekommen.

Oder Sie fordern danach gem. § 823 BGB in Verbindung mit dem Schutzgesetz des § 223 StGB nach § 253 BGB (2)... wegen einer Verletzung des Körpers, der Gesundheit, …. Schadensersatz auch wegen des Schadens, der nicht Vermögensschaden ist, eine billige Entschädigung in Geld, sog. Schmerzensgeld.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


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Bewertung des Fragestellers 13.06.2018 | 12:01

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 13.06.2018 5/5,0
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