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Ohrfeige - Körperverletzung


| 06.08.2006 20:52 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Ich war als Beifahrer mit meiner Freundin unterwegs. Sie musste anhalten aufgrund eines Reisebusses aus dem Jugendliche ausluden und geistesabwesend die gesamte Straße blockierten. Nach ca. einer Minute, nachdem niemand Notiz von uns nahm, hupte sie. Nachdem langsam eine Gasse geräumt wurde, fuhren wir im Schritttempo weiter, als plötzlich auf und gegen unser Auto geschlagen wurde (Ohne sichtbare Folgen). Voller Wut stieg ich aus und stellte die (ich schätze mal Jugendlichen, die waren alle ein ganzes Stück größer als ich, da weiß man das nie) zur Rede: Wer war das? ich nicht…, ich nicht.., ich auch nicht… . Als sich drei vor mir aufbauten - „Wir waren das, und?“ - rutschte mir die Hand aus (Ohrfeige, mit der flachen Hand), da ich mich bedroht fühlte. Worauf die drei auf mich los gingen, meine Freundin ging dazwischen, andere Personen schlichteten ebenfalls, es kam zu keinen Aktionen meinerseits mehr, ich wurde nur am Oberschenkel von einem Kick getroffen, wie mir meine Freundin berichtete, denn ich selbst hatte nichts bemerkt, da ich mich drei Mann gegenüber sah und in der Hitze der Rangelei wohl keinen Schmerz verspürte. Es waren auch Eltern anwesend, die die Polizei riefen und ich hielt es für das Beste solange im Auto auf deren Eintreffen zu warten. Sie nahmen die Aussagen der Jugendlichen auf (die Anzeige wegen Körperverletzung gestellt haben), wohl noch des Busfahrers und der Eltern und schließlich unsere. Der Polizist fragte ob ich Blessuren hätte und ich sagte: „Soweit ich weiß, nicht, denn ich spüre nichts - aber meine Freundin gab zu Protokoll ich sei getreten worden. Ich hätte brutal angegriffen, rief jemand in meine Richtung, worauf der Polizist ihn ermahnte, von „Brutal“ kann wohl keine Rede sein, da der Jugendliche weder sichtbare Folgen hätte, noch durch die Ohrfeige zu Fall gekommen wäre, o. ä..
Zuhause, als ich meine Hose herunterzog, stellte ich Folgen des Kicks an der Innenseite meines Oberschenkels fest und auf anraten meiner Freundin fuhr ich ins Krankenhaus wo man mich eingehend untersuchte (ich bin schwerbehindert nach einer Nierentransplantation) und eine Abschürfung 4 x 4 cm, welche von einem Tritt bzw. Versuch eines solchen herrühren kann, an besagter Stelle attestierte. Für Montagabend bin ich zur Vernehmung geladen. Wie soll ich mich verhalten, etwa auch Strafanzeige stellen? Ich bin nicht vorbestraft und Bezieher einer Erwerbslosenrente.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

Ich halte es für sinnvoll, bei der polizeilichen Vernehmung die Situation so zu schildern,
wie sie es hier getan haben.

Herausstellen sollten Sie, dass Sie sich sich durch das Verhalten der Jugendlichen bedroht fühlten und einen unmittelbar bevorstehenden Angriff befürchteten. So machen Sie dem Vernehmungsbeamten klar, dass Sie sich in einer Notwehrlage befunden haben bzw. jedenfalls der Ansicht waren, dass eine solche gegeben war.

Für eine bestehende Notwehrlage spricht hier um so mehr, dass Sie einen Kick abbekommen haben, also getreten worden und verletzt! worden sind. Bringen Sie das ärztliche Attest ruhig mit zur Vernehmung!
Der Tritt mit dem beschuhten Fuß stellt im Regelfall eine gefährliche Körperverletzung dar (Schuh als „gefährliches Werkzeug“).; u.U. wird der Tritt aber auch nur als einfache Körperverletzung gewertet. Ich würde empfehlen, wegen dieses Verhaltens Strafantrag zu stellen und Strafanzeige zu erstatten (soweit die Jugendlichen noch nicht als Beschuldigte aufgenommen worden sind.) Mit einer „wechselseitigen“ Anzeige / einem „wechselseitigen“ Strafantrag erhöhen Sie die Chancen, dass das Verfahren gegen Sie eingestellt werden wird.

Insgesamt sollten Sie also herausstellen, eher Opfer denn Täter gewesen zu sein. Die Chancen für eine Verfahrenseinstellung stehen dann insgesamt recht gut. Insbesondere spricht in Ihrem Fall für Sie, dass Sie strafrechtlich bisher nicht in Erscheinung getreten sind.

(Alternativ können Sie sich auch der Hilfe eines Verteidigers bedienen. Dieser sollte dann für Sie eine schriftliche Einlassung zur Sache (ggf.) verbunden mit einem Einstellungsantrag abgeben. Zu dem Vernehmungstermin bei der Polizei sollten Sie in diesem Fall allerdings nicht erscheinen (dazu sind Sie nicht verpflichtet); die Einlassung sollte dann nur durch den Verteidiger erfolgen.)

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt
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