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Ohrfeige


05.06.2006 11:11 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf



Sehr geehrte Damne und Herren,

am vergangenem Samstag hat sich folgendes Ereignet:

Meine Frau und ich befanden sich in Hamburg am Bahnhof und standen in einer Telefonzelle (wir waren beide sehr stark angetrunken. Plötzlich ging die Tür der Telefonzelle auf und eine Frau sagte, dass Sie telefonieren wolle. Ich sagte "Sie sehen doch das die Telefonzelle besetzt ist" und schloss die Tür wieder. Darauf riss die Frau erneut die Tür auf und sagte, ich soll bitte die Frau in der Telefonzelle zufrieden lassen, ich schubste Sie raus und traf die Frau leicht im Gesicht (leicht und ohne Absicht). Darauf verliessen meine Frau und ich die Telefonzelle und die Frau (mit Ihren zwei Töchtern)verfolgte uns und rief die Polizei per Mobiltelefon und wollte eine Anzeige erstatten. Meine Frau und ich wollten das Bahnhofsgelände verlassen und wurden dann allerdings von der Polizei angehalten und mit zur Wache genommen. Dort erläuterte man mir, dass nun eine Anzeige wegen Körperverletzung gegen meine Person vorliegt. Ich musste einen Alkoholtest machen (Ergebnis lt. Alkoholmessgerät ca. 2,08 Promille).Daraufhin sagte die Beamten zu mir, dass der Wert sehr hoch sei und daher noch ein Bluttest gemacht werden müsste. Nach ca. 3 Std. kam dann auch ein Artzt und wir konnten danach die Wache verlassen. Meine Frage lt. was kommt nun im schlimmsten Fall auf mich zu? Ich habe keine Vorstrafen oder sonst irgendwelche Delikte begangen. SOllte ich nun besser einen Anwalt schon im Vorfeld einschalten? Kann man dadurch evtl. die Sache im Vorfeld zur Einstellung bringen? Ich bin mir meiner Schuld bewusst, habe aber absolut nicht mit Vorsatz gehandelt.
Mit freundlichen Grüssen
J.M.

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Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten.

Sie könnten sich einer Körperverletzung oder einer fahrlässigen Körperverletzung schuldig gemacht haben.
Das Strafmaß einer Körperverletzung ist Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren, das der fährlässigen Körperverletzung Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren.

Vorsatz ist Wissen und Wollen. Bei einer vorsätzlichen Körperverletzung wussten Sie, dass Sie die Geschädigte am Körper verletzen würden und genau das wollten Sie auch. Nach Ihrer Schilderung war es jedoch nicht Ihre Absicht die Geschädigte zu verletzen.

Da Sie nach Ihrer Auskunft nicht einschlägig vorbestraft sind, kommt vorliegend eine Geldstrafe in Betracht.
Je nach Schwere der Verletzung könnte das Verfahren auch eingestellt werden. Dies erscheint auch aufgrund Ihrer Alkoholisierung zum Tatzeitpunkt möglich.

Es empfiehlt sich bereits im Ermittlungsverfahren einen Anwalt einzuschalten, um zum einen Akteneinsicht zu nehmen und zum anderen auf eine Einstellung hinzuwirken.

Sie sollten zunächst keine Angaben zur Sache gegenüber der Polizei machen. Dies hat in einem eventuell anschließenden Strafverfahren keine nachteilige Wirkung.
Die Praxis zeigt, dass bei anwaltlicher Vertretung eine Einstellung seitens der Staatsanwaltschaften eher in Erwägung gezogen wird.

In einem eventuellen Prozess wirken sich geständige Einlassung sowie Reue strafmildernd aus.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

info@kanzlei-kaempf.net
www.kanzlei-kaempf.net
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