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Ohne Maklervertrag mit Maklern arbeiten?

10.05.2009 12:55 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Vogt


Guten Tag,

Ich verkaufe eine Immobilie von privat, da ich dem Käufer ungern eine Maklerprovision aufbürden möchte, damit ich meinen etwas hoch angesetzten Verkaufspreis erzielen kann.

Ohne Maklervertrag (weder schriftlich noch formlos) bin ich jedoch bereit, mit Maklern zu arbeiten und einige Makler sind damit einverstanden.

Wenn ich mir schriftlich vom Makler bestätigen lasse, dass nicht gewünscht ist, dass zwischen uns ein Maklervertrag entsteht oder geschlossen wird, wäre es dann undenklich, wenn der Makler Fotos vom Objekt macht und ein Exposee erstellt? Oder würde meine Zustimmung zur Erstellung eines Exposees dazu führen, dass trotz der o.g. schriftlichen Vereinbarung dennoch ein (formloser) Maklervertrag zwischen mir und dem Makler entsteht?

Welche Nachteile könnten mir evtl. entstehen, wenn der Makler Fotos vom Objekt macht? Oder im Falle, dass ich Unterlagen wie. z.B. Grundsteuerbescheid, Versammlungsprotokolle aushändige? Diese Sachen fordern manche Makler von mir, jedoch bin ich skeptisch hinsichtlich etwaiger Konsequenzen für mich. Ich verstehe nicht, warum Sie die von mir gemachten Fotos nicht wolllen, sondern nur ihre eigenen.

Vielen Dank im voraus.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage darf ich auf der Basis des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes gerne wie folgt beantworten:

Ein Maklervertrag im Sinne des § 652 BGB kommt nach den allgemeinen rechtsgeschäftlichen Regeln durch übereinstimmende Willenserklärungen des Maklers und des Interessenten zustande.

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass nicht jedes Sichgefallenlassen von Maklerdienstleistungen einer entsprechenden Willenserklärung gleichkommt.

Erforderlich ist vielmehr, dass der Interessent Maklerdienstleistungen entgegen nimmt und dabei weiß oder wissen muss, dass der Makler hierfür von ihm beim Abschluss des beabsichtigten Hauptvertrages eine Vergütung verlangen wird. Hierbei ist es Aufgabe des Maklers für eine klare Vereinbarung Sorge zu treffen, da er im Streitfall letztendlich für das Vorliegen einer entsprechenden Vereinbarung auch beweispflichtig wäre.

Nimmt der Interessent Dienste zwar in Anspruch, widerspricht hierbei jedoch ausdrücklich einer Provisionspflicht, so kommt keine Einigung über einen Maklervertrag zustande.

Sofern Sie sich daher vor Inanspruchnahme der Dienstleistungen des Maklers von diesem schriftlich bestätigen lassen, dass kein Provisionsanspruch entstehen soll und auch keine sonstige Vergütung vereinbart ist, ist es aus meiner Sicht unbedenklich, wenn der Makler Fotos vom Objekt macht und ein Exposee erstellt.

In diesem Falle ist es auch nicht nachteilig, wenn Sie ihm zum Objekt gehörende Unterlagen aushändigen.

Seine Aufwendungen würde der Makler im Übrigen entsprechend § 652 Abs. 2 BGB nur im Falle einer ausdrücklichen Vereinbarung erstattet bekommen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.

Hierbei möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Sie können natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Sonntag und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

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