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Ohne Führerschein erwischt und falsche Daten angegeben

28.01.2011 15:56 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


hallo, hab folgende angelegenheit ich wurde ohne führerschein erwischt hab meins vor paar jahren wegen mpu abgeben! Ich habe beim kontrolle die daten von meiner frau angegeben dann durfte ich weiter fahren sollte aber dann die führerschein beim polize vorzeigen dies hat meiner frau vorgezeitg bis dahin war alles ok nur nach paar wochen kam alles raus und wir haben beide ein schreiben bekommen wie sollen wir sollen uns äußern oder die sache annehmen Ich und meiner frau sind arbeitslos und haben 2 kinder wie sollen wir in diesen fall vorgehen? Welche strafen erwarten uns? Mfg S. Ayar

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für die Frage, die ich wie folgt beantworte:

Fahren ohne Fahrerlaubnis ist ein häufig begangenes Delikt. Die Sanktionen sind unangenehm. Bei Ersttätern ist mit einer Geldstrafe und nicht mit Freiheitsstrafe zu rechnen. Konkret orientiert sich das drohende Strafmaß vorliegend an § 21 StVG :

--------------

§ 21 StVG

Fahren ohne Fahrerlaubnis

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

1. ein Kraftfahrzeug führt, obwohl er die dazu erforderliche Fahrerlaubnis nicht hat oder ihm das Führen des Fahrzeugs nach § 44 des Strafgesetzbuchs oder nach § 25 dieses Gesetzes verboten ist, oder

2. als Halter eines Kraftfahrzeugs anordnet oder zulässt, dass jemand das Fahrzeug führt, der die dazu erforderliche Fahrerlaubnis nicht hat oder dem das Führen des Fahrzeugs nach § 44 des Strafgesetzbuchs oder nach § 25 dieses Gesetzes verboten ist.

(2) Mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen wird bestraft, wer

1.eine Tat nach Absatz 1 fahrlässig begeht,

2.vorsätzlich oder fahrlässig ein Kraftfahrzeug führt, obwohl der vorgeschriebene Führerschein nach § 94 der Strafprozessordnung in Verwahrung genommen, sichergestellt oder beschlagnahmt ist, oder

3. vorsätzlich oder fahrlässig als Halter eines Kraftfahrzeugs anordnet oder zulässt, dass jemand das Fahrzeug führt, obwohl der vorgeschriebene Führerschein nach § 94 der Strafprozessordnung in Verwahrung genommen, sichergestellt oder beschlagnahmt ist.

(3) In den Fällen des Absatzes 1 kann das Kraftfahrzeug, auf das sich die Tat bezieht, eingezogen werden, wenn der Täter

1.das Fahrzeug geführt hat, obwohl ihm die Fahrerlaubnis entzogen oder das Führen des Fahrzeugs nach § 44 des Strafgesetzbuchs oder nach § 25 dieses Gesetzes verboten war oder obwohl eine Sperre nach § 69a Abs. 1 Satz 3 des Strafgesetzbuchs gegen ihn angeordnet war,

2. als Halter des Fahrzeugs angeordnet oder zugelassen hat, dass jemand das Fahrzeug führte, dem die Fahrerlaubnis entzogen oder das Führen des Fahrzeugs nach § 44 des Strafgesetzbuchs oder nach § 25 dieses Gesetzes verboten war oder gegen den eine Sperre nach § 69a Abs. 1 Satz 3 des Strafgesetzbuchs angeordnet war, oder

3.in den letzten drei Jahren vor der Tat schon einmal wegen einer Tat nach Absatz 1 verurteilt worden ist.

---------------------


1)

Wie gesagt droht Ihnen als Ersttäter "nur" eine empfindliche Geldstrafe.


2)

Ihrer Frau droht als Ersttäterin nach § 21 Abs. 2 Nr. 2 StVG ebenfalls eine Geldstrafe, WENN sie nämlich vorsätzlich oder fahrlässig als Halterin eines Kraftfahrzeugs ZUGELASSEN HAT, dass Sie das Fahrzeug führen, obwohl der vorgeschriebene Führerschein nach § 94 der Strafprozessordnung in Verwahrung genommen, sichergestellt oder beschlagnahmt war.


Außerdem kommt nach § 258 StGB eine Strafbarkeit wegen Strafvereitelung in Betracht, wenn Ihre Frau ihren Führerschein zur Polizei gebracht hat, um die Ermittlungsbeamte zu täuschen.

3)

Außerdem könnte das Fahrzeug, auf das sich die Tat bezieht, eingezogen werden, wenn nämlich die Tat vorsätzlich begangen wurde oder eine Führerscheinsperre nach § 69a Abs. 1 Satz 3 StGB angeordnet war; vgl.: § 21 Abs. 3 StVG .

4)

Insbesondere Ihre Frau sollte sich sehr gut überlegen, welche Angaben bzw. ob sie überhaupt Angaben zum Tatvorwurf macht.

Idealerweise beauftragen Sie Beide einen Rechtsanwalt mit der Verteidigung. Dieser wird zunächst Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft beantragen und mit Ihnen dann weitere Einzelheiten besprechen.

Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion. Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

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