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Offenes Kellerfenster der Nachbarn, erhöhte Heizkosten.

19.10.2009 11:05 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


11:20
Guten Tag,

es handelt sich um folgenden Fall:

Mietshaus mit 3 Mietparteien, Erdgeschoss Mieter A, 1 OG. Mieter B, 2 OG. Mieter C.

Mieter A wunderte sich im letzten Winter warum es im Keller so aussergewöhnlich kalt ist und suchte nach der Ursache, durch starken Luftzug war die Quelle recht schnell ausgemacht. Durch die Sparrentür sah Mieter A, das das Kellerfenster im Keller von Mieter B eingeschlagen war und die Scheibe zur Hälfte fehlte.

Mieter A sprach Mieter B an und bat ihn diesen Schaden schnellstens zu beheben, da die Wohnung von Mieter A über dem Keller liegt und er befürchtete, durch den kalten Keller erhöhte Heizkosten zu haben, was auch eingetroffen ist.

Mieter B kümmerte sich nicht um die Reparatur des Fensters und auch Ende des Sommers 2009 war das Fenster noch immer kaputt.

Da Mieter A (mittlerweile verstritten mit Mieter B), befürchtete nun noch einen Winter mit kaltem Keller durchbringen zu müssen, schrieb er dem Vermieter von diesem Problem.

Der Vermieter regagierte umgehend und veranlasste die Reparatur des Fensters.

Mieter A dachte, das das Problem nun behoben sei.

Aber seit der Reparatur steht dieses Kellerfenster nun weit offen, den Mieter B darauf angesprochen, meinte dieser nur, er dürfte seinen Keller schließlich so lange und so oft lüften wie er wolle.

Das Problem besteht nun also weiterhin und der Vermieter sagt, er könne da nun nichts mehr tun.

Muss Mieter A das nun einfach so hinnnehmen? Darf Mieter B das Fenster offen stehen lassen? Kann der Vermieter da wirklich nichts mehr tun?

Eine Aussprache mit Mieter B ist nicht möglich, dieser beharrt auf seinem Standpunkt.

Vielen Dank schon einmal für die Beantwortung.
19.10.2009 | 12:17

Antwort

von


(353)
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Sehr geehrte Ratsuchende!

Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Informationen und unter Berücksichtigung des von Ihnen gewählten Einsatzes in der gebotenen Kürze wie folgt beantworten möchte.

Einen Anspruch auf Schließung des Fensters besteht nicht, sofern nicht im Mietvertrag Regelungen hinsichtlich des Verbotes des Dauerlüftens vereinbart wurden.
Bereits bei Abschluss des Mietvertrages war bekannt, dass sich unter der Wohnung von Mieter A ein Keller befindet.
Da in der Regel Kellerräume ungeheizt bzw. weniger geheizt werden, ist grds. in EG-Wohnungen mit erhöhtem Heizbedarf zu rechnen.

Um hier gegenüber anderen Mietern bzw. Wohnungen in höherliegenden Etagen nicht zu sehr benachteiligt zu werden, schreibt die Heizkostenverordnung vor, dass ein Teil der Heizkosten (30-50%) nach Wohnfläche abzurechnen sind, so dass auch die Mieter von höherliegenden Wohnungen am erhöhten Verbrauch beteiligt werden.

Ich empfehle Ihnen, sich zunächst mit Mieter C zu besprechen, da auch diesem nicht an erhöhten Heizkosten aufgrund des Verhaltens von Mieter B gelegen sein dürfte.
Des weiteren sollte Mieter B darauf aufmerksam gemacht werden, dass ein Dauerlüften dem Eintritt von Feuchtigkeit dienlich ist.

Ich bedaure, Ihnen keine erfreulichere Antwort geben zu können.


Rechtsanwältin Wibke Türk

Nachfrage vom Fragesteller 21.10.2009 | 10:42

Guten Tag Frau Türk,

Zwei Dinge habe ich an Ihren Ausführungen jetzt nicht so ganz verstanden.

1. Um hier gegenüber anderen Mietern bzw. Wohnungen in höherliegenden Etagen nicht zu sehr benachteiligt zu werden, schreibt die Heizkostenverordnung vor, dass ein Teil der Heizkosten (30-50%) nach Wohnfläche abzurechnen sind, so dass auch die Mieter von höherliegenden Wohnungen am erhöhten Verbrauch beteiligt werden.

Die Heizkosten werden von Mieter A direkt mit den Stadtwerken abgerechnet, zudem heizt die Mietpartei A fast ausschließlich über einen Kachelofen mit Holz und Kohle. Wie sollen jetzt die Heizkosten also zu 30-50% nach Wohnfläche aufgeteilt werden? Zumal Mieter A noch nicht einmal weiß, wie groß die Wohnungen der übrigen Mieter überhaupt sind. Und wie ist das durchsetzbar?

2. Ich empfehle Ihnen, sich zunächst mit Mieter C zu besprechen, da auch diesem nicht an erhöhten Heizkosten aufgrund des Verhaltens von Mieter B gelegen sein dürfte.

Wie schon beschrieben lebt Mieter C im 2. OG noch über Mieter B und ist ja somit vom offenen Kellerfenster und der entstehenden Kälte überhaupt nicht betroffen.

Grüße



Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.10.2009 | 11:20

Sehr geehrte Ratsuchende!

Vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworten möchte.
1. Sie sollten hier Ihren Verwalter auf die Betriebskostenabrechnung Heizung und die zugrundeliegenden Verteilerschlüssel ansprechen.
Gegebenenfalls müßten Sie eine Änderung der Verteilerschlüssel anmahnen und/ oder mittels juristischer Schritte durchsetzen.

Ich gebe zu bedenken, dass hier erhöhte Betriebskosten der Heizungsanlage auf alle Mieter umgelegt werden, nicht die eigentlichen Heizkosten in den betreffenden Wohnungen.
Insofern habe ich mich evtl. mißverständlich ausgedrückt.


2. Mieter C ist insofern auch durch Mieter B betroffen, als hier ein Teil der Betriebskosten für die Heizung nach Wohnfläche abzurechnen sind, § 7 I HeizkostenVO.
Sorgt also Mieter B durch den Offenstand des Kellerfensters für erhöhte Betriebskosten hinsichtlich der Heizungsanlage im Haus ( z. B. auch Treppenhaus), so wird auch Mieter C hieran beteiligt.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage beantwortet zu haben.

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