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Offene Zahnarztrechung vom 27.12.2011

| 24.06.2014 14:21 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Stefanie Lindner, Dipl.-Jur.


vor 3 Tagen bekam ich von einem Inkassobüro eine Mahnung, daß die RE von meinem Zahnarzt vom 27.12.2011 noch offen ist. Zahnarztrg. 65,00 Euro weitere Kosten 103,00 Euro. Bei meinem Anruf beim Zahnarzt wurde mir mitgeteilt, daß die Rechnung sowie die
anschließenden Mahnungen an eine Adresse ging, wo ich noch nie gewohnt habe. Tatsächlich wohnt dort eine Familie mit dem gleichen Namen. Die Rechnung liegt mir bis jetzt noch nicht vor. Auch meiner Krankenkasse liegt diese Rechnung nicht vor, da ich
Privatpatient bin. Heute habe ich bei dem Inkassobüro angerufen. Der Sachbearbeiter war richtig unverschämt und frech. Ich habe danach eine Brief geschrieben und erwähnt, sobald mir die Rechnung vorliegt, werde ich bezahlen, nur die Kosten von 103,00 Euro
nicht, da ich der Meinung bin, daß dies nicht mein Verschulden ist.
Liege ich da mit meiner Meinung richtig?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ja, Sie liegen mit Ihrer Ansicht richtig. Sie müssen lediglich die Kosten für die Zahnarztbehandlung tragen, die Kosten für die Einschaltung des Inkassobüros nicht.

Die Kosten, die durch die Einschaltung eines Inkassounternehmens entstehen, kann der Gläubiger, also hier der Zahnarzt, von Ihnen erst verlangen, wenn Sie sich mit der Zahlung in Verzug befinden. Ein solcher tritt aber erst 30 Tage nach Erhalt einer Rechnung ein. Bei Verbrauchern ist dies auch nur dann der Fall, wenn auf die Verzugsfolgen in der Rechnung gesondert hingewiesen wurde, vgl. § 286 Abs.3 S.1 BGB. Wenn Sie sich als Privatperson behandeln ließen, ist davon auszugehen, dass Sie Verbraucher im Sinne von § 13 BGB sind.

Damit der Zahnarzt Anspruch auf die Kosten für das Inkassounternehmen hat, hätte er Ihnen eine Rechnung zusenden bzw. übergeben müssen.
Da dies jedoch nicht der Fall war, sind Sie nicht in Verzug gekommen.
Dass der Zahnarzt die Rechnung an eine falsche Adresse gesendet hat, ist Ihnen nicht anzulasten.
Der ordnungsgemäße Zugang einer Rechnung unterliegt seiner Risikosphäre.
Da Sie schreiben, dass Sie unter der anderen Adresse noch nie zu erreichen waren, weil Sie dort noch niemals gelebt haben, haben Sie die Verwendung der falschen Adresse nicht zu vertreten.
Anders wäre es ggf. zu beurteilen, wenn Sie zuvor dort gewohnt hätten und dem Arzt einen Umzug nicht mitgeteilt hätten.


Eine Verjährung der Zahnarztforderung liegt noch nicht vor. Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt 3 Jahre, § 195 I BGB. Verjährung würde mit Ablauf des 31.12. 2014 (24 Uhr) eintreten. Mit Ablauf des Jahres 2014 bräuchten Sie auch die Arztrechnung nicht mehr zu begleichen, da Sie sich auf Verjährung berufen können.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie gerne die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Stefanie Lindner

Bewertung des Fragestellers 26.06.2014 | 20:40

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