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Öffentlicher Dienst und Nebenjob(Selbstständigkeit)


| 25.09.2006 13:26 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin seit 1999 im öffentlichen Dienst tätig - kein Beamtenstatus, nur angestellt.

Nun habe ich aus finanziellen Gründen einen Nebenjob angefangen -seit Mai 2006. Leider war ich in letzter Zeit sehr oft krank gewesen; musste notgedrungen Urlaub nehmen, weil mein Auto kaputt war; oder mein Kind krank war; so dass ich mir 26 Tage Fehlzeiten eingebleut habe.

Nach 3maligen Besprechungen mit meinem Chef, warnte er mich, dass ich mit größter Wahrscheinlichkeit meine Teilzeitselbstständigkeit aufgeben müsste, wenn sich dies wiederholen würde.
Ich habe ihm versucht zu erklären, dass ich nicht wegen Überforderung des Nebensjobs krank bin, sondern aus anderen privaten Gründen.
Bei meiner Tochter hiess es dann, dass ich jemanden aufsuchen sollte, der auf das Kind aufpasst, wenn sie krank ist.

1. Möchte ich meine Nebenselbstständigkeit nicht aufgeben aus finanziellen Gründen; dass weiß auch mein Chef

2. Bei meinen Fehlzeiten habe ich auch sofort einen ärztlichen Attest vorgelegt

Meine Frage:

Wie kann ich davor gehen, so dass ich meinen Nebenjob nicht verliere? Weil ich kann das wirklich aus finanziellen Gründen nicht aufgeben; trotz guter Bezahlung reicht das Geld von meinem Hauptjob nicht aus!!!

Wie sähe es aus im Falle einer Kündigung mit der Abfindung aus?

Ich habe hierzu schon einmal unsere Frauenbeauftragte hinzugezogen, weil ich das Theater schon seit Jahren mitmachen muss. Jetzt haben meine Chefs erst Recht Gründe an mir rumzupiesacken seit ich noch nebenbei arbeite. Wobei bei uns die Arbeit immer mehr abnimmt; über Fusionierung ab 2009 gesprochen wird.
Mein Chef ließ auch schon einen Spruch aus: "Wenn Sie die neue Arbeitsaufgabe bis Anfang November 100 % nicht können, dann weiß ich auch nicht, wie ich Ihnen helfen soll und wir haben ja schon eine Ganztagskraft hierfür reicht die Arbeit nicht aus" Hierzu muss ich sagen, ist es eine Frechheit was mein Chef sich da erlaubt. Ich bin seit 7 Jahren in ein und derselben Stelle, habe die Schreibkanzlei mit eine Kollegin - Teilzeit 5 Stunden - zusammen geteilt und dann als meine Kollegin in Rente ging, stellte mein Arbeitgeber eine Vollzeitkraft ein mit dem Wissen, dass wir so oder so zu wenig Arbeit haben und nun muss ich mir diesen dummen Spruch anhören.

Entschuldigen Sie, wenn mein Beitrag lang geworden ist! Aber dies musste mal raus; ich bin am überlegen, meine Nebenselbstständigkeit in eine Vollselbstständigkeit zu erweitern nur weiß ich nicht, was noch an Kosten (Gewerbesteuer usw.) vielleicht auf mich zukommen könnte. Ich habe mich beim Finanzamt als Kleinstunternehmerin angemeldet, habe aber seit Mai 2006 - außer einem Formular - nichts mehr gehört.

Diese Selbstständigkeit beruht auf eine Lebensberatung die ich gottseidank als Heimarbeit durchführen kann und somit Haushalt und Kind vereinbaren kann. Ich denke mir, wenn dies so weiter unflexibel gehandhabt wird, werde ich in eine Vollselbstständigkeit umsteigen müssen. Ich möchte nicht auf mein Kind verzichten!

Für Ihre Hilfe wäre ich Ihnen dankbar!

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sofern Sie mit Ihrer Nebentätigkeit nicht die Belange Ihres Arbeitgebers beeinträchtigen, also diese nicht in der Arbeitszeit ausüben, in Konkurrenz zu Ihrem Arbeitgeber treten oder Ihre Nebentätigkeit Sie so sehr in Anspruch nimmt, daß Sie Ihre Pflichten aus dem Arbeitsvertrag nicht mehr ordnungsgemäß erfüllen können, wird Ihnen Ihr Arbeitgeber die Nebentätigkeit nicht untersagen dürfen.

Wenn Ihnen Ihr Arbeitgeber gleichwohl die Nebentätigkeit untersagt und Sie deswegen abmahnt, werden Sie sich vor dem Arbeitsgericht dagegen wehren können. Die Beweislast dafür, daß die Nebentätigkeit Ihre Arbeit negativ beeinflusst, läge dann allerdings beim Arbeitgeber.

Sollte er Ihnen deswegen sogar kündigen, werden Sie sich gegen die Kündigung ebenfalls vor dem Arbeitsgericht verteidigen können. Oft enden Streitigkeiten vor dem Arbeitsgericht mit einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses gegen Abfindung, wobei pro Beschäftigungsjahr ein halbes Monatsgehalt üblich ist.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt




--
Rechtsanwalt A. Schwartmann
Gleueler Str. 249 D-50935 Köln
Tel: (0221) 355 9205 / Fax: (0221) 355 9206 / Mobil: (0170) 380 5395
Sipgate: (0221) 355 333915 / Skype: schwartmann50733
www.rechtsanwalt-schwartmann.de
www.online-rechtsauskunft.net
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www.mietrecht-in-koeln.de
www.net-scheidungen.de

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