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Objektiver Anfangsverdacht zur Anfechtung einer Vaterschaft


| 08.03.2007 18:50 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Ich habe für einen bereits 11 Jahre alten Sohn damals die Vaterschaft gegenüber dem Jugendamt anerkannt, weil die Kindesmutter behauptete, dass nur ich als Vater in Frage käme. Tatsächlich entstand das vermeindliche Kind jedoch aus einem sogenannten ONS (One Night Stand). Es besteht kein persönlicher Kontakt zum Kind. Unterhalt bezahlt meine zwischenzeitliche Ehefrau, da ich nicht Leistungsfähig bin. Vor 1 Jahr habe ich das Kind gesehen und keinerlei Ähnlichkeit feststellen können und fristgerecht gem. § 1600 b Abs. 1 BGB Vaterschaftsklage aufgrund der Kenntnis von Umständen, die gegen das Vorhandensein einer Vaterschaft sprechen eingereicht. Das Verfahren läuft noch. Es erging jedoch der Beschluss dass die Anfechtung der Vaterschaft nicht auf die bloße Behauptung eines unterschiedlichen Erscheinungsbildes gestützt werden kann. Und auch nicht auf die Vermutung, dass die Kindesmutter offensichtlich seinerzeit einen sehr freizügigen Lebenswandel mit vielen ONS geführt hat. Die Kindesmutter weigert sich entschieden, freiwillig einem Gentest zuzustimmen. Wie lässt sich ein objektiver Nachweis führen oder wie könnte ein hinreichender objektiver Anfangsverdacht konstruiert werden? Es muss doch möglich sein einen Gentest gerichtlich anordnen zu lassen. Denn selbst wenn ich jemanden beauftrage eine Haarprobe heimlich zu besorgen hilft es mir nichts, ein Gericht würde einen heimlichen Gentest niemals anerkennen. Ich habe bereits gegen einen Ablehnungsbeschluss auf PKH Beschwerde eingelegt, daher bitte ich um Akzeptanz für mein Antwortgebot

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Sehr geehrter Ratsuchender,



es müssen im Rahmen der Klage, nunmehr Beschwerdeverfahren, Umstände von Ihnen vorgetragen werden, die bei objektiver Betrachtung die Abstammung des Kindes von einem anderen Mann als durchaus möglich erscheinen lassen.

Hier sollten Sie dann nochmals auf das Aussehen eingehen, erklären, dass es sich um einen ONS gehandelt und die Kindesmutter Geschlechtsverkehr innerhalb der Empfängniszeit auch mit anderen Männern gehabt hat.

Weiter sollten Sie auch Beweis antreten, durch Zeugnis der Kindesmutter UND einem Sachverständigengutachten.

Der heimliche Gentest wird derzeit noch von den Gerichten nicht anerkannt.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 11.03.2007 | 20:01

Leider hilft mir Ihre Antwort in keinster Weise weiter und ist daher höchst unbefriedigend für mich. Ich habe das Gefühl Sie haben meine Frage garnicht richtig gelesen oder ich habe mich zu unverständlich ausgedrückt. Wie bereits geschildert: Die Kindesmutter weigert sich mit Nachdruck einen freiwilligen Gentest machen zu lassen und behauptet ich käme als einziger Erzeuger in Betracht! Insofern wird sie wohl kaum als Zeugin gegen ihren eigenen Sohn als Beklagten aussagen, Sie habe in der fraglichen Zeit ebenfalls anderweitigen Verkehr gehabt. Das Gericht muss den Sachverständigen auch erst einmal zulassen als Beweisermittler. Und schließlich wie soll man das unterschiedliche Erscheinungsbild rein verbal substantiiert vortragen. Vielleicht können Sie konkreter helfen wenn ich Ihnen die die Klageschrift nebst Erwiderung und Beschluss zufaxe ! ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.03.2007 | 08:26

Sehr geehrter Ratsuchender,

doch, die Frage wurde schon gelesen und ich finde es doch etwas befremdlich, wenn Sie schon bewerten, ohne die Antwort der Nachfrage abzuwarten.

Das unterschiedliche Erscheinungsbild müssen Sie so genau wie möglich beschreiben (u.a. Kopfform, Form der Ohrläppchen und wichig, die AUGENFARBE).

Da ich weder Sie noch Ihren Sohn kenne, ich mir nicht klar, was Sie dann für eine genauere Beschreibung von MIR im Rahmen der Erstberatung erwarten. Ich kann Ihnen diese Arbeit in diesem Forum wohl kaum abnehmen. Dann MUSS auch ein Gutachten eingeholt werden.


Sofern Sie weiter ausführen, dass die Kindesmutter nichts aussagen wird, liegen Sie mit dieser Meinung in zweifacher Hinsicht neben der Sache;

1.) steht es wohl weder Ihnen noch mir zu, eine -unzulässige - vorweggenommene Beweiswürdigung vorzunehmen.

2.) wäre diese Aussage auch egal. Denn wenn das Gericht Beweis erheben muss, MUSS die PKH zwingend gewährt werden. Ob und was die Kindesmutter dann aussagt, ist dabei irrelevant. Relevant ist allein die Beweiserhebung.


Sicherlich "könnte" ich Ihnen weiterhelfen, wenn ich den Beschluss hätte. In Anbetracht der Art und Wiese der Nachfrage und der Form Bewertung würde dieses aber wohl nichts bringen.


Hochachtungsvoll

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Ergänzung vom Anwalt 14.03.2007 | 09:09

ZUR BEWERTUNG:

Diese ist unangebracht, da hier offenbar die genaue Formulierung der Beschwerdeschrift erwartet wurde.

Es muss eigentlich klar sein, dass dieses innerhalb der ERSTberatung nicht möglich ist.

Sofern die Anhaltspunkte deutlich und klar beschrieben werden UND dann Beweis angetreten wird, ist es dann auch irrelevant, ob die Kindesmutter den Test verweigert und keine Angaben macht.

Letztlich wird allein das Gutachten die Vaterschaft darstellen.

Wenn das Gericht nun wohl offenbar die Auffassung vertritt, dass zuwenig vorgetragen worden ist, zeigt dieses deutlich, dass eine Klage in Eigenregie (um Kosten zu sparen), dann vielleicht der falsche Weg ist.
Bewertung des Fragestellers |


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"Ich bin leider so schlau wie vorher. Es wurde leider nur das wiederholt, was ich bereits in der Klageschrift formuliert hatte. Siehe auch meine Antwort zur Nachfrage. Ich bin überhaupt nicht mit der Bearbeitung zufrieden ! ! ! "
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