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Obergrenze bei Handwerkerrechnung ?


24.11.2015 17:16 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Sehr geehrte Anwälte,

kann ein Handwerker unendlich hohe Rechnungen stellen, oder gibt es allgemeine Grenzen ?

Wenn vorher kein Preis vereinbart wurde, ein Angebot auch nicht vorliegt, kann der Handwerker dann verlangen, was er möchte ?

Wenn auf der Rechnung auch keine Aufschlüsselung vorhanden ist, sondern nur der Preis steht, kann der Handwerker dann utopische Summen nehmen oder gibt es eine gesetzliche bzw eine Grenze die sich aus dem Fall heraus ergibt ?

Haben Handwerker also wegen vorheriger Vergessens des Angebots später einen Freifahrtsschein ?
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)*


zunächst setzt immer der Wucher nach § 138 BGB die Grenze für jede Forderung; in der Regel liegt dabei die Grenze bei 100% der üblichen Vergütung; aber das ist nur eine reine Faustregel, da immer der Einzelfall entscheidend ist.


Liegt kein Wucher vor, richtet sich die Handwerkerrechnung danach, was vertraglich vereinbart worden ist. Diese Vergütung gilt dann als geschuldet (wenn eben kei Wucher vorliegt).


Fehlt es an einer solchen Vergütungsvereinbarung, greift § 632 II BGB ein und die übliche Vergütung ist als vereinbart anzusehen.

Was üblich ist, entscheidend dann ein Gericht - meistens unter Beiziehung eines Sachverständigen - wobei dann in der Regel immer die vom Sachverständigen festgestellte übliche Vergütung anhand der durchschnittlichen regionalen Vergütungssätze am Ort der Handwerksleistung vom Gericht übernommen werden.


Die Handwerker haben also keineswegs einen "Freifahrtschein", zumal der Handwerker alle Leistungen im Streitfall auch nachweisen muss. Er kann also nicht Leistungen abrechnen, bei denen er den Nachweise der Erbringung im Streitfall nicht leisten kann.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg



*Merkwürdigerweise ändert sich Ihr Name, nachdem die Frage gesperrt ist. Vielleicht könnte da einmal Klarheit geschaffen werden, wer von Ihnen denn nur der Ratsuchende sein möchte.
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