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OGV stellt zu hohe Forderungen

01.04.2019 22:39 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

kürzlich erreichten mich zwei Schreiben der OGV mit zwei Forderung von zwei Gläubigern.
Bei beiden fordert Sie eine 4-stellige Summe, obwohl ich den Gläubigern vor mehreren Jahren (ca. 3 - 5 Jahren) bereits die Hälfte bezahlt habe. Bei den Rechtsanwälten handelt es sich um bekannte "Geldeintreiber" aus Baden Baden. Ich meine, sind diese berechtigt die Kosten zu verdoppeln innerhalb von 3 - 5 Jahren? Das Ganze ist jetzt 8 Jahre her. Die Hauptforderung ist jedoch titulliert.

Gerne würde ich von einem Anwalt prüfen lassen, ob da alles rechtens abläuft und ich nicht doch weniger bezahlen muss als von den Gläubigern gefordert, da bereits Zahlungen geleistet worden sind. Diese sind in keiner Kostenaufstellung hinterlegt und wurden meiner Meinung nach ignoriert.

Die OGV droht mir mit einem Haftbefehl wenn ich keine Vermögensauskunft gebe.
Muss ich mir da Sorgen machen?
Kann ich die Forderungen irgendwie aufschieben?
Hat man überhaupt noch eine Chance was an der Summe der Forderungen zu rütteln, wenn bereits die OGV eingeschaltet worden ist?

Ich habe keine Möglichkeit diese Forderungen innerhalb 2 Wochen zu bezahlen, da ich arbeitslos bin und Sozialleistungen beziehe. Wertsachen habe ich auch keine.

Lieber Gruß

01.04.2019 | 23:13

Antwort

von


(103)
Badergraben 24
04808 Wurzen
Tel: 03425-853355
Web: http://www.rechtsanwalt-wurzen.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wichtig ist, dass Sie sich mit dem Gerichtsvollzieher in Verbindung setzen.
Grundsätzlich kann der Gerichtsvollzieher Ihnen einen Aufschub gewähren, damit Sie die Forderung prüfen (lassen)können. Verpflichtet dazu ist er aber nicht.

Wenn Sie die Vermögensauskunft einfach nicht abgeben, also ohne hinreichende Entschuldigung (die Gründe müssen aber schon sehr gewichtig sein, zum Beispiel Erkrankung mit einer ärztlichen Bescheinigung, dass Sie nicht zum Termin kommen können), werden Sie in der Tat verhaftet und kommen ins Schuldnerverzeichnis.
In der Tat besteht also Grund „sich Sorgen zu machen".
Außerdem können Sie natürlich mit dem Gerichtsvollzieher versuchen, eine Ratenzahlung zu vereinbaren.

Ob die Forderung berechtigt ist, bestimmt nicht der Gerichtsvollzieher. Dies ergibt sich aus dem Titel und aus den Mitteilungen des Gläubigers über die bisherigen Zahlungen.
Wenn Sie den Gerichtsvollzieher um Aufschub bitten (aber auch sonst), sollten Sie sich also in jedem Fall eine Kopie des Titels und eine Kopie der Forderungsaufstellung geben lassen.
Anhand dessen können Sie überprüfen, ob die Forderung berechtigt ist.

Im Hinblick auf die Zinsen, die üblicherweise tituliert werden, erscheint es mir aber nicht unwahrscheinlich, dass in der Tat die Forderung innerhalb von 3-5 Jahren wieder erhebliche Höhen erreicht hat.
Außerdem dürfen Sie nicht vergessen, dass Teilzahlungen nach den gesetzlichen Vorschriften nicht auf die Hauptforderung verrechnet werden (diese verzinst sich also in voller Höhe weiter !) sondern zuerst auf die Zinsen, Kosten und so weiter.

Zusammengefasst: Keinesfalls Kopf in den Sand stecken. Kontakt mit dem Gerichtsvollzieher aufnehmen und um Titelkopie und Forderungsaufstellung bitten. Diese eventuell selbst prüfen oder von einem Anwalt prüfen lassen.

Wenn die Forderung berechtigt ist, werden Sie nicht mehr viel unternehmen können (vorbehaltlich einer Prüfung, ob der Titel wirklich rechtmäßig zustande gekommen ist) und können nur versuchen, mit dem Gerichtsvollzieher Zahlungsmodalitäten auszuhandeln.

Wenn die Forderung extrem hoch ist und durch Sie in absehbarer Zeit nicht realistisch getilgt werden kann, müssen Sie äußerstenfalls über ein Insolvenzverfahren nachdenken.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Kinder

ANTWORT VON

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