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Nutzungsrecht Bilder

30.08.2019 10:37 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von


Es handelt sich um 4 Bilder. Davon wurden 3 von mir auf Instagram in einer Story verwendet und nach 24h automatisch gelöscht.

Das 4 Bild wurde auf einer Webseite verwendet und hielt sich dort 5-6 Wochen.

Alle diese Bilder wurden gelöscht, da kein Nutzungsrecht des Fotografen ausgesprochen wurde.

Nun möchte der Fotograf ein Angebot (Geld) von mir um dies außergerichtlich zu klären.

Dem Fotografen wurde bereits mitgeteilt, dass diese Bilder gelöscht wurden. Er beruht sich jedoch auf Screenshoots und einer angemessenen Vergütung.

Weder ist mir bewusst, was sowas kostet noch möchte ich zahlen.

Was wäre eine angemessene Vergütung?

Muss ich überhaupt was zahlen?

30.08.2019 | 12:27

Antwort

von


(1155)
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10709 Berlin
Tel: 03036445774
Web: http://www.rechtsanwalt-weber.eu
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Leider hat der Fotograf in der Tat Anspruch auf Zahlung von Schadensersatz gegen Sie, d.h. Sie müssen durchaus zahlen. Das setzt aber voraus, dass der Fotograf beweisen kann, dass die Fotos von ihm stammen. Sie sollten ihn auffordern, seine Urheberschaft nachzuweisen.

Die Höhe des Schadensersatzes entspricht dem entgangenen Gewinn des Fotografen, des von Ihnen erwirtschafteten Gewinnes ODER der allgemein üblichen Lizenzkosten. Letztere hängen sehr stark von den Fotos, den Umständen und der Art der Verwendung ab, als grobe Orientierung sind aber € 100 bis € 150 pro Bild anzusetzen, wobei im Einzelfall nach oben oder nach unten abzuweichen ist.

Da es sehr auf die konkreten Fotos, deren Inhalte etc. ankommt, empfehle ich, mit dem Fotografen zu verhandeln, nachdem er seine Urheberschaft nachgewiesen hat.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 01.09.2019 | 10:54

Danke für Ihre zügige Antwort. Ich habe währenddessen von dem Fotografen die Rechnung aufgestellt bekommen das:

...Abmahnung als Mittel der außergerichtlichen Durchsetzung
Zur Durchsetzung der Ansprüche weißt der Gesetzgeber in § 97 a UrhG auf das Instrument der Abmahnung hin. Der Erhalt einer solchen Abmahnung ist im Regelfall mit hohen Kosten für den Abgemahnten verbunden, da der Verletze sich neben den oben genannten Lizenzschadensersatz auch den Rechtsverfolgungskosten des Anspruchsstellers ausgesetzt sieht. Hierbei werden in der Rechtsprechung regelmäßig Streitwerte i. H. v. 6000, 00 € und mehr, je nach Verletzungsart und Intensität, für angemessen gehalten. Die anwaltliche Kostennote beträgt bei einem Streitwert von „nur" 6000, 00 € bereits 439, 40 zzgl. Auslagen und eventueller Mehrwertsteuer." ), sollten dort genügend Anhaltspunkte für einen passenden Vergleich zu finden sein.

In diesem Falle 8 x 6.000€ = 48.000€ zzgl. 3.515,20€ Anwaltkosten (nach Berechnung der Quellenabgabe, Einzelfälle können abweichen. Angaben ohne Gewähr)"

Er stellt nun also 48.000,00€ in den Raum ... wobei ich recherchiert habe, dass es auf ganz verschiedene Punkte ankommt:
- Dauer bzw. Zeit der Bildnutzung
- ist dem Fotografen ein finanzieller Schaden entstanden
- wo wurden die Bilder verwendet
Etc.

Also, das Fotoshooting war ohne Bezahlung und die Bilder waren nur 24h online.
Die Userzahl beläuft sich auf 400-500 am Tag ... also 400-500 potentielle Betrachter der Bilder.
Es wurde keine Werbung gemacht, das ein anderer Fotograf die Bilder gemacht hat (Verwechslungsgefahr). Der Fotograf erwirtschaftet unter 17.500,00€ Umsatz im Jahr (Kleinunternehmer) und mir drängt der Verdacht auf, das er lediglich Geld rausschlagen möchte.

Ich habe ihm ein Angebot von 250,00€ vorbehaltliche einer Rechtsprüfung durch meine Kanzlei angeboten.

Ist die Forderung des (Hobby)Fotografen überzogen? Er betont andauernd in seinen Mails, das ich ihm ein Angebot unterbreiten soll. Dabei habe ich darum gebeten, dass er mir eine Rechnung von vergleichbaren Arbeiten senden soll und ich ihn dann dazu sein gewünschtes Angebot erstellen kann. Aber das möchte er auf keinen Fall und bezieht sich auf die 48.000,00€?!

Was kann ich hier tun?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.09.2019 | 13:44

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Berechnung des Fotografen ist unsinnig. Zwar sind Streitwerte iHv € 6000 häufig, allerdings werden diese Streitwerte nur aufgrund entsprechender Nachweise der Lizenzwerte, des Gewinnverlustes etc. festgesetzt. Eine grundsätzliche Regelung, dass ein Streitwert von € 6000 auch ohne entsprechende Nachweise festgesetzt werden, gibt es nicht.

Der Fotograf kann von Ihnen aber die Nutzungsdaten genannt verlangen (also Dauer des öffentlichen Zeigens, Zahl der Betrachter etc., eventuelle Verkäufe), eine Forderung muß er selber erstellen. Wobei es aus verhandlungstaktischen Gründen sinnvoll sein kann, dass Sie ihm ein eigenes Angebot machen. Da sollten Sie aber möglichst niedrig ansetzen.

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt

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