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Nutzungsentschädigung f. Miteigentum


07.04.2006 10:42 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



HALLO,
meine Mutter u. ich haben ein Haus, sie zu 2/3 u. ich zu 1/3, nur ich wohne hier mit Familie.
Nun will sie es verkaufen, hat mir ihren Anteil angeboten, kann ihn nicht ablösen.
Nun will sie Nutzungsentschädigung v. mir haben, kann ich aber nicht zahlen.
Ich habe gesagt, daß ich in den Sommerferien ausziehe u. dann kann das Objekt verkauft werden u.nach den Anteilen ausbezahlt werden.
Das passt ihr nicht, will unbedingt vorher Geld von mir.
Eine Frage nun:

1. Haben wir nicht einen Schutz, wir haben uns nur auf den Kauf eingelassen, weil wir all die Jahre nur unsere Tilgung an die Bank hatten u. vorher auch nie f. Nutzung zahlten.

2. Jetzt ist April, ist es da nicht gesetzrichtig, wenn ich nicht von heut auf morgen mit Schulkind umziehen kann u. bis August hier bleibe. Muss erst was finden.

3. Habe ich ihr gesagt, wenn sie Nutzungsgeld einklagt, stimme ich keinem freiem Verkauf zu sondern nur Teilungsversteigerung, meinen Anteil kann sie nicht ablösen u. sie hat mehr reingesteckt als wir, sodaß sie grössere Verluste macht.

Wenn sie oder ich morgen eine Teilungsversteigerung einreichen, weil ich keine Nutzung zahle musse ich dann bei einer Versteigerung von heut auf morgen raus.

Ich möchte einfach nur bis zu den Sommerferien hier wohnen bleiben, kann aber keine Nutzung zahlen, haben wir hier ne Chance.

Danke Ihre Katja


Sehr geehrte Fragestellerin,

herzlichen Dank für Ihre Fragen, die ich unterBerücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes wie folgt beantworten darf:

Grds. besteht ein Anspruch auf Nutzungsenstschädigung. Jedoch erst, wenn dieser Ihnen gegenüber geltend gemacht wird (Nachweis !).

Bis zu den Sommerferien wird Ihre Mutter keinen vollstreckbaren Räumungstitel erhalten, so dass Sie kenie Handhabe hat, Sie zwangsweise aus dem Haus zu werfen. Im Gegensatz dazu haben Sie ja auch ein Recht auf Nutzung von 1/3 des Hauses. Teilen Sie Iher Mutter mit, dass Sie lediglich 1/3 des Hauses nutzen, die restlichen 2/3 des Hauses kann Ihre Mutter nutzen oder Sie lassen es leer stehen. In diesem Fall entfällt nämlich ein Entschädigungsanspruch.

Solange Sie das ganze Haus, also auch den Miteigentumsanteil der Mutter nutzen, besteht allerdings ein Entschädigungsanspruch. Ein Recht auf Räumung steht Ihrer Mutter aber grds. nicht zu.

Das Recht zu Teilungsversteierung haben Sie jederzeit. Bis es hierzu kommt, werden aber ebenfalls ab Antragsstellung mehrere Monate vergehen.

Ich hoffe, Ihnen eine erste Orientierung gegeben zu haben und stehe gerne auch für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 07.04.2006 | 12:39

Vielen Dank, es lässt sich ein bissle besser atmen.

durch die Raumaufteilung ist 1/3 nicht bewohnbar.

b)ist es ratsam, dass ich ihr dann sage, ich zahle keine nutzungsentschädigung reiche die teilungsversteigerung ein, weil ich dadurch zeit gewinne u. in ruhe dann in den ferien ausziehen kann.

c)was heisst nachweiss, die anwältin schrieb mich mehrmals an ich solle 500 euro pro monat zahlen, oder muss da etwas vom gericht kommen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.04.2006 | 12:57

Sehr geehrte Fragestellerin,

sie können ihr dies durchaus so mitteilen, evtl. noch mit der Begründung, dass dann die Zahlung der Nutzungsentschädigung nach der Teilungsversteigerung möglich ist, wenn sie unbedingt die Nutzungsentschädigung haben möchte.

Nachweis bedeutet, dass die Gegenseite beweisen müßte, dass sie Sie aufgefordert hat, Nutzungsentschädigung zu zahlen. Erst ab da an besteht ein Anspruch. Vom Gericht muß nach dem Aufforderungsschreiben der Rechtsanwältin nichts mehr kommen.

Mit besten Wünschen für ein angenehmes Wochenende


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

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