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Nutzungsentschädigung Haus

05.11.2019 19:38 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


Ich hab mein Haus verkauft an eine junge Familie, der Kaufpreis ist noch nicht gezahlt, die Familie wohnt aber schon seit fast 6 Wochen im Haus. Es zieht sich noch etwas hin mit der Grundbucheintragung. Ich hatte gedacht es geht schneller und hab der Familie das Haus schon übergeben, da ich Mitleid hatte aufgrund der familiären Situation, ging von aus, das das Geld bald gezahlt wird. Nun hätte ich fairerweise gerne, da es ja doch ein langer Zeitraum ist, eine Nutzungsentschädigung angepasst an eine durchschnittliche Kaltmiete. Steht mir das zu oder hab ich jetzt sozusagen Pech gehabt? Schriftlich wurde diesbezüglich beim Notar nichts festgehalten. Was kann ich jetzt tun? Die Familie stellt sich taub und möchte auch scheinbar nicht zahlen.
Danke.

05.11.2019 | 21:21

Antwort

von


(1068)
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Sehr geehrter Ratsuchender,

ohne den Inhalt des Kaufvertrages zu kennen, ist eine abschließende Beantwortung Ihrer Frage nicht möglich.

1.
Wenn der Kaufpreis noch nicht fällig ist, müssen die Käufer ihn auch noch nicht bezahlen.

Mit der Übergabe des Hausgrundstücks gehen regelmäßig Kosten und Lasten auf die Käufer über.

2.
Ist der Kaufpreis fällig und der vertraglich vereinbarte Fälligkeitstag überschritten, besteht Zahlungsverzug (§ 286 Abs. 2 Nr. 1 oder Nr. 2 BGB ) und Sie können Verzugszinsen - wenn vertraglich nichts anderes bestimmt ist - in Höhe von fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz [im Moment 4,12 % pro Jahr] verlangen.

Mangels Vereinbarung können Sie keine Nutzungsentschädigung verlangen.

Einen konkreten Verzugsschaden könnten Sie verlangen, u.a. auch die Erstattung der Kosten eines Rechtsanwalts/ einer Rechtsanwältin (Rechtsverfolgungskosten).

Zahlt die Familie weiterhin nicht, könnten Sie nach erfolgloser Fristsetzung vom Kauf
zurücktreten (§ 323 Abs. 1 BGB ). Im Falle der Rückabwicklung hat die Familie auch die Nutzungen (ortsübliche Miete) zu ersetzen (§ 346 Abs. 1 BGB ).

Können Sie nach dem Rücktritt nur zu einem schlechteren Preis veräußern, könnten Sie sogar den Minderpreis als Schadensersatz geltend machen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 05.11.2019 | 21:44

Hallo, danke für die Antwort.
Der Kaufpreis war noch nicht fällig, ich hab die Familie aber bereits wegen deren schlechter Wohnsituation und einer Frühgeburt ins Haus einziehen lassen. Sie wohnen bereits 6 Wochen im Haus und zahlen keinen Euro.
Aber wie gesagt, ich hab nichts schriftlich vereinbart, weil ich dachte, es ginge schnell mit der Überschrebung und der Zahlungsaufforderung und ich hätte wegen 1-2 Wochen auch keine Nutzungsentschädigung gewollt, aber jetzt sind es schon 6 Wochen, wo sie in meinem Haus umsonst sozusagen wohnen.
Der Notar sagt, ich hätte den Schlüssel noch nicht übergeben sollen, meine eigene Dummheit und Gutmütigkeit sozusagen.
Ich hab also gar kein Anrecht auf eine Zahlung?
VG und Danke

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.11.2019 | 21:50

Sehr geehrte Ratsuchende,

ja, leider.
Ihre falsche Vorstellung über den zeitlichen Ablauf führt nicht zu einem Anspruch Ihrerseits.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

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