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Nutzungsausfall,Gebäude


| 06.11.2015 15:08 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Mein Wohngebäude hat gebrannt, und ist unbewohnbar.
Laut den Versicherungsunterlagen stehen mir 12 Monate Nutzungsausfall zu.
Zum ersten Gutachten ( von der Versicherung beauftragter Gutachter ) habe ich ein zweites Gutachten anfertigen lassen, was ca. 70000 Euro höher ist.
Die Versicherung beruft sich auf das erste Gutachten.
Meiner Meinung nach, und nehmen wir das auch mal so an, ist das erste Gutachten nicht in Ordnung, sondern sogar grob fahrlässig ( keine Statik gemcht worden, und es fehlen auch wichtige beschädigungen im Gutachten.
Wenn ich klage einreichen muß,wird es aber ca.24 Monate dauern bis das neue Objekt wieder einziehen kann.
Jetzt meine Frage,wenn ich vor gericht gewinne und es die schuld der Versicherung ist das es sich so lange hinauszögert,weil die Versicherung sich auch nicht einigen möchte.
Stehen mir dann mehr als 12 Monate Nutzungsausfall zu.
Danke schon mal für ihre Antwort.
06.11.2015 | 15:41

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Sie gerichtlich gegen die Versicherung vorgehen und die Zahlung sich deswegen verzögert, haben Sie grundsätzlich Anspruch auf Nutzungsausfall, wenn das Gebäude deswegen ganz oder teilweise nicht genutzt werden konnte, weil die Mittel für die Renovierung nicht vorhanden gewesen sind.

In diesem Prozess wird es dann auch auf ein gerichtliches Sachverständigengutachten ankommen.

Sie müssten allerdings nachweisen, dass Sie auch andere Alternativen zur Finanzierung und Schadensminderung probiert haben, wie beispielsweise anderes Eigenkapital zunächst zu verauslagen oder aber die Aufnahme eines Kredites, wobei die Zinsen dann als Schaden geltend gemacht werden können.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 07.11.2015 | 08:46

Das mir Nutzungsausfall zusteht ist mir bekannt,aber auch über die im Vertrag festgelegten 12 Monate?
Und wenn wir Gerichtlich gegen die Versicherung vorgehen,kann ich das Gebäude dann überhaupt schon abreissen?
Es sind ja zwei Gutachten, wird das Gericht dann an hand der Gutachten und Beweisfotos enscheiden.
Wenn das Gericht einen Dritten Gutachter beauftragt währe das Objekt ja nicht mehr zu begutachten.
Danke für ihre Antwort

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.11.2015 | 09:54

Sehr geehrter Fragesteller,

meine Antwort bezog sich bereits auf den Nutzungsausfall nach den ersten vertraglich festgelegten 12 Monaten.
Hier müssten Sie dann konkret den Nutzungswillen beweisen und auch nachweisen, dass Sie andere Mittel versucht hatten aufzubringen, um eine weitergehende Nutzung zu bewerkstelligen.

Etwas anders könnte es allerdings aussehen, wenn Sie das Objekt während der Prozessdauer abreißen ließen und wollten. In diesem Fall wäre der erforderliche Nutzungswille des Objektes nicht mehr gegeben.
Allerdings könnte sich dann aus dem Naubauprojekt ebenfalls ein Nutzungsausfall ergeben, wenn Sie wegen der ausbleibenden Versicherungsleistung keine finanzielle Mittel hatten, den Neubau früher fertig zu stellen und sich daraus dann auch ein Nutzungsausfall ergibt.

In beiden Fällen hätten Sie daher Anspruch auf Nutzungsausfall auch über die 12 Monate hinaus, sofern Sie keine anderweitigen finanziellen Mittel aufbringen konnten,um einen Neubau oder eine Renovierung durchzuführen.

Zu Ihren weiteren Fragen:

Und wenn wir Gerichtlich gegen die Versicherung vorgehen,kann ich das Gebäude dann überhaupt schon abreissen?

Grundsätzlich ist es auch erlaubt, das Gebäude schon während des Prozesses abreißen zu lassen, zumal es auch zwei Gutachten schon über das Gebäude gibt, Sie sollten sicherheitshalber das Parteigutachten der Versicherung dem eigenen Gutachter zuleiten, der eine Stellungnahme erarbeiten möge und ggf. noch einmal das Gebäude dahingehend untersuchen müsste. Wenn dies dann erledigt ist,steht einem Abriss auch nichts entgegen, da ein gerichtlicher Gutachter auch anhand der beiden Gutachten und Fotos entscheiden kann.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen,empfiehlt sich über ein selbstständiges Beweisverfahren (§ 485 ZPO) nachzudenken,welches das gerichtliche Beweisverfahren vorzieht.
Die Notwendigkeit kann anhand der Schadensminderungspflicht eines schnellen Abrisses und Neubaus begründet werden und auch, dass hier wohl die streitentscheidenden Punkte vorab geklärt werden können, wenn es scheinbar nur um die Höhe des Schadens geht. Eine Erhaltung der abrissreifen Immobilie wäre zudem Ihnen auch finanziell nicht zumutbar, wenn der Prozess unter Umständen Jahre gehen sollte.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Es sind ja zwei Gutachten, wird das Gericht dann an hand der Gutachten und Beweisfotos enscheiden.
Wenn das Gericht einen Dritten Gutachter beauftragt währe das Objekt ja nicht mehr zu begutachten.

Ergänzung vom Anwalt 07.11.2015 | 09:55

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet werden.


Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 12.11.2015 | 01:34


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