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Nutzungsausfall - wann ist der Stichtag?


| 16.10.2006 13:37 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht



Ich hatte in diesem Jahr einen unverschuldeten Verkehrsunfall, infolge der Reparatur fiel mein Fahrzeug vier Tage aus. Nun will mir die gegnerische Versicherung nur einen geringeren Nutzungsausfall pro Tag bezahlen (statt 79,- Euro nur 59,- Euro) mit dem Argument, mein Fahrzeug sei in die Kategorie "5-10 Jahre" einzuordnen. Nun die knifflige Frage: Zum Zeitpunkt des Unfalls war mein Fahrzeug exakt 4 Jahre und 11 Monate alt. Diese Zeitspanne berechne ich durch Zeitpunkt der Erstzulassung laut Fahrzeugschein bis zum Zeitpunkt des Unfalls. Zum Zeitpunkt des Nutzungsausfalls war es, dank der sehr zähen Bearbeitung meines Falls seitens der gegnerischen Partei, dann schon knapp über 5 Jahre alt (logisch). Welcher Zeitpunkt zählt denn nun? Gibt es einen echten "Stichtag"? Oder zählt vielleicht nur der Monat (in diesem Fall war beides Juni, es geht hier wirklich um ca. zwei Wochen Unterschied, mein Fahrzeug war dann zwei Wochen nach dem Unfall exakt fünf Jahre alt, berechnet nach o.g. Vorgehensweise).

Vielen Dank schon jetzt für eine Antwort.

Man kann an dieser Stelle nur jedem raten, solche Fälle über einen Anwalt zu regeln, ich werde das nicht mehr ohne machen. Die gegnerische Versicherung war schlecht erreichbar, langsam und unfreundlich.

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und möchte diese anhand des von Ihnen dargestellten Sachverhaltes wie folgt beantworten:

Grundsätzlich gibt es kein „Gesetz“ dahingehend, dass für Fahrzeuge ab einem Alter von 5 Jahren ein Abzug vorgenommen werden muss. In der Praxis wird dies dennoch häufig dergestalt getan, dass eine Herabstufung um eine Klasse bei der Nutzungsausfallberechnung vorgenommen wird. dies berechnet sich dann nach den üblichen Tabellen, z.B. von Sanden/Danner.

Der Abzug beruht darauf, dass in den angesprochenen Tabellen der Nutzungsausfall für Neufahrzeuge angegeben ist. Insofern hat das Gericht den Spielraum, im Rahmen der freien Beweiswürdigung ggf. eine niedrigere Nutzungsausfallentschädigung zu ermitteln. Es kommt also nicht darauf an, ob das Fahrzeug nun genau 5 Jahre alt war oder etwas älter.

Ich rate Ihnen daher, zunächst gegenüber der Versicherung die Tatsache, dass das Fahrzeug zur Zeit des Unfalls noch nicht fünf Jahre alt war, zu betonen. Positiv wäre es auch, wenn im Schadensgutachten stünde, dass das Fahrzeug „überdurchschnittlich gepflegt“ oder in „sehr gutem Erhaltungszustand“ war. Jedenfalls ist bei Ihnen der konkrete Fall zu beachten. Sollte sich die Versicherung sperren, rate ich Ihnen, sich weiter anwaltlich beraten zu lassen.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin Nicole Maldonado

Nachfrage vom Fragesteller 17.10.2006 | 09:50

Sehr geehrte Frau Maldonado, zunächst vielen Dank für die schnelle Antwort. Das Fahrzeug ist hochwertig und in einem sehr guten Zustand, bei recht geringem Kilometerstand (58T) für das Alter. Es gibt leider kein Gutachten, das war ein eher "banaler" Auffahrunfall an einer Ampel. Die gegnerische Versicherung hat mir schon einen Verrechnungsscheck über den zu niedrigen Betrag geschickt, völlig ohne Rücksprache übrigens. Man versucht hier eindeutig, mich möglichst billig abzufertigen. Hat es zum jetzigen Zeitpunkt noch Sinn, den Anwalt einzuschalten und werden die Kosten für den Anwalt auch jetzt noch von der gegnerischen Versicherung übernommen? Ich habe übrigens bis heute noch nicht einmal so etwas wie einen "Erfassungsbogen" ausgefüllt oder ähnliches, sondern renne allen Informationen aktiv hinterher. Danke sehr und herzliche Grüße.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.10.2006 | 10:06

Sie können durchaus jetzt noch einen Rechtsanwalt einschalten. Da Sie den Unfall nach Ihrer Darstellung nicht verschuldet haben, muss die gegnerische Haftpflicht auch die Kosten hinsichtlich der Beauftragung des Rechtsanwalts wegen der noch streitigen Forderung übernehmen.

So wie Sie die Sache schildern, haben Sie durchaus gute Chancen und müssen die zu niedrige Zahlung der Versicherung nicht akzeptieren. Auch wenn bisher kein Gutachten vorhanden war, gab es bei Ihrem Fahrzeug keinen Grund für die Herunterstufung.

Sofern Sie eine weitere Bearbeitung der Sache durch mich wünschen, können Sie mich gerne per E-Mail oder auch telefonisch kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwältin Nicole Maldonado
maldonado@sonnenschein-rae.de
02224/ 989 28 03

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