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Nutzung von an Bauland angrenzendem Ackerland in NRW

31.12.2016 17:27 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


Guten Tag,

uns würde interessieren, wie an Bauland angrenzendes Ackerland in NRW genutzt werden kann.

Folgender Sachverhalt:
Uns gehört ein Stück Ackerland und ein sehr kleines Stück des Ackerlandes wird zu Bauland. Da uns aber auch das umgebene Ackerland gehört und wir gerne ein großes Grundstück hätten, würden wir unseren Garten gerne mit Ackerland erweitern.

Dürfen wir diesen erweiterten Bereich einfach einzäunen und damit unserem Bauland angliedern? Müssen wir den eingezäunten Bereich als eigenes Grundstück vermessen und eintragen lassen oder kann das weiter zum großen Stück Ackerland gehören? Welche rechtlichen Bedingungen müssen wir bei der Nutzung des Ackerlandes als Gartenfläche beachten? Und welchen Abstand müssten wir von der Bebauung auf dem Bauland zum Ackerland lassen?

Vielen Dank

Einsatz editiert am 01.01.2017 12:49:38
01.01.2017 | 13:42

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragesteller,

Ihr Vorhaben kann wahrscheinlich aus rechtlicher Sicht nicht realisiert werden. Wenn ich Ihre Angaben richtig verstehe, liegt das Ackerland außerhalb des Baulandes im Außenbereich im Sinne des § 35 BauGB. Dort ist eine Wohnnutzung im Grundsatz nicht zulässig. Auch eine Nutzung als Garten ist Wohnnutzung in diesem Sinne, wenn die Nutzung zur angrenzenden Wohnnutzung gehört.

Eine Zulässigkeit könnte sich allenfalls nach § 35 Abs. 2 BauGB ergeben, wenn die öffentlichen Belange des Absatz 3 nicht beeinträchtigt würden. Das lässt sich anschließend nur bei Kenntnis der Örtlichkeit beurteilen. Sehr wahrscheinlich ist aber, dass zumindest die Gesichtspunkte des Natur- und Landschaftsschutzes sowie der Gefahr der Entstehung einer Splittersiedlung entgegen stehen. Denn wenn das Bauland zum Außenbereich hin abgegrenzt ist, soll das Bauland aus bauplanungsrechtlicher Sicht nicht in den Außenbereich "ausgraben".

Unabhängig davon wäre eine Einzäunung wahrscheinlich Naturschützer ehrlich unzulässig.

Eine günstigere Auskunft kann ich Ihnen leider nicht erteilen.

Mit besten Grüßen


Rechtsanwalt Martin Schröder

Nachfrage vom Fragesteller 14.01.2017 | 20:30

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Schröder,

vielen Dank für Ihre Ausführungen. Ich habe verstanden, dass eine Einzäunung von Ackerland, das sich außerhalb des Baulandes im Außenbereich befindet, Ihrer Meinung nach nicht realisierbar ist. Unklar ist mir jedoch noch, ob sich diese Variante über die Deklaration von zumindest einem kleinen angrenzenden Teil des Ackerlandes als sogenanntes Gartenland realisieren lässt.

Wenn Sie zu diesem Aspekt der Frage noch kurz Stellung nehmen könnten, wäre ich Ihnen sehr verbunden.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.01.2017 | 22:30

Dieser Begriff stellt letztlich nur eine Verbrämung der Tatsache dar, dass ein Stück Außenbereichsfläche als Wohngarten genutzt wird, nur eben unter dem Anschein einer quasi landwirtschaftlichen Nutzung, die aber aus rechtlicher Sicht Hobbygärtnerei ist. Zu einer legalen Nutzung führt das nicht, möglicher Weise aber zu einer Duldung der zuständigen Behörden aus Nachsicht oder Unkenntnis der Nutzung, solange diese keine Außenbereichnutzung stört. Sie müssen dann allerdings eine jederzeit mögliche Unterbindung der Gartennutzung in Kauf nehmen.

Mit besten Grüßen

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