Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Nutzung eines Privatweges

12.03.2015 23:51 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Sehr geehrte Damen und Herren,

für unseren Hausbau müsste ein Baugerät einige wenige Male über einen privaten ca.50m langen Feldweg des Nachbarn fahren, um auf das Grundstück zu gelangen. Von der eigentlichen Zufahrtsstraße ist das nicht möglich (Abrutschgefahr des Hangs wenn er von der Straße aus ausgebaggert wird). Eine dauerhafte Nutzung des Weges unsererseits nach Beendigung des Bauvorhabens ist nicht geplant. Nun möchte der Eigentümer dies Verhindern bzw. nur gegen Zahlung eines Betrages pro einfacher Überfahrt, der sich bei weniger als 10 Überfahrten zu einem Betrag aufsummieren würde, der den Wert des Weges locker erreicht oder sogar übersteigt. Den verlangten Betrag rechtfertigt er damit dass der Bauunternehmer einen enormen Gewinn mit der Nutzung seines Privatweges erwirtschaftet und ihm aus seiner Sicht ein Anteil des Gewinns zusteht. Sollte der Bauunternehmer diesen Betrag nicht bar und ohne Quittung vor Nutzung zahlen, verhindert er die Überfahrt durch Blockade des Weges und/oder polizeilich.
Leider lässt sich mit dem Eigentümer nicht verhandeln, obwohl wir bereit wären eine angemessene Entschädigung für die Nutzung zu zahlen.

Welche Möglichkeiten haben wir in diesem Fall eine Überfahrtserlaubnis zu erwirken, wie lange dauern die einzelnen Möglichkeiten und ist diese Vorgehensweise des Nachbarn generell überhaupt zulässig? Was wäre eine angemessene Entschädigung?


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen im Rahmen der von Ihnen gebuchten Erstberatung wie folgt beantworten:

Da sich der Feldweg im Privateigentum einer anderen Person befindet, haben Sie leider keinerlei Möglichkeit, eine Nutzung für Ihre Zwecke zu erstreiten.

Die Eigentumsposition im Hinblick auf ein Grundstück ist sehr umfassend. Sie bedeutet vor allem auch, dass man andere Personen von jedweder Nutzung des eigenen Grund und Bodens, ja sogar vom Betreten (auch eines eigenen Weges), vollständig ausschließen kann.

Eine wie auch immer geartete Überfahrtserlaubnis im Rechtssinne, die Sie gerichtlich erwirken könnten, gibt es leider nicht.

Eine Benutzung des fremden Weges kann daher nur mit Erlaubnis bzw. Zustimmung des Grundstückseigentümers erfolgen.

Es ist also eine Vereinbarung mit dem Eigentümer des Weges zu treffen. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht.

Verlangt der Eigentümer dafür einen Geldbetrag, müsste die Summe gezahlt werden oder man verzichtet auf die Benutzung des Weges.

Grundsätzlich kann der Eigentümer auch einen unverschämten Preis fordern; er ist auch nicht verpflichtet, Ihnen eine Berechnungsgrundlage hierfür zu benennen. Der Preis für die Benutzung des Weges kann daher von dem Grundstückseigentümer einseitig bestimmt werden. Möglicherweise können Sie mit entsprechenden Argumenten den Preis herunterverhandeln.

Ich empfehle Ihnen, einmal durchzukalkulieren, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen, wenn die von Ihnen geplante Baumaßnahme über die eigentliche Zufahrtstraße vonstatten gehen müsste und dann zu überlegen, ob der von dem Eigentümer des Feldweges verlangte Preis für die temporäre Benutzung des Feldweges nicht doch eventuell wesentlich geringer ist.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen kein positiveres Ergebnis präsentieren kann, hoffe jedoch, Ihre Fragen verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Bei Unklarheiten in der Beantwortung können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Dies gilt jedoch nicht für neue oder nun neu aufgetretene Fragen.



Mit freundlichen Grüßen

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 71458 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ja war alles sehr gut, danke ! ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Die Antwort auf meine Frage war kompetent und schnell. Mein Gegner ist weiterhin bockig und will die Rechtslage nicht wahrhaben. Da wäre noch ein Verweis auf einen Gesetzestext oder Paragrafen hilfreich gewesen. Bin aber trotzdem ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Der Anwalt war hilfsbereit, hat schnell und detailliert geantwortet und war sehr freundlich. ...
FRAGESTELLER