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Nutzung des Speichers als Wohnraum

19.10.2009 09:28 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Tag,

in den 60er Jahren bauten mein Vater und dessen Schwager gemeinsam ein Haus als Gemeinschaftseigentum mit zwei 3- Zimmer- Wohnungen. Mein Vater wohnte unten, mein Onkel in der oberen Wohnung. Der Speicher umfasst vier Räume, die beiden teilten sich die Zimmer 2-2 auf. Vor ein paar Jahren baute mein Vater seine Räume aus, mit großen Dachfenstern und Dämmung. Daraufhin zog ich vorübergehend in die Räume, mein Onkel erzählte mir damals, er würde mich dort oben nicht hören.
Als mein Vater aus der unteren Wohnung auszog und auch ich mir eine Mietwohnung suchte, wohnte mein Onkel nun Jahre allein in dem Haus, woran er sich schnell gewöhnte. Nun ziehe ich aber mit meiner Familie wieder in unsere Wohnung ein, um Miete zu sparen. Es soll nun auch eine Eigentumstrennung stattfinden. Plötzlich behaupetet mein Onkel, es wäre damals so furchtbar laut gewesen, als ich dort oben wohnte und besteht nun darauf, dass im Plan für die Eigentumstrennung statt "Hobbyraum" das Wort "Speicherraum" steht. Er möchte nicht mehr, dass die Räume als Wohnräume benutzt werden. Da wir zwei kleine Kinder haben und wir mit der 3- Zimmer- Wohnung sonst beengt sind, möchten wir gern die von uns ausgebauten Räume lediglich als Schlafräume nutzen. Nun meine Frage:
Darf mein Onkel uns die Nutzung als Schlafräume verbieten? Nach der Eigentumstrennung sind es rechtlich gesehen unsere Räume, nur leider als Speicherräume gekennzeichnet.

19.10.2009 | 09:54

Antwort

von


(199)
Ulzburger Str. 362
22846 Norderstedt
Tel: 040 / 547 89 42
Web: http://www.bischoff-maertens.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf Grundlage der mir vorliegenden Informationen und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Nach der Eigentumstrennung werden die ausgebauten Speicherräume Ihr Sondereigentum werden. Bezüglich des Sondereigentums kann Ihnen der Miteigentümer grundsätzlich keine Vorgaben machen. Sie sind in der Art der Nutzung frei, da es sich um Ihr alleiniges Eigentum handelt.

Ihrem Onkel stehen dann “nur” noch die nachbarrechtlichen Ansprüche zu. So muß er - wie jeder andere Nachbar auch - übermäßigen Lärm nicht dulden. Dies gilt unabhängig davon, wie die Räume im Teilungsplan bezeichnet sind.

Falls es jedoch zu einem nachbarrechtlichen Rechtsstreit kommt, weil sich Ihr Onkel durch Lärm oder ähnliches belästigt fühlt, kann die Bezeichnung im Teilungsplan relevant werden. So wird seine Duldungspflicht höher sein, wenn die Räume als Wohnräume bezeichnet sind, weil er dann mit Wohngeräuschen, die von diesen Räumen herrühren, rechnen muß. Wenn dagegen die Räume als Speicherraum bezeichnet sind, kann er eher von einer geräuschlosen - jedenfalls aber eine geräuscharmen - Nutzung ausgehen. Ein Gericht könnte daher zu dem Ergebnis kommen, daß Ihnen im Ergebnis die Nutzung untersagt bzw. eingeschränkt wird, wenn Sie zu starke Geräusche verursachen. Bei einer Nutzung als Schlafraum erscheint mir dieses jedoch eher als unwahrscheinlich.

Im Ergebnis kann ich daher nicht erkennen, daß er Ihnen die Nutzung als Schlafraum verweigern darf. Im Rahmen eines Rechtsstreits über Lärm kann jedoch die Bezeichnung als Auslegungshilfe bzgl. des Umfangs der Duldungspflicht eine Rolle spielen.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Sonja Richter
- Rechtsanwältin -


ANTWORT VON

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