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Nur für FACHanwalt für Familienrecht, Zugewinnausgleich

| 27.03.2019 08:11 |
Preis: 25,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Bitte nur annehmen, wenn Sie FACHanwalt für Familienrecht sind und nur DIE Fragen konkret beantworten

Mein Ex-Ehemann hat einen Zugewinnausgleich (ca. 50.000 €) beim Gericht beantragt. Dabei hat er den Wert unserer Eigentumswohnung, je ½ Miteigentumsanteil auf insgesamt 400.000 € anstatt tatsächlichen 800.000 eingesetzt. Mein Anwalt sagt, das ist egal, weil der Zugewinnausgleichsanspruch auch bei 800.000 € gleich bleibt. Die Berechnung sieht vereinfacht so aus:
Ex-Ehemann:
Endvermögen
Aktiva ½ Miteigentumsanteil Wohnung 200.000
Passiva (Darlehen für Kauf der o.g. Wohnung) 100.000
Saldo 100.000 €
Anfangsvermögen Saldo 200.000 €
Zugewinn 0 €

***
Ex- Ehefrau (ich):
Endvermögen
Aktiva ½ Miteigentumsanteil Wohnung 200.000
Passiva (Darlehen für Kauf der o.g. Wohnung) 100.000
Saldo 100.000 €
Anfangsvermögen Saldo 0 €
Zugewinn 100.000 €
****
Zugewinnausgleichsanspruch des Ex-Ehemannes: 50.000 €

Fragen:
1. Warum hat mein Ex den Wert zu niedrig eingesetzt?
2. Welche Folge hat es, wenn ich keinen Einwand bzgl. Wertes der Wohnung erhebe?
3. Welche Folge hat es, wenn ich doch einen Einwand bzgl. Wertes der Wohnung erhebe?
4. Hat mein Anwalt Recht, dass bei der Erhöhung des Wertes der Wohnung der Ausgleichsanspruch gleich bleibt?

Danke

Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


1. Warum hat mein Ex den Wert zu niedrig eingesetzt?

Hier kann man nur spekulieren. Vielleicht wollte er eine Diskussion darüber, dass er den Wert zu hoch ansetzt, verhindern und sich eine Beweisaufnahme ersparen. Vielleicht hält er den Wert für angemessen.


2. Welche Folge hat es, wenn ich keinen Einwand bzgl. Wertes der Wohnung erhebe?

Dann unterstellt der Richter für die Zugewinnberechnung den Wert als unstreitig und legt ihn zugrunde.


3. Welche Folge hat es, wenn ich doch einen Einwand bzgl. Wertes der Wohnung erhebe?

Wenn es darauf ankommt, wird der Richter Beweis über den Wert der Wohnung erheben.


4. Hat mein Anwalt Recht, dass bei der Erhöhung des Wertes der Wohnung der Ausgleichsanspruch gleich bleibt?

Nein. Wenn die Wohnung mit 400.000 € pro Hälfte angesetzt wird, haben beide ein Endvermögen von 300.000 €. Nach Abzug des unterschiedlichen Anfangsvermögens hat der Ehemann einen Zugewinn von 100.000 €, die Ehefrau von 300.000 €. Damit liegt die Differenz bei 200.000 €, der Ausgleichsanspruch bei 100.000 €.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

Nachfrage vom Fragesteller 27.03.2019 | 09:38

Sehr geehrte Frau Holzapfel,
danke für Ihre Antwort. Die Antworten auf die Fragen 1-3 sind für mich nicht brauchbar. Dass das Gericht, den von meinem Ex eingegebenen Wert zu grunde legt, wenn ich nichts sage, ist klar, deswegen überlege ich, ob ich das sagen soll oder nicht. Es geht mir NUR darum, ob es für mich Sinn macht im Hinblick auf die Höhe der Zahlung, zu der ich verurteilt werde, dem Gericht den tatsächlichen Wert mitzuteilen. Mein Anwalt sagt, NEIN. Folgende Nachfragen habe ich:
Frage 4: Verstehe ich Sie richtig, dass wenn tatsächlicher Wert 800.000 der Berechnung zugrunde gelegt wird, wird der Ausgleichsanspruch gegen meine Person nicht 50.000, sondern 100.000 €? D.h. es macht keinen Sinn, dem Gericht den tatsächlichen Wert mitzuteilen?
Frage 1: Kann der Grund für das Einsetzen des niedrigeren Wertes die Absicht meines Ex sein, den Streitwert beim Gericht niedriger zu halten? Er hat doch auch einen Anwalt und der Preisunterschied ist 2 Fach, also liegt auf der Hand. Wir sind zerstritten, also Kulanz schließe ich aus. Was ist der Grund, auf 50.000 € zu verzichten/, frage ich Sie als Fachanwältin.
Frage 2: Sollte Ihre Antwort nicht heißen "Wenn Sie keinen Einwand erheben, dass der Wert zu niedrig eingesetzt wurde, dann werden Sie weniger zahlen müssen als wenn Sie den Einwand erheben und der Ausgleichanspruch höher berechnet wird (bei der Zugrundelegung des tatsächlichen Wertes)?".
Frage 3: Sollte Ihre Antwort nicht heißen "Wenn Sie einen Einwand erheben, dass der Wert zu niedrig eingesetzt wurde und dann festgestellt wird, dass der Wert 800.000 € beträgt,dann werden Sie mehr zahlen müssen als jetzt vom Ex.mann gewollt bei der Zugrundelegung des niedrigeres Wertes?".
Freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.03.2019 | 09:48

Sehr geehrte Fragestellerin,


gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Frage 4: Verstehe ich Sie richtig, dass wenn tatsächlicher Wert 800.000 der Berechnung zugrunde gelegt wird, wird der Ausgleichsanspruch gegen meine Person nicht 50.000, sondern 100.000 €? D.h. es macht keinen Sinn, dem Gericht den tatsächlichen Wert mitzuteilen?

Ja, wenn Ihr Mann einen entsprechend höheren Zahlungsantrag stellt.

Frage 1: Kann der Grund für das Einsetzen des niedrigeren Wertes die Absicht meines Ex sein, den Streitwert beim Gericht niedriger zu halten? Er hat doch auch einen Anwalt und der Preisunterschied ist 2 Fach, also liegt auf der Hand. Wir sind zerstritten, also Kulanz schließe ich aus. Was ist der Grund, auf 50.000 € zu verzichten/, frage ich Sie als Fachanwältin.

Es tut mir Leid, ich kann nicht hellsehen. Ja, eine geringere Forderung führt zu einem geringeren Verfahrenswert und zu einem geringeren Kostenrisiko. Ob das der Grund ist, kann ich beim besten Willen nicht beantworten.


Frage 2: Sollte Ihre Antwort nicht heißen "Wenn Sie keinen Einwand erheben, dass der Wert zu niedrig eingesetzt wurde, dann werden Sie weniger zahlen müssen als wenn Sie den Einwand erheben und der Ausgleichanspruch höher berechnet wird (bei der Zugrundelegung des tatsächlichen Wertes)?".

Das ist die Konsequenz meiner Antwort, ja. Setzt aber voraus, dass der Gegner einen entsprechend höheren Antrag stellt.


Frage 3: Sollte Ihre Antwort nicht heißen "Wenn Sie einen Einwand erheben, dass der Wert zu niedrig eingesetzt wurde und dann festgestellt wird, dass der Wert 800.000 € beträgt,dann werden Sie mehr zahlen müssen als jetzt vom Ex.mann gewollt bei der Zugrundelegung des niedrigeres Wertes?".

Darauf läuft es nur dann hinaus, wenn er seinen Antrag entsprechend ändert. Ansonsten spricht der Richter nicht mehr zu, als beantragt worden ist.


Mit freundlichen Grüße aus Wunstorf

Anja Holzapfel

Bewertung des Fragestellers 27.03.2019 | 10:10

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 27.03.2019 5/5,0
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