Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Nur bis 14.06.: Dachdecker droht mit Prozess!


13.06.2005 16:19 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht



Sehr geehrte Damen und Herren.

Die folgende Anfrage gilt NUR bis Dienstag, den 14. Juni 2005. Aufgrund des eventuell anstehenden Gerichtsprozess wäre es vorteilhaft, wenn ein Anwalt aus Hamburg den Fall beantwortet, damit eine Vertretung möglich ist. Folgender Sachverhalt liegt vor:

1. Ich habe einen Dachdecker Ende letzten Jahres für 487 Euro beauftragt, eine Gaube fachgerecht abzudichten, so dass kein Wasser mehr eintreten kann. Ich bekam von ihm dafür eine mündliche Zusicherung. Die 2 Veluxfenster konnte er offensichtlich abdichten. Bezüglich der Gaube war er allerdings 5-6 Mal für je 15-60 Minuten da, hat aber nichts erreicht, d.h. es regnete an den betreffenden Stellen immer noch rein.

2. Daraufhin hat er gedacht, dass es an der Bitumenbahn über dem Flachdach liegt, und diese neu aufgeklebt. Ohne Vorwarnung, dass dies zusätzliche Kosten mit sich bringt, habe ich darauf eine zweite Rechnung über 266 Euro erhalten. Die Gaube war aber immer noch undicht.

3. Anschließend hat er mir einen VOB/B-Bauauftrag geschickt. Ich habe den Bauaufttrag, nachdem ich den Text umgeändert hatte, unterschrieben. Unter Leistung habe ich zugefügt: "Reparatur des Daches, so dass kein Wasser mehr eindrigt". Dies war meine einzige Unterschrift, die ich geleistet habe.

4. Viele Termine, in denen ich mit den Dachdecker über die weitere Vorgehensweise sprechen wollte, wurden ohne Absage nicht eingehalten. Daraufhin habe ich unzählige Male angerufen und Nachrichten auf der Mailbox hinterlassen, die aber auch nicht beantwortet wurden. Nachdem ich von ihm eine Mahnung bekommen hatte, habe ich ich ihn einmal telefonisch erreichen können und ihn diese Situation geschildert und vereinbart, dass ich ihm 250 Euro zahle und damit diese Angelegenheit friedlich beendet wird.

5. Danach erfuhr ich aber von einem anderen Dachdecker bei einem erneuten Kostenvoranschlag, dass sein Vorgänger bei der Gaube das Leck an der falschen Stelle gesucht hat und die Schweißbahn an vielen Stellen nicht richtig geschweißt ist.

6. Auch meine erneuten Nachrichten in der Mailbox, er möge doch bitte die Fehler korrigieren, so dass ich ihm dann die ursprünglich vereinbarten 487 Euro zahle, wurden nicht beantwortet. Vor kurzem habe ich dann ein Schreiben von seinem Anwalt erhalten mit der Aufforderung 487+266+100 Anwaltskosten bis zum 15.06.2005 zu zahlen, andernfalls werde er einen Gerichtsprozess gegen mich anstreben!!


Mögliche Problembereiche im Prozess:
- Leider wird in dem Kostenvoranschlag (siehe unten) nicht explizit gesagt, dass die Arbeiten dafür dienen, das Leck abzudichten.
- Und als einzige Zeugen habe ich naturgemäß natürlich nur mich und meine Frau. Bei dem zweiten Dachdecker bin ich mir nicht sicher, ob er zu einer Aussage bereit sein wird. Ich habe aber von ihm einen Kostenvoranschlag in Höhe von 2000 Euro für die ganze Gaube bekommen. Leider ist er hier nicht auf dem vorigen Dachdecker eingegangen.
- "Positiv" ist nur der Umstand, dass es bei jeden Regen immer noch reintropft.

Fragen:
A) Welche Chancen hätte ich in so einem Gerichtsprozess? Denn eingentlich hat er ja fast nichts geleistet.
B) Wäre der Prozess 100% wasserdicht für mich?
C) Wenn der Prozess nicht 99% sicher ist, wäre es vorteilhafter, wenn ich um weitere Gereichtskosten zu sparen, ihn bitte doch die ursprünglich vereinbarten 250 Euro anzunehmen? Leider habe ich auch keine Rechtsschutzversicherung.

Mit freundlichen Grüßen,
Malik

Wortlaut der beiden Rechnungen
a) 487 Euro
- Gaubenandichtung neu abgedichtet und einige Dachschindeln fachgerecht durch neue ersetzt.
- 2 Veluxfenster wieder neu an die Dachfläche angedichtet.
b) 266 Euro
- Flachdach gesäubert und mit einem Voranstich versehen.
- Schweißbahn PYE S5 grün beschiefert fachgerecht auf die Dachfläche aufgeklebt.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte(r) Fragesteller(-in),

da offensichtlich keine Kollege aus Hamburg antworten kann resp. will und die Sache Ihnen sehr dringlich erscheint, erlaube ich mir, Ihre Fragen zu beantworten.

Ihre Anfrage möchte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Zunächst einmal scheinen mir die Dinge nicht so akut zu sein, wie ich Ihrer Sachverhaltsdarstellung entnehme. Denn das Anwaltsschreiben enthält eine übliche Fristsetzung. Wie schnell der Kollegen seinem Mandanten dann rät, vor das Amtsgerichts zu ziehen oder erst einmal einen Mahnbescheid zu beantragen, hängt sicherlich auch davon ab, wie sicher sich die Gegenseite Ihrer Forderung ist.

In der Sache selbst muß ich Ihnen aus ganz praktisch-ökonomischen Gründen aber anraten, auf die Gegenseite zuzugehen. Denn die von Ihnen beschriebenen, streitigen Mängel werden sich im Rahmen eines Zivilrechtsstreites wohl nur durch ein Sachverständigengutachten verbindlich klären lassen. Ein solches Gutachtes übersteigt die streitige Forderung offensichtlich, so daß selbst im Falle eines gerichtlichen Vergleichs letztendlich Sie ein Minusgeschäft machen würden.

100%-tig wasserdicht, wie Sie schrieben, ist die Leistungsverweigerung Ihrerseits sicherlich nicht. Ich kann die rechtliche Situation im Rahmen dieses Forums nicht letztverbindlich beurteilen, allerdings werden Sie –was Sie ja auch andeuteten- einige Beweisprobleme haben. Und Recht haben sowie Recht beweisen und schlußendlich erhalten sind bekanntlich häufig verschiedene paar Schuh.

Tragen Sie einfach innerhalb der laufenden Frist dem Kollegen das vor, was Sie hier mitteilten. Er wird nämlich auch im Auge haben müssen, was die Angelegenheit seinem Mandaten kostet.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort zunächst einmal weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

Tel.: +49 (0)39 483 97825
Fax: +49 (0)39 483 97828
E-Mail: ra.schimpf@gmx.de
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER