Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

'Nur' biologischer Vater und Unterhalt??


04.01.2005 16:50 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Am 14.05.1994 wurde mein Sohn geboren. Meine damalige Lebensgefährtin war damals noch verheiratet. In die Geburtsurkunde ist nach der Geburt ihr Ehemann eingetragen worden, mit dem sie aber seit einigen Jahren nicht mehr zusammen lebte. Nach der Geburt meines Sohnes war ich noch ca. 4 Jahre mit meiner Lebensgefährtin in einer eheänlichen Gemeinschaft. Es wurde bis heute aber nichts daran geändert, daß ihr damaliger Ehemann als Vater in der Geburtsurkunde eingetragen wurde. Ich hatte bis vor kurzem auch regelmässig Kontakt zu meinem Sohn (es ist auch mein Sohn, da ich einen Vaterschaftstest machen ließ).

Da es sich ja um meinen leiblichen Sohn handelt, habe ich bis jetzt mit der Kindesmutter einen regelmässigen Betrag von 200 EUR vereinbart, den ich ihr monatlich zukommen ließ. Quittungen sind vorhanden. Nun meine Frage: Kann ich dazu verklagt werden Unterhalt zu bezahlen, wenn ich die Vaterschaft nicht anfechte.(Für die Vergangenheit und für die Zukunft). Könnte die Kindsmutter oder der rechtliche Vater die Vaterschaft noch anfechten? Die 2 Jahre sind ja eigentlich vorbei?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Guten Tag,

wie Sie schon richtig ausführen, gilt für die Anfechtung der Vaterschaft eine Frist von zwei Jahren ( § 1600 b BGB ).
Diese rechnet sich jedoch nicht von Geburt an, sondern beginnt erst zu laufen, wenn ein Anfechtungsberechtigter Kenntnis davon erlangt, dass er als Vater nicht in Betracht kommen könnte.
Falls der eingetragene Vater bis dato keine Kenntnis davon hat, dass er nicht der lebliche Vater ist, kann er durchaus noch anfechten.
FÜr eine normale Anfechtung der Mutter dürfte es zu spät sein, da ich Ihren Schilderungen entnehme, dass die KM es von Anfang an gewußt hat.

Jedoch ist zu beachten, dass auch das Kind selbst mit Volljährigkeit noch zur Anfechtung berechtigt ist ( § 1600 b Abs.3 BGB ).
Denkbar wäre auch, dass das Kind schon vor Eintritt der Volljährigkeit wegen Unzumutbarkeit der Vaterschaft anficht. Dies kann dann auch noch durch einen gesetzlichen Vertreter, also z.B. die Kindesmutter trotz Fristablauf geschehen!

Hinsichtlich der Unterhaltsfrage besteht dann natürlich für die Zukunft ein Anspruch gegen Sie. Für die Vergangenheit besteht ein Erstattungsanspruch des eingetragenen Vaters gegen Sie für seine getätigten Aufwendungen. Nach Ihren Schilderungen liegen solche nicht vor, es sei denn, die Kindesmutter hat auch Unterhalt von Ihrem Ex-Mann bezogen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Wolters
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 04.01.2005 | 17:29

Könnten Sie mir noch sagen, wieviel ich ca. an Unterhalt für die Zukunft zu zahlen hätte? Ich verdiene monatlich brutto 3.150 EUR bin verheiratet und habe zwei eheliche Kinder. Kindergeld bekommt die Kindesmutter. Meine Frau ist momentan im Erziehungsurlaub.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.01.2005 | 17:45

Leider reichen Ihre Angaben nicht aus, um eine UH-Berechnung vorzunehmen.
Wenn ich Sie in Einkommensgruppe 6 der Düsseldorfer Tabelle einordne ( NETTO 2100-2300 Euro ) , würde ein Unterhalt von 249€ geschuldet.
Ob Sie diesbezüglich leistungsfähig sind, kann ich mit Ihren Angaben nicht beurteilen, da mir das Alter Ihrer beiden anderen Kinder nicht bekannt ist, sodass ich sie in keine Altersgruppe einordnen kann. Auch sind mir die Vermögensverhältnisse von Ihnen und Ihrer Frau nicht bekannt. Auch sie hat grundsätzlich einen UH-Anspruch und ist den Kindern gleichgestellt.

Um hier sicher zu gehen, sollten Sie durch einen Rechtsanwalt eine genaue Berechnung vornehmen lassen, dem Sie alle Unterlagen zur Verfügung stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Wolters
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER