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Notebook Netzteil verkauft. Das Notebook ist Defekt. Wer haftet?


26.11.2005 03:21 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



Notebook Netzteil verkauft. Das Notebook ist Defekt. Wer haftet.


Hallo,

wir haben ein Notebook Netzteil (Büro 100-220Volt) verkauft.
Der Kunde hat das Netzteil an dem Notebook angeschlossen und es gab ein Knall.
Wer haftet für das genante schaden? Händler der das Netzteil verkauft hat oder Hersteller?
Haftet da vielleicht eine Haftpflichtversicherung des Käufers?
Wie ist die Prozedur? Gibt’s vielleicht eine Versicherung die der Händler abschließen kann?

Beste Grüße

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Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Rechtsfragen beantworte ich anhand der von Ihnen übermittelten Informationen wie folgt:

1.
Hier kommt sowohl eine Haftung des Händlers als auch des Herstellers in Betracht, vorausgesetzt, dass der Schaden an dem Notebook infolge eines Mangels an dem verkauften Netzteil entstanden ist.
In diesem Fall liegt nämlich ein Mangelfolgeschaden vor, für den der Händler gemäß §§ 280 Abs.1, 437 Nr. 3 BGB aufkommen muss.
Wahlweise kann der Käufer aber auch Ansprüche gegenüber dem Hersteller unter den Voraussetzungen des § 1 ProdHaftG (verschuldensunabhängig) oder aus unerlaubter Handlung gemäß § 823 Abs. 1 BGB (wegen Verletzung der Verkehrssicherungspflicht) geltend machen.

Macht der Käufer Sie in dieser Konstellation haftbar, können Sie später bei dem Hersteller Rückgriff nehmen.

2.
Es kann aber auch sein, dass der Fehler an dem Notebook gelegen hat (was Sie zu beweisen hätten), so dass der Käufer dann seinen Schaden selbst zu tragen hat.

3.
Die dritte Möglichkeit: Der Schaden ist entstanden, weil das Notebook und das Netzteil aus technischen Gründen nicht zusammenpassen.
In diesem Fall haftet der Hersteller nur, falls er ein technisch nicht geeignetes Netzteil in Verkehr gebracht hat.
Andernfalls müssen Sie den Schaden tragen, da Sie aus dem Kaufvertrag verpflichtet sind, dem Käufer ein für seine Zwecke geeignetes Netzteil zu verschaffen.

Ausnahmsweise kommt auch ein (Mit-)Verschulden des Käufers in Betracht, falls dieser entgegen Ihrer Empfehlung das falsche Netzteil gekauft hat (was Sie zu beweisen hätten).

4.
Keinesfalls tritt die private Haftpflichtversicherung des Kunden ein, da eine solche Versicherung nur Schäden abdeckt, die der Kunde an fremden Rechtsgütern verursacht.

5.
Sie können aber Ihrerseits eine Haftpflichtversicherung abschließen, um sich für gleichgelagerte Fälle abzusichern.
Dies dürfte allerdings für den gewerblichen Bereich nicht billig sein.


Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften weitergeholfen zu haben.

Sollten meine Ausführungen noch Unklarheiten enthalten, nützen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt
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