Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Notarvertrag / Erbteilverkauf

| 18.07.2009 23:27 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Einen guten Tag allen Juristen,

hier meine Vorgeschichte zur Einleitung:

Es entstand durch den Tod meines Vaters eine Erbengemeinschaft mit insgesamt 4 Personen.
Diese Erbengemeinschaft erbte u.a. Ackerland, welches seit Jahren komplett verpachtet wird.
Ich war für einige Monate dieser Erbengemeinschaft zugehörig, bis ich meinen Anteil per Notar an ein anderes Mitglied der Erbengemeinschaft verkaufte.
Während meiner Zugehörigkeit zu dieser Erbengemeinschaft wurden somit auch Pachteinnahmen eingenommen, die mir jedoch von der Höhe her nicht bekannt waren.
Nun hat die noch bestehende Erbengemeinschaft (außer mir) eine Steuererklärung gemacht.
Mein Steuerberater hat nun die Zahlen angefordert, so dass ich jetzt die Pachtsumme, die mir vom Fiskus als Einkommen berechnet wird, auch kenne.

Jetzt ist meine Frage, ob mir die Pacht denn nicht demnach auch noch nachträglich ausgezahlt werden müsste?
In meinem Erbteilsverkauf habe ich lediglich meinen Anteil verkauft,
was natürlich bedeutet, dass ich ab Austritt aus der Erbengemeinschaft keinen Anspruch mehr auf Gewinne habe.

Oder habe ich mit meinem Erbteilsverkauf auch die bis dahin erzielten Gewinne verloren, was mir aber nicht ganz einleuchten würde.
In dem Notarvertrag ist von erzielten Gewinnen keine Rede.
Mein Erbteilverkauf ist im Notarvertrag nicht mal aufgegliedert,
sondern es steht lediglich, dass ich meinen 1/6 Teil an Person XY übetrage.
Ferner dem steht im Notarvertrag :

Punkt 5:
Der Umfang des sonstigen Nachlasses ist den Beteiligten bekannt.
Der Verkäufer erklärt klarstellend, dass er mit der heutigen Übertragung auch seinen 1/6 Anteil am sonstigen Nachlass ohne weitere Gegenleistung an den Käufer übeträgt.

Punkt 6:
Mit der dinglichen Übertragung nach § 2033 BGB gehen alle noch im ungeteilten Nachlass befindlichen Vermögenswerte automatisch anteilsmäßig auf den Käufer über.


Für mich heißt das eigentlich, dass z.B. bei Punkt 5 alle weiteren Erbsachen gemeint sind.....mein 1/6 Anteil am Haus, usw...
Und bei Punkt 6 heißt das für mich, ab dem Zeitpunkt des Notarvertrag es erlischt mein Anspruch.

Darum meine Frage:
Muss die Pacht, die während meiner Zugehörigkeit zur Erbengemeinschaft auf mich anfiel und nun vom Fiskus mir als Einkommen angerechnet wird, mir auch noch nachträglich von der Erbengemeinschaft ausgezahlt werden wenn darüber im Notarvertrag nichts Gegenteiliges darüber vermerkt wurde?

Ich bedanke mich im Voraus für eine Antwort und verbleibe
mfG

19.07.2009 | 01:15

Antwort

von


(1162)
Hauptstraße 16 a
25488 Holm
Tel: 04103/9236623
Web: http://www.kanzlei-roth.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Sie haben Ihren 1/6 Erbanteil am sonstigen Nachlass ohne weitere Gegenleistung an den Käufer übertragen. Zu Ihrem Erbanteil gehören aber auch die Erträge des Nachlasses.

Anspruch auf die Früchte haben die Miterben jeweils nach ihrem Verhältnis ihrer Erbanteile (vgl. § 2038 Abs. 2 iVm § 743 BGB ).
Die Teilung der Früchte erfolgt aber erst bei der Auseinandersetzung.

Ist allerdings die Auseinandersetzung des Nachlasses länger als ein Jahr auf den Erbfall ausgeschlossen, kann jeder Erbe zum Schluss des jeweiligen Kalenderjahres, die Verteilung der angefallenen Erträge verlangen (vgl. § 2038 Abs. 2 Satz 3 BGB ).

Da Sie der Erbengemeinschaft nicht mehr angehören und eine Auseinandersetzung noch nicht erfolgt ist, können Sie diesen Anspruch leider auch nicht mehr geltend machen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.



Rechtsanwalt Karlheinz Roth

Rückfrage vom Fragesteller 19.07.2009 | 11:07

Vielen Dank schon mal für Ihre Antwort.
Sofern ich richtig verstanden habe, besteht meinerseits
kein Anspruch auf die eingenommenen Pachten.
Ist es denn dann korrekt, dass diese Pachteinnahmen,
die ich nicht erhalten habe,
dennoch von mir zu versteuern sind oder müssten diese
in der Steuererklärung des Käufers aufgeführt werden?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 19.07.2009 | 11:43

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Ja, Anspruch auf die Pachteinnahmen haben Sie nicht.

Hinsichtlich der steuerrechtlichen Nachfrage bitte ich einen auf Steuerrecht spezialisierten Kollegen zu beauftragen oder bei Ihrem Steuerberater nachzufragen.
Hier möchte ich Ihnen keine falsche Auskunft geben. Bitte haben Sie hierfür Veständnis.



Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

Bewertung des Fragestellers 19.07.2009 | 13:52

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Empfehlenswert!"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Karlheinz Roth »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 19.07.2009
5/5,0

Empfehlenswert!


ANTWORT VON

(1162)

Hauptstraße 16 a
25488 Holm
Tel: 04103/9236623
Web: http://www.kanzlei-roth.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Vertragsrecht, Erbrecht, Miet und Pachtrecht, Internet und Computerrecht, Arbeitsrecht, Zivilrecht, Immobiliensteuern, Strafrecht, Baurecht, Gesellschaftsrecht, Wettbewerbsrecht, Familienrecht