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Notarurkunde Hausaufteilung anzweifeln

05.01.2017 15:12 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe


Sehr geehrte Damen und Herrn,
kann man eine Notarurkunde mit Aussicht auf Erfolg anfechten.
Es wurde eine neue Immobile gebaut die zwei unterschiedlich große Wohneinheiten enthalten. Diese wurden durch einen Notariellen Aufteilungsvertrag geteilt. Die Immobile wurde jedoch nicht so ausgeführt wie aus dem Plan und den Aufteilungsvertag hervor geht. Der Heizraum wurde in eine andere Etage gebaut, Wohnungstüren wurden versetzt oder nicht eingebaut, geschlossenes Mauerwerk. Kein Zugang der Räumlichkeiten ohne die andere Wohneinheit zu betreten. Damals wurde mündlich vereinbart, daß das Anwesen 50 zu 50% aufgeteilt wird. Jetzt nach der Trennung sieht es anders aus.
.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ein Vertrag kann angefochten werden wegen Irrtums, arglistiger Täuschung, oder Drohung (§§ 119, 123 BGB). Bei der von Ihnen geschilderten Situation dürfte wohl am ehesten eine Irrtumsanfechtung in Betracht kommen.

Die Anfechtung wegen Irrtums kann nur erfolgen, wenn Sie sich zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Notarvertrages in einem Irrtum befunden haben. Bei dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt müsste also die von Ihnen geschilderte bauliche Situation bereits bei Abschluss des Notarvertrages so bestanden haben, ohne dass Sie dies gewusst haben.

Sofern sich die bauliche Situation erst nach Abschluss des Notarvertrages ergeben hat und erst danach anders gebaut wurde, als im Vertrag festgelegt, kommt eine Anfechtung nicht in Betracht, aber Sie haben möglicherweise einen Anspruch auf Änderung der baulichen Gegebenheiten (also auf einen Umbau) oder auf Anpassung der Urkunde an die tatsächlichen Gegebenheiten. Dazu müsste allerdings geklärt werden, warum anders gebaut wurde als geplant und wer dies in Auftrag gegeben oder zumindest toleriert hatte.
Mündliche Absprachen im Zusammenhang mit einer Immobilie sind grundsätzlich unwirksam, wenn sie nicht notariell beurkundet wurden. Sofern die mündliche Absprache dem Inhalt des Notarvertrages widerspricht, könnte dies möglicherweise sogar zur Nichtigkeit des Notarvertrages führen.

Zur Lösung des Problems werden Sie in jedem Fall professionelle juristische Hilfe benötigen, weil Sie die notarvertragliche Situation mit der tatsächlichen baulichen Situation in Einklang bringen müssen. Daher empfehle ich Ihnen, sich an einen Anwalt/eine Anwältin vor Ort zu wenden und die entsprechenden Unterlagen und Verträge vorzulegen, damit geprüft werden kann, welche Lösung für Sie die beste ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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