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Notarkosten für Trennungsvereinbarung / Gütertrennung

| 17.05.2017 13:03 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Guten Tag!
Wir haben uns letztes Jahr nach fast 23 Jahren getrennt, momentan noch nicht geschieden. Da wir ein Haus haben (50:50), haben wir die Gütertrennung vorgenommen. Das Haus wurde auf 202.000,00 € geschätzt, davon Hypothek ca. 87.000,00. Ich übernehme den 1/2 Anteil von meinem Mann, dafür zahle ich ihn das Abstandgeld (57.500,00€). Nun haben die Rechnung vom Notar bekommen und mir erschließt sich der Geschäftswert nicht. Ich habe das Gefühl, dass alle Summen, die im Vertrag auftauchen, einfach addiert wurden. Folgend die Geschäftswertermittlung vom Notar:
1. Gütertrennung § 100 Abs. 1 GNotKG : 207.000,00
- Haus 202.000,00
- Auto 5.000,00
2. Übertragung 1/2 Anteil am Grundbesitz § 46 GNotKG : 101.000,00
3. Abstandsgeld § 36 GNptKG: 57.500,00
Gesamt: 365.500,00 €

Stimmt der ermittelte Wert?
Ich habe den Notar um Klärung bzw. Erklärung gebeten, nach mehreren Anrufen tut sich nichts.

Vielen Dank im Voraus!




Sehr geehrte Mandantin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen gerne wie folgt beantworten möchte:

1.
Es ist grundsätzlich korrekt, dass die Notargebühren am Geschäftswert festgemacht werden und dieser sich - gerade in Fällen einer Trennungsfolgenvereinbarung - nach der Summe der Werte bemisst, die damit mit "abgehandelt" werden sollen.
Das grundsätzliche Vorgehen ist in Ihrem Fall also nicht zu beanstanden.

2.
Grundsätzlich gilt bei diesem Verfahren, dass die Angelegenheit für Sie als Mandanten zudem günstiger wird, als wenn Sie Gebühren für jeden Vermögenswert einzeln zahlen würden.
Dies liegt darin begründet, dass die Gebühren laut Tabelle nicht gleichmäßig, sondern graduell ansteigen. Im Vergleich zum Geschäftswert können höhere addierte Werte also meist zu günstigeren Gebühren führen.

3.
Für manche Wertbemessungen gibt es feste Vorschriften, beispielsweise wie die von Ihnen bereits zitierten Normen zur Gütertrennung und der Bemessung des Immobilienwerts.
Bei vielen Werten hat der Notar aber auch gewisse Spielräume, dies immer dann, wenn ein Wert nach "billigem Ermessen" zu bestimmen ist.

Danach erschließt sich für mich nicht, warum die Abstandszahlung eine weitere Notargebühr, bzw. eine Erhöhung der Notargebühr auslösen soll, da hierdurch ja faktisch nur wirtschaftlich der Eigentumsübergang an der zweiten ideellen Hälfte der Immobilie ausgeglichen werden soll.
Theoretisch würde dieser Punkt damit real zweimal in die Berechnung eingestellt. Hier würde ich also in der Tat nachfragen.

Die übrigen Berechnungspositionen sind jedoch nicht zu beanstanden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen hiermit weiterhelfen konnte und stehe für ergänzende Rückfragen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 19.05.2017 | 12:25

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