Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Notarkosten für Grundstückbestellungsurkunden

19.02.2018 18:44 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


16:26

Zusammenfassung:

Anfallende Notarkosten bei Abbruch der Vertragsverhandlung

Sehr geehrte Damen und Herren, im letzten Jahr hatte ich beabsichtigt eine immobilie zu kaufen. Bei dem Verkäufer handelte es sich um einen Investor, also keine Privatperson. Kommuniziert wurde immer über einen Makler.
Nach der Reservierung wurde der Notar beauftragt (so im Reaervierungsschreiben). Das ging alles fix nach der Erstbesichtigung, es stünden ja bereits weitere Interessenten an. Im Zuge der weiteren Kommunikation kamen immer mehr Fragen zum Objekt auf, die nicht beantwortet werden konnten. Wichtig waren diese Fragen, da ich das volle Risiko für die Substanz des Gebäudes übernehmen sollte. Plötzlich war es keine Vollsanierung sondern eine Teilsanierung, die Heizungsanlage wurde nicht wie vorher zugesagt ausgetauscht, der Kessel war der Alte. Der Energie Ausweis wurde verspätet nachgereicht, ob die Energiemindestvoraussetzungen eingehalten wurden (Dach) hätte man nicht geprüft, in den Keller hatte man uns nicht gelassen, trotz Nachfragens, etc. Letzlich habe ich mich zum Notartermin drängen lassen, mein Fehler. Es hieß man könne diese „banalen" Dinge im Termin klären. Doch da war der Verkäufer sichtlich über meine Bedenken überrascht.
Da wir nicht weiterkamen, habe ich im Termin zugestanden, für die Substanz des Gebäudes wie formuliert zu haften. Allerdings wollte ich dafür zwei Wochen Aufschub und ein Gutachten auf meine Kosten einholen.
Der Termin wurde abgebrochen, zwei Stunden später rief man mich an, dass der Investor nicht mehr an mich verkaufen wolle.
Interessanter Weise war das Objekt noch vor wenigen Wochen online, diesmal über eine andere Makler Firma (ich habe allerdings über Umwege herausgefunden, dass mein Makler wohl mit diesem zusammenhängt).
Vor ein paar Wochen kam dann eine Notsrrechnung. Allerdings wurde mir der Kaufvertragsentwurf nicht in Rechnung gestellt, sondern der Entwurf der Grundschuldurkunden für die Bank. Meine Frage: Hat der Notar ein Recht dazu? Wenn ja, kann ich den Betrag mindern bzw. kann ich den Makler bzw. Investor belangen?
Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

19.02.2018 | 19:57

Antwort

von


(1421)
Hochwaldstraße 16
61231 Bad Nauheim
Tel: 0176/61732353
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Ungewöhnlich ist die Geltendmachung von Kosten für die Grundschuldbestellungsurkunde. Diese wird in der Regel frühestens erst in dem Notartermin beauftragt, da hier erst das Formular der finanzierenden Bank verfügbar ist. Zudem besteht grundsätzlich auch die Möglichkeit, dass der Kaufpreis nicht finanziert wird und damit auch keine Grundschuld bestellt werden muss.

2. Soweit Sie aber eine Grundschuldbestellung schrfitlich beauftragt haben, besteht seitens des Notars ein Anspruch auf Erstattung seiner Kosten.

3. Wenn der Verkäufer die Verhandlung aus eigenen Gründen abgebrochen hat, hat er Ihnen die Kosten zu erstatten, die Sie im Hinblick auf den möglichen Vertragsabschluss aufgewendet hat. Hierzu gehören auch die Kosten für die Grundschuldbestellung durch den Notar.

4. Diese Kosten sind die Aufwendungen im Hinblick auf den Abschluss des Kaufvertrages.

5. Ihr Anspruch gegen den Verkäufer folgt aus § 311 II Nr. 1 BGB wonach ein Schuldverhältnis mit Rücksichtnahmepflichten aus § 241 II BGB durch die konkrete Aufnahme von Vertragsverhandlungen entsteht. Der grundlose Abbruch von Vertragsverhandlung durch den Verkäufer führt dann zu einem Schadensersatzanspruch, deren Höhe durch Kosten des Notars bestimmt wird.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

Rückfrage vom Fragesteller 20.02.2018 | 16:10

Sehr geehrter Herr Schröter,

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Meine Fragen:
1. Welche Kosten würden Sie in Rechnung stellen, formal einen Brief für die Erstattung der Kosten an den Verkäufer zu schicken? Erst würde ich selbst einen Brief aufsetzten.
2. Was würden Sie berechnen, um zu prüfen, ob ich einen schriftlichen Auftrag an den Notar gegeben habe? Er „wertet" E-Mails von mir so ein, nach meiner Erinnerung habe ich aber nie explizit geschrieben, dass er die Urkunden bereits erstellen soll.
Vielen Danke!

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.02.2018 | 16:26

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Kontaktieren Sie den Verkäufer unter Beifügung der Notarrechnung und fordern diesen auf die Kosten zu übernehmen bzw. sich mit dem Notar auf eine Regelung zu verständigen.

Ein Angebot für eine weitere Tätigkeit kann ich Ihnen gerne per Email unterbreiten.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(1421)

Hochwaldstraße 16
61231 Bad Nauheim
Tel: 0176/61732353
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht, Wirtschaftsrecht, Vertragsrecht, Kreditrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 90337 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Dankeschön :) ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnell. Unkompliziert. Verständlich. Direkt. Absolut weitergeholfen. Klare Empfehlung ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
trotz kurzer Info, genau auf den Punkt getroffen. ...
FRAGESTELLER