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Notarielle Generalvollmacht über den Tod hinaus


| 14.11.2017 16:52 |
Preis: 75,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Meine Mutter ist befreite Vorerbin eines Wohnhauses, das vermietet wird. Ich bin Nacherbe und mein Sohn Ersatzerbe dieses Wohnhauses. Meine Mutter hat mir eine notarielle Generalvollmacht über den Tod hinaus gegeben, die auch Handlungen im Vermögensrecht einschließt. Da ich mich in Zukunft nicht mit Vermietung belasten möchte, haben meine Mutter, mein Bruder und ich beschlossen, dass mein Bruder dieses Haus käuflich erwirbt, der auch bereits meine Mutter bei der Vermietung unterstützt. Ich habe daher einen Notar aufgesucht mit der Bitte um notarielle Unterstützung bei der Verkaufsabwicklung. Meine Mutter ist leider zwei Wochen später plötzlich verstorben ohne dass es zu einem unterschriebenen Vertrag kam. Meine Frage: Kann ich den Verkauf im Namen meiner Mutter, die noch als Eigentümerin im Grundbuch steht, weiter abwickeln oder muss ich erst das Erbe antreten und kann erst dann verkaufen?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Da Sie über eine notarielle Generalvollmacht verfügen müssen Sie keinen Erbschein beantragen, um nach dem Tod Ihrer Mutter handeln zu können, weshalb Ihr Vorhaben grundsätzlich möglich erscheint. Letztlich hängt es vom genauen Inhalt der Vollmacht ab, ob der Verkauf noch auf deren Basis abgewickelt werden kann, was aber der Notar, der den Kaufvertrag beurkunden soll, ohne weiteres erkennen kann. Daher sollten Sie nicht zögern, den Notar mit der Vollmacht zu konfrontieren.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 16.11.2017 | 19:57

Sehr geehrter Herr RA Böhler,
da meine Mutter bereits bettlägerig war, habe ich beim Erstgespräch die notarielle Generalvollmacht natürlich dem Notar vorgelegt. Der Notar verweigert nach dem Tod meiner Mutter die Beglaubigung, weil eine neue Rechtssituation vorliegt. Der Termin zur Unterzeichnung des Notarvertrages liegt nicht mehr in ihrer Lebenszeit. Die bereits mündlich beschlossene Verkaufsabsicht zu Lebzeiten meiner Mutter ist nicht mehr entscheidend. Sie darf nicht mehr als Verkäuferin.
Damit wäre ihre Aussage, dass eine Abwicklung mit einer notariellen Generalvollmacht über den Tod hinaus grundsätzlich möglich ist, in dieser Rechtssituation falsch.
Wer hat jetzt recht?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.11.2017 | 20:44

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Mit "grundsätzlich" meine ich nicht, dass Ihr Vorhaben "in jedem Fall" gelingt, sondern dass dies dann möglich ist, wenn die Vollmacht insofern ausreichend ist. Leider gibt es nicht DIE Generalvollmacht, sondern verschiedenste Gestaltungen, weshalb ich oben darauf hinweisen musste, dass es auf den genauen Inhalt ankommt. Der Verkauf der Immobilie wurde hier nicht explizit in die Vollmacht aufgenommen, was möglich gewesen wäre. Da es hier offenbar zu einem Missverständnis gekommen ist, biete ich Ihnen an, mir den Text sowie Ihre Telefonnummer per E-Mail mitzuteilen, damit die Angelegenheit zügig geklärt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 20.11.2017 | 16:27


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"Ich habe mir eine Zweitmeinung geholt, mit der ich meinen Notar konfrontiert habe. Der Notar hat mir eine nachvollziehbare Antwort geliefert. Meine Mutter war befreite Vorerbin des Hauses. Mit dem Tod meiner Mutter fiel das Haus wieder zurück in die Erbmasse meines Vaters und ich erbe als Nacherbe wieder aus der Erbmasse meines Vaters. Daher hilft mir die Generalvollmacht über den Tod hinaus meiner Mutter beim Verkauf des Hauses überhaupt nicht."
FRAGESTELLER 20.11.2017 2,2/5.0
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