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Norddeutschland: Strittiges Notaranderkonto nach Hausbau

27.11.2019 20:43 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Baumängel

Hallo,

(bitte nur übernehmen, wenn Sie im Bereich Hamburg/Schleswig-Holstein tätig sind und der Bereich Baurecht/Vertragsrecht mit in Ihrem üblichen Portfolio ist)

wir haben 2015/2016 gebaut und das Haus mit einer Mängelliste in Übergabe genommen.
Jede Position dieser Mängelliste wurde ein Betrag zugeordnet. Die Mängelliste war eine Anlage des Hausübergabeprotokolls.

Alle nicht erledigten Punkte/Mängel wurden von uns auf ein Notaranderkonto bezahlt, was der Hausbauer eröffnet hatte. Abgesehen von der Zahlung auf dem Notaranderkonto statt zum Hausbauer wurden sämtliche Rechnungen von uns beglichen.
Eine Auszahlung darf nur durch die Freigabe der Bauherren erfolgen, oder aber ein „rechtskräftiges Urteil eines deutschen Gerichts."
Diverse Punkte wurden abgearbeitet und wir haben diese Kostenpositionen zur Auszahlung freigegeben, nicht jedoch einige Restarbeiten, so dass noch ein niedriger, vierstelliger Restbetrag auf diesem Konto verblieben ist.

Wir haben Ende 2017 eine Fristvertreichung "letzte Frist" durch einen Anwalt an das Hausbauunternehmen, dann jedoch nichts weiter unternommen, bis auf Q1/2018 noch einmal an unsere Mängel (Nennung Datum, Nennung nicht gehaltene Zusagen) per Einschreiben an das Unternehmen versendet.
Für 2019 haben wir noch keine Aufrechterhaltung unserer Ansprüche erklärt.

Nun erreichte uns völlig Erklärungs und Ankündigungsfrei das "Angebot" uns ein paar hundert Euro aus diesem Konto auszubezahlen "ohne Anerkenntnis einer rechlichen Verpflichtung und ohne jegliche Präjudiz für eine mögliche Auseinandersertzung erfolgt. An dieses Angebot halten wir uns bis zum (Anfang Dezember, Schreiben vom 26.11) gebunden."
Das Schreiben führt die Überschrift "Vereinbarung", weiter unten wird jedoch von einem "Vergleichsangebot" gesprochen, das Schreiben stammt von einer Sachbearbeiterin, nicht einem Anwalt.
(Dazu fährt das Unternehmen scheinbar laut Bilanz vom 29.10.2019 das bescheidenste Jahr seit über 30 Jahren ein mit 186 Mio Euro Umsatz bei grade mal 3 Mio Euro Gewinn, ein Schelm, wer böses dabei denkt)

Dazu folgende Fragen:
- Ist es richtig, dass Treuhandkonten beim Haushbau eine Verjährung haben, bis das Geld an den Einzahler zurückgehen muss? Wenn ja, wo ist das definiert?
- Müssen wir gar eine Klage einreichen, damit unsere Ansprüche nicht verjähren?

Können Sie gar ein Vorgehen empfehlen?
Das Angebot wirkt ein wenig elendig, besonders im Bezug auf die kurze Fristsetzung etc.

Evtl. können wir uns eine weitere Zusammenarbeit in der Angelegenheit vorstellen.

Viele Grüße!

Einsatz editiert am 28.11.2019 20:23:29

30.11.2019 | 16:05

Antwort

von


(720)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

zuerst: Unterschreiben Sie eine Vereinbarung ist dies geringfügig etwas anderes als ein Vergleich - also ggf nur über eine Zwischenvereinbarung- Vorsicht, denn es kann auch sein, dass mit dem Vergleich eine endgültige Regelung eintritt - das müsste unbedingt geprüft werden!

Baumängel verjähren an sich nach 5 Jahren, aber es kann sein, dass Sie eine abweichende Verjährung geregelt haben - auch das wäre zu überprüfen, und zwar durch Vorlage der Verträge!

Zudem könnte durch Verhandlungen eine Hemmung eingetreten sein.

Ich würde jedoch, wenn das finanziell sich bei der Baufirma anders entwickelt nicht allzulange mehr warten - ggf. könnte eine Klage Ihnen mehr helfen, aber auch das müsste genau unter Kenntnis aller Umstände geprüft werden - Sie scheinen aber hier hingehalten zu werden! Schreiben Sie uns gerne eine Mail!

Wir sind nicht weit von Hamburg entfernt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

ANTWORT VON

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