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Nötigung und ihre Folgen


| 02.11.2007 16:16 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Da ich so verzweifelt bin sehe ich keinen anderen Ausweg um meine Lügenmieterin loszuwerden, als das Schloss auszutauschen und ihre drei Taschen (mehr besitzt sie nicht, sie wohnt möbliert) zu deponieren.
Ich weiss es ist strafbar und möchte nun gerne wissen was ich als Folgen zu erwarten habe.

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

Grundsätzlich ist die Kenntnis des gesamten Sachverhalts erforderlich, um strafrechtliche Folgen Ihre Handlungen zu bewerten. Sollten Sie bis zum jetzigen Zeitpunkt das Schloss noch nicht ausgetauscht haben, lege ich Ihnen dringend nahe, dieses nicht zu tun und statt dessen anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Mögliche Rechtsanwaltskosten werden Sie im Ergebnis voraussichtlich günstiger kommen als eine mögliche Geldstrafe wegen eines Straftatbestandes.

Die Nötigung wird grundsätzlich mit einer Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder einer Geldstrafe bestraft.
Sofern Sie strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getreten sind, wird mit einer Geldstrafe zu rechnen sein.

Dies kann aber abschließend anhand Ihrer Angaben nicht abschließend beantwortet werden. Insbsondere bleibt offen, welche Straftatbestände im Ergebnnis tatsächlich verwirklicht sind.

Zivilrechtlich hat die Mieterin bei bestehendem Mietverhältnis die Möglichkeit eine gerichtliche einstweilige Verfügung gegen Sie zu erwirken, um wieder Zutritt zu der Wohnung zu erhalten. Diese einstweilige Verfügung würde - sofern Sie im Ergebnis begründet ist - nicht unerhebliche Kosten für Sie bedeuten.
Insofern kann ich Ihnen nur nochmals von Ihrem geplanten Vorgehen abraten.


Ich hoffe, Ihnen eine erste Orientierung gegeben zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

Günthner
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 02.11.2007 | 16:56

Meine Lügenmieterin hat sich unter Vortäuschung falscher Tatsachen einen Mietvertrag erschleichen wollen.
Bei einer Konfrontation hat sie den Originalmietvertrag mitgehen lassen, diesen fingiert und am nächsten Tag wieder meiner Mutter in den Briefkasten. Auch dem Sozialamt hat sie diese fingierte Kopie gegeben. Diese haben allerdings vom Originalvertrag eine Originalkopie und sahen die Veränderungen sofort. Daraufhin hat das Sozialamt den Mietvertrag nicht anerkannt.
Die Mieterin ist psychisch instabil und hat ein auffälliges Benehmen. Meine Mutter hat Angst vor ihr und fühlt sich bedroht. Meine Mutter schliesst sich nun ein. Es handelt sich um ein möbliertes Zimmer im Haus (1-2Fam.) bei meiner Mutter.
Sie hat grobe Beleidigungen (unter der Gürtellinie) ausgesprochen. Sie zeigt sich anderen Mitbewohnern gegenüber nackt. Gezahlt hat sie noch nichts. Sie hat die falschen Angaben vorsätzlich gemacht. Nachts sind fremde Männer im Haus. Zeitungen meiner Mutter unterschlägt sie. Sie gillt bei allen als psychisch auffällig. Hat angeblich eine Sozialarbeiterin von der niemand etwas wissen darf und deren Telenr. geheim ist.
Meine Mutter ist alt und krebskrank und hatte keine Chance den Betrug zu erkennen.
Meine Tante die auf dem gleichen Grundstück wohnt bekam einen Herzinfarkt vor aller Aufregung und lag im Krankenhaus. Meine Mutter hat nun auch eine Bluthochdruckbehandlung bekonnen. Ich selbst bin mit meinen Gedanken nicht bei der Sache und habe letzte Woche eine Frau angefahren. Ging noch mal gut. Meine kleine Tochter möchte nicht mehr zu ihrer Oma solange die Lügenmieterin da ist. Dies nur am Rande, damit sie diese desperate Situation einschätzen können.
Hat eine Strafanzeige und gleichzeitiger Antrag in dieser Sache schnellere Aussicht auf Erfolg?
Soll ich eine einstweilige Verfügung gegen diese Mieterin beim Amtsgericht stellen lassen.?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.11.2007 | 17:15

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage.

Als erstes sollten Sie der Mieterin außerordentlich fristlos kündigen ( Beleidigung, keine Miete für 2 Monate), hilfsweise ordentlich. Sie benötigen aufgrund der besonderen Wohnsituation hierfür keine sog. berechtigtes Interesse wie sonst grundsätzlich erforderlich für eine ordentlich Kündigung.
Zieht die Mieterin nach Ende des Mietverhältnisses nicht aus, können Sie bei Gericht eine Räumungsklage erwirken.
Strafanzeige können Sie selbstverständlich für alle Stratatbestände die vorliegen stellen, wobei eine Verfolgung der Straftaten nur Aussicht auf Erfolg hat, sofern Sie diese im Einzelfall auch beweisen können.

Ich empfehle Ihnen dringend einen Rechtsanwalt vor Ort aufzusuchen. Sofern Sei sich keine Rechtsanwalt leisten können, können Sie bei Ihrem zuständigen Amtsgericht einen Beratungshilfeschein beantragen. Gegen Vorlage diese Beratungshilfescheins wird der Rechtsanwalt gegen eine Pauschalgebühr von 10 € für Sie alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen bzw. Sie vorab umfassend beraten.
Aufgrund der Bedeutung der Angelegenheit für Sie und Ihre Familie ist eine solche anwaltliche Beratung und Vertretung vor Ort zwingend erforderlich.
Diese Online- Anfrage kann hier keine umfassende anwaltliche Beratung und Vertetung ersetzten.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und verbleibe


mit freundlichen Grüßen


Günthner
Rechtsanwalt

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