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Nötigung und Erpressung bei Selbstständigen

15.08.2018 19:29 |
Preis: 150,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Seit 2011 bin ich regelmäßig anonymen Drohungen und Erpressungen ausgesetzt. Ich habe ein Firma und bin auch als selbstständiger Softwareentwickler tätig. Zwischenzeitlich ist die Situation eskaliert, man ist in mein Haus eingebrochen und hat persönliche Unterlagen (Lebenslauf, Berufsabschlüsse) entwendet. Diese wurden dann später dazu eingesetzt, mich zu erpressen.

Um die Situation etwas besser zu beschreiben: Ich habe keinen Studienabschluss, aber eine abgeschlossene Ausbildung als Softwareentwickler. Ich habe mich selbständig gemacht, um besser verdienen zu können und auch interessantere Jobs zu machen. In 2010 habe ich eine Firma gegründet, um mehr Umsatz machen zu können und größere Projekt annehmen zu können. Seit diesem Zeitpunkt wird versucht meine Post zu kontrollieren. Zusätzlich wird von den Betreffenden anonym an Kunden herangetreten und erzählt, ich würde mir einen Titel und Studienabschluss unberechtigterweise zugelegt haben (Dr. und Diplom-Informatiker), das habe ich jedoch nachweislich nicht. Bei Neukunden wird mir gedroht, mich als Lügner zu verunglimpfen. man verlangt von mir abwechselnd Geldsummen und /oder die Aufgabe meines Berufes.

Mit Hilfe von "Gaslighting"-Techniken und Weitergabe von persönlichen Details über mein Leben, hat man mich so in die Enge getrieben, das ich krank wurde und etwa 9 Monate nicht arbeiten konnte. Zusätzlich hat man mir bedeutet, dass man von mir erwartet, entweder aufzugeben oder "es solange weitergehen zu lassen", bis ich mich umbringe. Bis jetzt beläuft sich der Schaden auf etwa 150.000 €.

Aufgrund der Anonymität der Täter und der benutzten Techniken ist es relativ schwer, das nachzuweisen. Ich scheue mich auch, Privatdetektive einzusetzen, aufgrund der hohen Kosten.

Meine Frage: Was hätten die Täter an Strafe zu erwarten, wenn man ihnen diese Taten zweifelsfrei nachweisen kann? Lohnt es sich, eine Anwalt einzubeziehen? Ich möchte eine Belohnung von 10.000 € aussetzen, für Überführung und Verurteilung der Täter, was muss ich beachten?

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Sehr geehrter Ratsuchender,


das Strafmaß wird von einer Vielzahl von Faktoren abhängen:

Zum einem muss es zunächst überhaupt zu einer Verurteilung kommen.

So wie Sie es schildern, besteht die Möglichkeit einer krankhaften Störung des Täters, was sogar zur Schuldunfähigkeit führen kann. Möglich wäre dann aber die Unterbringung in einer entsprechenden Einrichtung.

Liegt das nicht vor, hängt die Verurteilung vom Täterverhalten (zeigt er Reue, ist er geständig, betreibt er Schadenswiedergutmachung) ab und davon ob er schon entsprechend vorbestraft ist.

Bei dem jahrelangen Terror und der Größenordnung des Schadens wird ansonsten mit einer Gefängnisstrafe zu rechnen sein, die möglicherweise noch zur Bewährung ausgesetzt wird.

Aber das alles lässt sich ohne Kenntnis der gesamten Umstände nicht so abschließend beurteilen.


Daneben wäre der Täter auch zivilrechtlich verpflichtet, Ihnen den entstandenen Schaden zu ersetzen.

Für den Schaden und den Umfang wären Sie aber voll beweispflichtig. Daher sollten Sie schon jetzt alle Ihnen möglichen Nachweise sammeln und sichern.

Aber zunächst muss man den Täter erst einmal haben:

Eine Belohnung können Sie ausloben, das ist nicht das Problem.

Aber wenn Sie derzeit offenbar keine Ahnung von seiner Identität haben, müssten Sie Strafanzeige gegen Unbekannt stellen. Dann kann die Staatsanwaltschaft ermitteln.

Wichtig wäre dabei, ob Sie

"Zusätzlich hat man mir bedeutet, dass man von mir erwartet, entweder aufzugeben oder "es solange weitergehen zu lassen", bis ich mich umbringe."

irgendwie nachweisen können. Ist das der Fall, besteht der Anfangsverdacht und die Staatsanwaltschaft wird ermitteln.

Ansonsten sollten Sie über eine Detektei doch nachdenken und vielleicht einen bestimmten Rahmenbetrag zunächst vereinbaren.

Ein Anwalt wird Ihnen derzeit noch nicht weiter helfen, solange der Täter nicht bekannt ist.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 15.08.2018 | 22:41

Sehr geehrte Frau True-Bohle,

vielen Dank für ihre Antwort, Sie haben mir damit schon weitergeholfen. Ich teile Ihre Meinung, dass es sich um ein oder mehrere gestörte Individuen handelt. Gleichzeitig gehen diese Leute so konspirativ vor, dass es schwer wird, das genau zu beweisen. Aber vielleicht bessert sich das, wenn ich eine Detektei einschalte.

Folgende Dinge kann ich nachweisen:

- Stalking (Kaufen von Gegenständen, Anonyme Anrufe)
- Terminabsprachen mit potentiellen Kunden, die ich nie kontaktiert habe
- Verfolgung durch einen (wie ich glaube) Privatdetektiv
- Absprachen zur Verunglimpfung
(z.B. um zu behaupten, ich hätte eine türkischen Geschäftspartner eine Knoblauchbrotfresser genannt)
- Störung des WLANs und massive Störung des Mobilfunkempfangs
- Ansprache aus fahrendem Auto "Dich mach ich auch noch fertig"
- Verfolgen durch auffällige Fahrzeuge (Weißer Jeep steht vor Büro von Kunden, selber Jeep steht dann zuhause da und ich werde beobachtet, gleiches Kennzeichen)
- Diebstahl von Fahrrädern (und dann Abstellen, so dass ich sie auf dem Nachhauseweg finde)
- Auftragen von Substanzen auf den Sattel und die Griffe des Fahrrads, führt zu Verletzungen
- Hacken von Netzwerkgeräten, "Abziehen" von Kontaktdaten
- Veränderung von Arbeitsergebnissen

Das "Zusätzlich hat man mir bedeutet, dass man von mir erwartet, entweder aufzugeben oder "es solange weitergehen zu lassen", bis ich mich umbringe." könnte ich auch beweisen, das wird aber etwas schwieriger. ich habe eine Ahnung, um wen es sich handelt und gehe davon aus, dass die Betreffenden entweder eine "Firma" oder "Bekannte" beauftragt haben.

Würde Sie mir raten, diese Personen bei der Staatsanwaltschaft zu nennen?

Vielen Dank!





Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.08.2018 | 22:46

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie dafür Nachweise haben, sollten Sie zur Staatsanwaltschaft gehen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

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