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Nötigung und Beleidigung nach Nötigung

23.05.2019 19:05 |
Preis: 25,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.


Sehr geehrte Damen und Herren, ich wurde wegen Nötigung und Beleidigung angezeigt.
Folgender Sachverhalt:
Ich befuhr mit meinem PKW eine Straße in einem Waldgebiet (30 Km/h erlaubt, kein Überholverbot).
Wir hatten es nicht eilig, ich wollte meinem Sohn die Gegend zeigen.
Dir rechte Seite neben der Fahrbahn ist erschlossen und bebaut, links neben der Fahrbahn
ein abschüssiger Graben, dahinter Bäume usw. Hinter einer unübersichtlichen Kurve musste
ich abrupt bremsen da das Auto des Klägers auf der Fahrbahn fast stand bzw. leicht rollte.
Der Kläger fuhr daraufhin etwas schneller, etwa "schnellere" Schrittgeschwindigkeit vielleicht
10 km/h. Ich bin davon ausgegangen das der Kläger eine Adresse oder Haus Nr sucht und habe ganz
normal den Überholvorgang mit Blinken eingeleitet und wollte Überholen, als ich neben dem
Klägerfahrzeug war, zog dieser unvermittelt nach links und drängte mich von der Straße ab. Ich
hatte mich total erschrocken und konnte nur durch eine Vollbremsung das Abrutschen in den Graben
verhindern" . Der Kläger fuhr, dann demonstrativ in der Mitte der Straße, so das ein weiteres
Überholen nicht möglich war. Nach einigen hundert Metern ging der Fahrer nach rechts rüber so das
ich ihn überholt und anschließend ausgebremst habe, um ihn zur Rede zu stellen, dabei sind auch
Beleidigungen meinerseits gefallen.

Wie hoch wird die Strafe bei geschildertem Sachverhalt wohl ausfallen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es kommt darauf an, ob Sie den Geschädigten bei dem Ausbremsen gefährdet haben oder die Situation eher harmloser war.
Wenn Sie keine einschlägigen Vorstrafen oder Eintragungen haben, werden Sie voraussichtlich mit 20-30 Tagessätzen davon kommen. Sollten Sie bereits Eintragungen haben, wird die Strafe höher ausfallen.
Bei der Höhe der Strafe kommt es immer auf den Einzelfall an. Sicherere Aussagen könnte man nach Einblick in die Ermittlungsakte leisten.
Daher empfehle ich Ihnen, einen Rechtsanwalt zumindest mit der Akteneinsicht zu beauftragen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Verkehrsrecht

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