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Nötigung und Bedrohung - Strafhöhe? Anwalt?


12.12.2010 09:05 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht



Hallo,

ich bin 24 und männlich.

Vor gut 2 Jahren hatte ich eine Horrorbeziehung.

Die Frau übte über lange Zeit viel Gewalt gegen mich aus (mehrfach zur Anzeige gebracht, aber mangel öffentlichen Interesses fallen gelassen).

Zudem gab es immer sehr viele "Psychospielchen" von Ihr.

Im Sommer 09 war es so, dass Sie Schwanger von mir war, wir aber getrennt waren. Sie suchte fast täglich den Kontakt um mir Dinge zu sagen wie "Du wirst dein Kind niemals sehen" und "mein neuer Freund ist ein besserer Vater als du" und "du wirst für immer für deien Sohn zahlen, aber ich werde verhindern das du ihn siehst".

Das ging über Wochen und Monate so.
Irgendwann drehte ich dann durch und bedrohte Ihren neuen Freund "du wirst noch ins schußvisier geraten" und nötigte Sie, indem ich in einem Erotik-Forum Ihren Namen und Ihre Handynummer reinschrieb mit einer gefakten Anzeige.

Wegen den Dingen bin ich nun angeklagt, ein Gutachter war hier und sagte mir nach einem Gespräch, dass ich nur eingeschränkt Schuldfähig sei und er für mich aussprechen werde.

Vorbestraft bin ich durch einen Diebstahl vor 6 Jahren, wo ich zu 40 Sozialstunden verurteilt wurde. Sonst nichts.

Was habe ich an Strafmaß zu erwarten?
Sollte ich mir einen Anwalt nehmen, kann dieser dazu fhren dass mein Strafmaß gesenkt wird?
Was würde ein Anwalt kosten?
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage, welche ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworte :

1. Was habe ich an Strafmaß zu erwarten?

Nötigung (§ 240 StGB) wird mit Freiheitsstrafe bis drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. Bedrohung (§ 241 StGB) wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft.

Nach Ihren Schilderungen dürfte wohl eine Geldstrafe im unteren Bereich zu erwarten sein. Hierbei ist zu berücksichtigten, dass Sie nicht (einschlägig) vorbestraft sind und bisher nur eine geringe Vorstrafe haben. Hinzu kommt die Aussage des Gutachters.

Bitte beachten Sie, dass eine Aussage darüber, ob Sie überhaupt verurteilt werden ohne Akteneinsicht kaum möglich sein wird.

2. Sollte ich mir einen Anwalt nehmen, kann dieser dazu führen dass mein Strafmaß gesenkt wird?

In einem Strafverfahren ist grundsätzlich sinnvoll sich durch einen Verteidiger beraten zu lassen. Zum einem bekommt nur dieser Akteineinsicht und zum anderen ist des diesem möglich eine vollständige Beurteilung des Sachverhaltes auch nach Rücksprache mit Ihnen vorzunehmen.

Darüber hinaus sprechen Sie einen Gutachter an : allein dies sollte Grund genug sein, einen Rechtsanwalt zu beauftragen. Nur dieser wird das Gutachten (wegen der Akteineinsicht) lesen und entsprechend in einem Verfahren verwenden können.

3. Was würde ein Anwalt kosten?

Die Kosten für einen Strafverteidiger für ein solches Verfahren einschließlich Ermittlungsverfahren liegen bei rund 850,- €.

Nachfrage vom Fragesteller 12.12.2010 | 09:39

Hallo,

vielen Dank für die Beratung.
Auf Frage 2 haben Sie leider nicht direkt geantwortet, sondern eher wie ein Politiker der Frage ausgewichen.

Mir ist bewusst, dass nur ein Anwalt volle Akteneinsicht bekommt, aber: Wenn das Gericht mich zu 500€ verurteilt ohne Anwalt und mit Anwalt zu 200€, der Anwalt mich aber 850€ kostet, lohnt es sich in keinster Weise?!

Ich würde mir eine erneute Stellungnahme im Bezug auf Frage 2 wünschen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.12.2010 | 09:54

Sehr geehrter Fragesteller,

erfahrungsgemäß dürfte eine Geldstrafe in Ihrem Fall 30 bis 60 Tagessätze betragen. Die Höhe der Tagessätze errechnet sich dabei als Faustformel aus der Höhe Ihres Nettoeinkommens durch 30 Tage. Ob sich ein Anwalt in Ihrem Fall lohnt, können Sie an Hand dieser Informationen berechnen.

Da bei Ihnen ein Gutachten in Bezug auf die Schuldfähigkeit erstellt wurde, kommt jedoch auch die Bestellung eines Pflichtverteidigers in Betracht. In wieweit dies der Fall ist, kann im Rahmen dieser Plattform jedoch nicht beurteilt werden.

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