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Nötigung oder Erpressung


| 20.12.2006 21:26 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf



Sehr geehrte Damen und Herren, ich arbeitete als unabhängiger freier Versicherungsvermittler für einen Versicherungsmakler. Nachdem die Arbeitsweise dieses Maklers nach 1,5 Jahren immer noch nicht zu meiner Zufriedenheit ausfiel, suchte ich mir 2 andere Versicherungsmakler, mit denen ich abwechselnd zusammen arbeitete. Durch Zufall bekam der 1. Makler davon Kenntnis und rief den ersten der beiden Makler an, und erzählte ihm diverse Märchen, sodaß dieser Makler mit mir nicht mehr zusammen arbeiten will. Nun rief er mich an, mit der Drohung wenn ich die Provision aus einem Storno nicht sofort zurückzahlen würde, käme er nicht umhin, auch den noch verbliebenen Makler auch diesen Bären aufzubinden.In dem freien Vermittlungsvertrag ist die Rückzahlung eines Stornos nicht geregelt. Sollte der das wirklich tun, wäre meine Existenz bedroht.

Ist das was er gemacht hat, und noch vorhat zu tun, eine Straftat?, wenn ja,erbitte ich Auskunft welche. Ich bin 25 Jahren in diesen Gewerbe tätig, und hatte noch nie solche Schwierigkeiten.

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich unter Berücksichtigung ihrer Sachverhaltsdarstellung sowie Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Das Verhalten ihres ehemaligen Kollegen ist von strafrechtlicher Relevanz.

Dessen Drohung, er werde, so Sie die Stornogebühren nicht zahlen, ihren anderen Kollegen " einen Bären über Sie aufbinden ", wird wohl als Nötigung (strafbar gemäß § 240 StGB) zu werten seien.
Denn er bedrohte sie hier mit einem empfindlichen Übel, um sie zu einer bestimmten Handlung zu veranlassen. Die Bedrohung mit dem für die Erfüllung des Tatbestandes der Nötigung erforderlichen empfindlichen Übel liegt darin, dass er Ihnen in Aussicht stellt, ihren Kollegen eine Geschichte zu erzählen, die geeignet ist, dass Ihnen bisher entgegengebrachte Vertrauen insoweit zu zerstören, dass eine weitere Zusammenarbeit nicht möglich erscheint.

In Betracht kommt weiterhin, dass sich ihr Ex-Kollege eines Aussage Delikts - ich hier insbesondere einer Verleumdung oder einer üblen Nachrede - schuldig machte. Es wird darauf ankommen, welchen Inhalts seine " Märchenerzählung " war und ob diese wahr ist oder nicht.

Sie können die Staatsanwaltschaft oder jede Polizeidienststelle aufsuchen und dort nach Schilderung des gesamten Sachverhalts Anzeige hinsichtlich aller in Betracht kommender Delikte stellen. Gerne stehe auch ich Ihnen diesbezüglich unterstützend zur Verfügung.

Weiterhin erscheint es hinsichtlich des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und den Ihnen drohenden erheblichen Beeinträchtigungen notwendig und sinnvoll, Ihrem Gegner auch zivilrechtlich Einhalt zu gebieten.
Hier wäre es insbesondere denkbar, den Gegner im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes zunächst zur Unterlassung des in Aussicht gestellten Verhaltens zu bringen.


Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

info@kanzlei-kaempf.net
www.kanzlei-kaempf.net

Nachfrage vom Fragesteller 21.12.2006 | 12:54

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Kämpf.
Vielen Dank für die sofortige Beantwortung meiner Fragen.
Erbitte noch eine Beantwortung:
Dieser 1. Makler hat von 2 meiner Kunden die in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtig wurden, ein Storno erhalten. Worauf ich aber nicht durch eine Provisionsabrechnung, oder durch ein Schreiben zur Rückzahlung aufgefordert wurde, sondern er hat sofort mit der Drohung, wie in der 1. Frage gestellt, reagiert. Das war das beschriebene "Märchen" und der "aufgebundene Bär".
Mit freundlichen Grüßen
Mit der Bitte um Beantwortung

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.12.2006 | 13:55

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworten möchte.

Sollte ihr Ex-Kollege Sie tatsächlich zur Rückzahlung der Stornogebühren veranlassen, indem er damit droht, Ihren neuen Kollegen zu erzählen, Sie würden eben diese Gebühren nicht wie vertraglich vereinbart zurückzahlen, und dies wahrheitswidrig ist, sehe ich die in der ursprünglichen Beantwortung der Frage gemachten Ausführungen als gegeben an.

Ich weise Sie allerdings nochmals eindringlich darauf hin, dass eine strafrechtliche Ahndung vorliegend wohl kaum das geeignete Mittel sein wird, um ihrem Ex-Kollegen schnellstmöglich Einhalt zu gebieten.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

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