Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Nötigung gem. § 240 Abs.1 STGB


27.09.2007 20:20 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf



Sehr geehrter Rechtsanwalt,
ich habe einen Strafbefehl über 40 Tagessätze a 40 € mit Einspruchsfrist von 14 Tagen am 25.09.07 erhalten.
Zur Vorgeschichte: Unser Postbote hat mit seinem Dienst-KFZ meinen als Privat gekennzeichneten Stellplatz belegt. Der mehr-malige Aufforderung, den Platz zu verlassen, kam er nicht nach, im Gegenteil, er wurde beleidigend. Es kam zu einem lauten Wort-gefecht. Bis dahin vergingen ca. 5-7 Minuten. Da nunmehr keinerlei Reaktion von seiner Seite erfolgte, zupfte ich ihn am Ärmel mit den Worten "hallo, was ist jetzt endlich?". Daraufhin meinte er: "fass mich nicht an". Nach weiteren 3-5 Minuten bequemte er sich dann meinen Stellplatz zu verlassen. Es kam zu einer Anzeige, in der ich der Nötigung durch "zum Auto schleifen" beschuldigt wurde. Ich wurde zur Befragung zur PI geladen. Nach Aufnahme meiner Aussage wurde mir mitgeteilt, dass die Sache vermutlich eingestellt wird. Jetzt wird im Strafbefehl ein Zeuge benannt, der meines Wissens nicht anwesend war (Zeitpunkt des Vorfalles war ein Samstag gegen 8.45 Uhr).
Jetzt meine Frage: Habe ich Aussichten auf einen erfolgreichen Einspruch, wenn ich keinen Gegenzeugen habe? Kann ich die Aussagen aus der Akte einsehen, um möglicherweise einen Einspruch zu formulieren. Was bedeutet die Annahme des Strafbefehls?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes sowie Ihrer Sachverhaltschilderung wie folgt beantworten möchte:

Zu 1) Die Erfolgsaussichten eines Einspruchs gegen den Strafbefehl lassen sich erst nach Kenntnis der Ermittlungsakte beurteilen. Dahingehend empfehle ich Ihnen, einen Strafverteidiger mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen zu beauftragen. Nur über einen solchen wird Ihnen Akteneinsicht in die Ermittlungsakte gewährt werden. Gerne stehe auch ich Ihnen dahingehend zur Verfügung.
Vorab teile ich Ihnen bereits jetzt - allerdings unverbindlich - mit, dass es hinsichtlich des weiteren Vorgehens maßgeblich auf die Aussage des nunmehr aufgetauchten Zeugen ankommen wird.
Auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts kann ich nicht erkennen, dass Sie sich einer Nötigung schuldig machten. Vielmehr kommt eine Strafbarkeit des Postboten in Betracht.
Selbstverständlich wäre es von Vorteil, wenn Sie ebenfalls über einen Zeugen verfügen würden, dies ist aber offensichtlich nicht der Fall.

Zu 2) Wie bereits unter Punkt 1) dargestellt, werden Sie Akteneinsicht lediglich über einen Strafverteidiger erhalten.

Zu 3) Im Falle der " Annahme " des Strafbefehls wären sie rechtskräftig wegen einer Nötigung verurteilt.
Sie müssten die Geldstrafe sowie die Gerichtskosten bezahlen. Eine Eintragung der Strafe in das Führungszeugnis (für private) würde, so Sie noch nicht vorbestraft sind, nicht erfolgen. Gegenüber Privatpersonen (sowohl Menschen als auch Firmen) dürften sie sich weiterhin als nicht vorbestraft bezeichnen.
Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

info@kanzlei-kaempf.net
Rechtsanwalt Kämpf - Strafrecht und Internetrecht in München

Nachfrage vom Fragesteller 30.09.2007 | 11:47

Hallo H. Rechtsanwalt Kämpf
ich habe, um einen Einspruch formulieren zu können, um Kopien der genannten Blätter d.A. gebeten. Zudem um eine Verlängerung der Einsprchsfrist.
Frage:
Besteht die Möglichkeit die Blätter zu erhalten und eine Verlängerung der Frist eingeräumt zu bekommen. Kann ich Sie ggf. kurzfristig um Unterstützung bitten bzgl. eines Einspruchs?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.10.2007 | 10:55

Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst bitte ich zu entschuldigen, dass ich Ihnen erst zum jetzigen Zeitpunkt antworte. Ihre Nachfrage beantworte ich wie folgt:

Die Frist zur Einlegung des Einspruchs gegen den Strafbefehl ist nicht verlängerbar. Sollten Sie diese auf Grund meiner verzögerten Antwort versäumt haben, bitte ich höflich um baldmöglichste Mitteilung. Gegebenenfalls kommt in diesem Fall einen Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand in Betracht.
Bitte setzen Sie sich dahingehend unter 089/ 228433-55 mit meiner Kanzlei in Verbindung.

Wie bereits in der Beantwortung Ihrer ursprünglichen Frage ausgeführt, wird Ihnen Akteneinsicht lediglich über einen Verteidiger gewährt. Aus diesem Grund gehe ich davon aus, dass Ihnen die Staatsanwaltschaft die angeforderten Unterlagen nicht zusandte.

Abschließend teile ich mit, dass der Einspruch gegen einen Strafbefehl nicht begründet werden muss.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

info@kanzlei-kaempf.net
Rechtsanwalt Kämpf - Strafrecht und Internetrecht in München

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER