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Nike

17.03.2021 12:36 |
Preis: 25,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


14:41

Zusammenfassung:

Bei Erhalt einer Kündigung ist die dreiwöchige Frist zur Einreichung der Kündigungsschutzklage zu beachten und bei Abschluss eines Aufhebungsvertrages eine einjährige Frist für die Anfechtung wegen Täuschung oder Drohung nach Aufdeckung der Täuschung oder Ende der Zwangslage.

Hallo,
vor 3 Jahre wurde ich bei Nike gefeuert. Grund war, dass ich meine private Sneakersammlung verkaufte, dies aber bei meinem Manager vorher angemeldet hatte. Durch einen aktuellen sehr ähnlichen und großen Fall der in den USA passierte, wurde mir aber klar keine Nike Policy gebrochen zu haben und es keine Grundlage gab mich fristlos zu kündigen. Damals stand ich sehr unter Schock und habe alles unterschrieben was mir vorgelegt wurde. Heute habe ich noch immer Probleme in der Industrie einen Job zu erhalten. Der Fall ist gar noch komplexer aber das sind so die groben Punkte.
Kann ich heute noch gegen die Kündigung vorgehen und gegen Nike vorgehen?
Danke.

17.03.2021 | 13:51

Antwort

von


(569)
Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

bedauerlicherweise kann ich Ihnen nach dem Ablauf der Zeit wenig Hoffnung machen. Wenn Sie eine Kündigung erhalten haben, ist die Frist für die Einreichung der Kündigungsschutzklage von drei Wochen ab Erhalt der Kündigung bereits abgelaufen. Es gibt zwar die Möglichkeit der Wiedereinsetzung, dies aber nur in ganz extremen Fällen wie etwa Krankenhausaufenthalt über längere Wochen o. ä.
Soweit Sie einen Aufhebungsvertrag unterschrieben haben, könnten Sie diese natürlich wegen Täuschung oder Drohung anfechten. Allerdings ist hier die Anfechtungsfrist von einem Jahr nach § 124 BGB nach Entdecken der Täuschung oder Ende der Zwangslage zu berücksichtigen.

Da ich vermute, dass die Zwangslage direkt nach Unterzeichnung eines etwaigen Aufhebungsvertrag geendet hat, bestehen auch hier wenig Aussichten.

Ich bedaure dies so mitteilen zu müssen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 17.03.2021 | 14:23

Vielen Dank für Ihre Email.
Wie schätzen Sie das ein wenn ich persönlich ein Schreiben verfasse und mich auf den von den Ihnen berufenen Paragraphen beziehe?
Nike steht bei dem Thema aktuell stark unter Beschuss mit sehr schlechter Presse, dass bei einem ähnlichen Fall, gar wesentlich schlimmer, eben keine Kündigung ausgesprochen wurde mit der offiziellen Stellungnahme, dass keine Nike Policy gebrochen wurde. Dort handelt es sich aber um eine hochrangige Mitarbeiterin und nicht wie in meinem Fall und auch anderen Fällen, eher kleine Mitarbeiter.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17.03.2021 | 14:41

Sehr geehrter Fragesteller,

natürlich können Sie ein derartiges Anfechtungsschreiben selbst verfassen. Sie sollten dann auch Ihre Arbeitskraft anbieten und könnten dann den Fall dergestalt zu Gericht bringen, dass sie Gehalt für die Zukunft einklagen. Für die Vergangenheit wird dies schwierig mangels Arbeitsangebot. Vielleicht bekommen Sie auch eine Kündigung, die Sie dann zum Arbeitsgericht innerhalb der dreiwöchigen Frist bringen können. Bei Gericht sind gelegentlich auch Pressevertreter. Da beim Arbeitsgericht auch kein Vertretungszwang herrscht, können Sie sich auch dort selbst vertreten, sodass keinerlei Anwaltsgebühren für sie anfallen.

Natürlich können Sie dies versuchen, angesichts des Zeitablaufes fürchte ich sind die Aussichten eher schlecht. Ich bedaure noch mal diesen Bescheid geben zu müssen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Scheibeler

ANTWORT VON

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