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Niederlassungserlaubnis erlischt

16.12.2020 20:10 |
Preis: 25,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


21:29

Zusammenfassung:

Die Niederlassungserlaubnis erlischt, wenn der Ausländer ausgereist und nicht innerhalb von sechs Monaten oder einer von der Ausländerbehörde bestimmten längeren Frist wieder eingereist ist

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe gelesen, dass die Niederlassungserlaubnis nach 6 Monaten bzw. Einer festgelegten Frist erlischt, wenn man sich durchgehend im Ausland aufhält.
Es gibt die Ausnahme von Paragraph 51 (2), dass eine Person, die sich länger als 15 Jahren im Bundesgebiet aufhält und seinen Lebensunterhalt sichern kann, ihre Niederlassungserlaubnis nicht verliert.

Nun zur Situation: Der Antrag auf Fortbestand wurde innerhalb der zeitlichen Frist gestellt. Jedoch haben die Nachweise nicht für den gesicherten Lebensunterhalt gereicht. Jetzt ist jedoch genau die zeitliche Frist vorbei (1 Jahr und 1 Woche).

Frage 1: Kann nun nachträglich noch eine Verpflichtungserklärung einer Person abgegeben werden, damit die Niederlassungserlaubnis nicht erlischt? Oder ist es zu spät?

Frage 2: Kann man versuchen zunächst einzureisen und nachträglich den Nachweis zum gesicherten Lebensunterhalt nachreichen?

Vielen Dank!

16.12.2020 | 21:13

Antwort

von


(122)
Storkower Straße 158
10407 Berlin
Tel: 03023916152
Web: http://www.12anwalt.de
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Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen gerne auf Grundlage der angegebenen Informationen im Rahmen einer Erstberatung verbindlich wie folgt beantworten möchte.

Frage 1: Kann nun nachträglich noch eine Verpflichtungserklärung einer Person abgegeben werden, damit die Niederlassungserlaubnis nicht erlischt? Oder ist es zu spät?

Rechtsgrundlage ist § 51 AufhG.

§ 51 Beendigung der Rechtmäßigkeit des Aufenthalts; Fortgeltung von Beschränkungen
(1) Der Aufenthaltstitel erlischt in folgenden Fällen:

wenn der Ausländer ausgereist und nicht innerhalb von sechs Monaten oder einer von der Ausländerbehörde bestimmten längeren Frist wieder eingereist ist,

(2) Die Niederlassungserlaubnis eines Ausländers, der sich mindestens 15 Jahre rechtmäßig im Bundesgebiet aufgehalten hat sowie die Niederlassungserlaubnis seines mit ihm in ehelicher Lebensgemeinschaft lebenden Ehegatten erlöschen nicht , wenn deren Lebensunterhalt gesichert ist und kein Ausweisungsinteresse nach § 54 Absatz 1 Nummer 2 bis 5 oder Absatz 2 Nummer 5 bis 7 besteht. Die Niederlassungserlaubnis eines mit einem Deutschen in ehelicher Lebensgemeinschaft lebenden Ausländers erlischt nicht nach Absatz 1 Nr. 6 und 7, wenn kein Ausweisungsinteresse nach § 54 Absatz 1 Nummer 2 bis 5 oder Absatz 2 Nummer 5 bis 7 besteht. Zum Nachweis des Fortbestandes der Niederlassungserlaubnis stellt die Ausländerbehörde am Ort des letzten gewöhnlichen Aufenthalts auf Antrag eine Bescheinigung aus.

Die Antwort auf Ihre Frage lautet deshalb ja.

Frage 2: Kann man versuchen zunächst einzureisen und nachträglich den Nachweis zum gesicherten Lebensunterhalt nachreichen?

Es ist zwar möglich aber das empfehle ich nicht. Es sollte vorab mit der Ausländerbehörde geklärt werden und eine Bescheinigung beantragt werden.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer kostenlosen Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann auch unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc.

Meine Emailadresse finden Sie, wenn Sie auf mein Profilfoto klicken.
Bitte beachten Sie, dass die Ergänzung oder Änderung des Sachverhalts zu einer vollkommen anderen rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen



Jan Bergmann
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 16.12.2020 | 21:28

Danke für Ihre schnelle Antwort! Erlischt somit die Niederlassungserlaubnis zunächst und nachdem nachträglich der gesicherte Lebensunterhalt in Form von entweder eines Arbeitsvertrages (ab nach Einreise) und/oder einer Verpflichtungserklärung nachgewiesen wurde, gilt die Niederlassungserlaubnis wieder? Habe ich das richtig verstanden?

Denn die Ausländerbehörde hatte mir komischerweise mitgeteilt, dass Nachweise nach dem Ablauf der zeitlichen Frist nicht gültig sind und die Niederlassungserlaubnis somit erlischt...
Vielen Dank im Voraus!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 16.12.2020 | 21:29

Nein der Lebensunterhalt muss zum Zeitpunkt der Einreise gesichert sein

ANTWORT VON

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