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Niederlassungserlaubnis Scheidung


| 01.04.2006 00:01 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Iris Sümenicht



Hallo,
Ich lebe (und arbeite) seit 13 Jahren in Deutschland und bin seit 7 Jahren mit meinem Mann verheiratet. Er hat die Deutsche Staatsangehörigkeit seit 3 Jahren, davor war er anerkannter Asyl. Ich habe letztes Jahr ein unbefristetes Niederlassungserlaubnis bekommen. Da wir uns jetzt trennen möchten, habe ich ein Paar Fragen dazu:
1. Muss ich befürchten mein Aufenthaltsrecht in Deutschland zu verlieren?
2. Ab wann habe ich Recht auf ein eigenständiges Aufenthaltstitel?
3. Muss ich mich (falls es dazu käme) bei Ausländeramt als getrennt-lebend anmelden oder reicht es wenn ich es nur bei Bürgeramt tue??
Vielen Dank
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte:

Da Sie Ihre Staatsangehörigkeit nicht mitgeteilt haben, gehe ich davon aus, dass Sie nicht Staatsangehörige eines EU-Mitgliedsstaates sind. Sollte dies doch der Fall sein, teilen Sie mir bitte Ihre Staatsangehörigkeit im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion mit, da sich dann eventuell eine andere rechtliche Beurteilung ergibt.

Nun zu Ihren Fragen im Einzelnen:

Zu 1.:
Nein, da Sie bereits eine unbefristete Niederlassungserlaubnis besitzen, müssen Sie im Falle einer Trennung nicht befürchten, diese zu verlieren.

Zu 2.:
Die Voraussetzungen für die Erlangung eines eigenständigen Aufenthaltstitels nach § 31 Aufenthaltsgesetz würden nur dann für Sie gelten, wenn Sie nicht im Besitz einer Niederlassungserlaubnis, sondern nur einer Aufenthaltserlaubnis wären.
Die unbefristete Niederlassungserlaubnis nach § 9 Aufenthaltsgesetz stellt aber bereits einen eigenständigen Aufenthaltstitel dar, so dass Sie diesen nicht erst beantragen müssen, sondern schon besitzen.


Zu 3.:
Auch wenn ich eine ausdrückliche Pflicht zur Mitteilung des Getrenntlebens im Gesetz und der dazu erlassenen Durchführungsverordnung im Moment nicht zu erkennen vermag, würde ich Ihnen doch dazu raten, dies dem Ausländeramt mitzuteilen.
Sie haben dadurch jedenfalls wie gesagt nichts zu befürchten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen bei der Beantwortung Ihrer Frage eine erste rechtliche Orientierung geben. Gerne stehe ich noch für eine Nachfrage zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Iris Sümenicht
Rechtsanwältin
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