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Niederlassungserlaubnis, Umzug in die Schweiz

26.04.2018 17:52 |
Preis: 25,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Niederlassungserlaubnis erlischt nach 6 Monaten Aufenthalt in Deutschland. Ausnahmen sind möglich z.b. bei ausländischen Ehegatten eines Deutschen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich besitze eine unbefristete Niederlassungserlaubnis in Deutschland und ukrainische Staatsbürgerschaft. Mein Mann ist deutscher. Mein Mann hat einen Jobangebot in der Schweiz erhalten. Wenn wir jetzt aus Deutschland nach Schweiz umziehen würden, was würde dann mit meiner Niederlassungserlaubnis in Deutschland passieren? Kann man gleichzeitig eine Niederlassungserlaubnis in Deutschland und in der Schweiz haben? Und wenn nicht, wie ist es, wenn wir dann irgendwann zurück nach Deutschland ziehen würden?

Mit freundlichen Grüßen
27.04.2018 | 17:34

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen gerne auf Grundlage der angegebenen Informationen im Rahmen einer Erstberatung verbindlich wie folgt beantworten möchte.

Der Aufenthaltstitel eines rechtmäßig in Deutschland lebenden Ausländers erlischt gemäß § 51 Abs. 1 des AufenthG erlischt dann, wenn

- der Ausländer aus einem seiner Natur nach nicht vorübergehenden Grunde ausreist (§ 51 Abs. 1, Nr. 6);

- wenn der Ausländer ausgereist und nicht innerhalb von sechs Monaten oder einer von der Ausländerbehörde bestimmten längeren Frist wieder eingereist ist (§51 Abs. 1, Nr. 7).

Nicht nur vorübergehend reist ein Ausländer aus, wenn er zum Beispiel mit seinem ausländischen Ehegatten auswandert.

Und auch bei der 6-Monats-Frist ist Vorsicht geboten. Es reicht nicht aus, wenn Sie einmal kurz wieder einreisen. Grundsätzlich wird zwar die Frist unterbrochen durch wiederholtes Einreisen. Hinzu kommen muss aber, dass festzustellen ist, dass der Betroffene immer noch seinen Lebensmittelpunkt in Deutschland hat.

Indizien hierfür sind z.B., dass die Familie in Deutschland lebt man sie regelmäßig besucht. Es reicht aber nicht aus, wenn lediglich noch ein Wohnsitz in Deutschland bei Verwandten angemeldet ist und Sie aber tatsächlich im Ausland wohnen

Ausnahme vom Erlöschen des Aufenthaltstitels: Gemäß § 51 IV AufenthG wird dem Ausländer eine längere Frist zugebilligt als die 6 Monate, wenn er aus einem seiner Natur nach vorübergehenden Grund ausreisen will. (Typischer Fall ist ein Studium oder Arbeit im Ausland. Hier sollte in jedem Fall vor der Ausreise mit der Ausländerbehörde eine Einigung über eine Fristverlängerung getroffen werden.)

Gemäß § 51 II AufenthG erlischt die Niederlassungserlaubnis eines Ausländers auch bei einem Auslandsaufenthalt von mehr als 6 Monaten nicht, wenn er sich bereits seit 15 Jahren rechtmäßig im Bundesgebiet aufgehalten hat, wenn der Lebensunterhalt gesichert ist und kein Ausweisungsgrund nach § 54 Nr. 5, 5a. 6, 7 oder § 55 Abs. 2 Nr. 8 AufenthG vorliegt. Das gilt auch für die Ehegatten.

Die Niederlassungserlaubnis eines mit einem Deutschen verheirateten Ausländers erlischt nicht automatisch kraft Gesetz, es sei denn, ein Ausweisungsgrund liegt vor. Eine Bescheinigung ist grundsätzlich nicht notwendig. Trotzdem kann es in den Ausnahmefällen zu Problemen bei Grenzübertritt kommen.

Was sollten Sie machen?

Wenn Sie länger als 6 Monate im Ausland bleiben werden, sollten Sie in jedem Fall bei der Ausländerbehörde einen Antrag auf Bescheinigung des Fortbestandes der Niederlassungserlaubnis stellen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer kostenlosen Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann auch unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc.

Meine Emailadresse finden Sie, wenn Sie auf mein Profilfoto klicken.

Bitte beachten Sie, dass die Ergänzung oder Änderung des Sachverhalts zu einer vollkommen anderen rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Jan Bergmann
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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