Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Nießbrauchrecht, Übertragung, Vom Notar falsch beraten. Gegen Forderung angehen?

| 20.07.2016 18:06 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von


15:37

Sehr geehrte Damen und Herren,


Mein Großonkel (79 Jahre) hat sein Testament geändert und mich (32 Jahre) darin als Alleinerben eingesetzt. Die Erbmasse besteht aus einem 2.-Familien Reihenhaus in Bremen (ca 115 qm Grundstücksfläche) und etwas Bargeld/Aktien Da ich als Urenkel im Erbfall in eine sehr ungünstige Steuerklasse rutsche, haben mein Großonkel und ich uns entschlossen, einen Beratungstermin in der Kanzlei meines Großonkels zu nehmen, um uns über die verschiedenen Möglichkeiten Erbschaftssteuer zu sparen, beraten zu lassen. Es ging uns hierbei rein um die Immobilie.

Mein Großonkel und ich sind die letzten Hinterbliebenden in der Familie. Dazu kommt das mein Großonkel Blind ist und auch eine 100% Behinderung anerkannt bekommen hat. Durch seine Behinderung ist er nicht in der Lage sein Leben alleine zu bestreiten. Daher übernehme ich diverse administrative arbeiten für Ihn, hauptsächlich Schriftverkehr, Behördengänge, Verträge und Finanzen etc. Mindestens 10 Std. / Woche ohne Gegenleistung.

Der Anwalt/Notar mein Großonkels empfahl uns, in unserer Konstellation die Übertragung zu Lebzeiten mit lebenslangen Nießbrauchrecht für meinen Onkel. Den Wert der Immobilie würde er mit 100000€ angeben. Auf Nachfrage meinerseits, ob das den überhaupt ginge da vergleichbare Häuser in der Gegend mit über 200000€ gehandelt werden und mein Großonkel selbst schon ein Kaufangebot über 220000€ bekommen hatte, sagte er uns, dass es schon so machbar ist wenn man das mit Reparaturstau und alter argumentiert. Ich hab dem Glauben geschenkt, immerhin sprach ja ein Fachmann. Mein unentgeltliche Hilfe für meinen Großonkel sollte zusätzlich gegengerechnet werden.

Nach ca. 30 Minuten Beratung bat der gute Mann uns an, das ganze mal auf Grund der Komplexität des Themas aufs Papier zu bringen und dann ein weiteren Termin zu machen um weitere Fragen zu besprechen. Es wurde kein schriftlicher Auftrag erteilt noch über eventuelle Kosten aufgeklärt. Es war auch nie die Sprache von einem Vertragsentwurf.

Ca. 2 Wochen Später hatten wir Unterschriftsreifen Vertrag bekommen in denen die Punkte mit dem Verkehrswert der Immobilie und dem Nießbrauchwert leer gelassen wurden. Erstmal hatten wir nicht mit einem Unterschriftsreifen Vertrag gerechnet und dann gab darin noch eine ganz bestimmte Klausel in diesem Vertrag die mich mehr als stutzig machte.

§3 Hinweis des Notars

Die Vertragsabschließenden wurden darauf hingewiesen, dass dieser Vertrag eine Schenkungssteuer auslösen kann; der Notar im übrigen aber im Zusammenhang mit diesem Vertrag nicht über steuerliche Fragen beraten hat.

Darauf wurden wir aber ganz und gar nicht hingewiesen. Und wäre ich darauf hingewiesen wurden, wäre das ganze für mich auch keine Option, da ich gerade eine Firma gegründet habe und in der Gründungsphase auf meine Finanzen besonders acht geben muss. Eine Schenkungssteuer kann und will ich mir nicht leisten, da ich bis zum ableben meines Großonkels auch keinen Nutzen aus der Immobilie erzielen kann, womit eine Schenkungssteuer in meinem Fall eine Existenzbedrohende Belastung wäre.

Ich habe mich daraufhin bei meinem Steuerberater beraten lassen, welcher mir versicherte, dass eine Schenkungssteuer anfallen würde und diese auch nicht auf den Fantasie-Immobilienwert des Notars von 100000€, sondern auf den derzeitigen Verkehrswert anfallen würde. Dieser würde vom Finanzamt bestimmt auf Grund ähnlicher Verkäufe in der Gegend.

Als ich darauf hin etwas schockiert der Sachbearbeiterin die Problematik geschildert habe und um einen weiteren Beratungtermin mit der alternativen Beratung zur Erwachsenenadoption gebeten habe, wollte man mich zwecks Terminabstimmung anrufen. Dies hat man aber nicht mehr gemacht sondern eine Rechnung über ca. 650€ an meinen Großonkel geschickt für den Vertragsentwurf der Objekt-Übertragung.

Dies finde ich schon etwas Frech, da mein Großonkel schon sein ganzes Leben Mandant in dieser, nicht ganz kleinen Kanzlei ist und man meiner Meinung nach, so nicht mit langjährigen Kunden umgeht.

Daher meine Frage:

Welche rechtlichen Möglichkeiten haben wir gegen diese Forderung vor zu gehen? Ich fürchte mich ein wenig davor mich mit einer großen Kanzlei anzulegen, da wir für den Fall auch keine Rechtsschutz besitzen. Ich weigere mich aber auch prinzipiell diese Forderung zu begleichen, da sie mehr als Frech ist und mich hätte in die Ruin stürzen können.

Welche Möglichkeiten gibt es konkret rechtlich gegen den Notar vorzugehen( Anzeige wg. Betrug, Anwaltskammer etc.) um andere Menschen vor solch einem Vorgehen zu schützen. Immerhin wurde nicht nur nicht im vollen Umfang beraten und aufgeklärt. Es wurden falsche Tatsachen vermittelt (Immobilien Verkehrswert) eventuell sogar bewusst um einen Auftrag an Land zu ziehen.

Da wir keinen schriftlichen Auftrag erteilt haben und im gesamten Beratungsgespräch 2 Mandanten und 1 Anwalt waren und nie die Sprache von einem Unterschriftsreifen Vertrag war, liegt es mir nahe den Gesamten Auftrag anzuzweifeln und einfach zu bestreiten. Dies ist vielleicht nicht fair und ehrenwert aber das war das Verhalten des Notars auch nicht. Ist das rechtlich möglich oder wird dem Wort eines Notars mehr glauben geschenkt als zwei Mandanten?

Ich bedanke mich im voraus für Ihre Hilfe.



20.07.2016 | 19:09

Antwort

von


(1278)
Karolinenstr. 8
33609 Bielefeld
Tel: 0521/178960
Web: https://www.reinhard-otto.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Guten Tag,

ich beantworte Ihre Anfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilten Informationen wie folgt:

Zunächst müssen Sie davon ausgehen, dass der Auftrag an einen Anwalt/Notar, tätig zu werden, nicht schriftlich zu erfolgen hat, sondern auch mündlich erteilt werden kann.

Tatsache ist, dass Sie sich haben beraten lassen im Hinblick auf eine Übertragung eines Objektes und dass am Ende dieses ersten Gespräches

"das ganze mal auf Grund der Komplexität des Themas aufs Papier zu bringen und dann ein weiteren Termin zu machen um weitere Fragen zu besprechen".

Der Anwalt/Notar sollte also schon über die reine Beratung hinaus etwas "zu Papier bringen".

Da Ihr Ziel erklärtermaßen die Einsparung von Erbschaftssteuer war und der Anwalt/Notar den Vorschlag unterbreitet hatte, das Haus zu Lebzeiten zu übertragen und dem Großonkel einen Nießbrauch einzuräumen, lag es nahe, dass vom Notar ein diesen Vorstellungen entsprechender Vertragsentwurf angefertigt werden sollte.

Etwas "zu Papier bringen" kann eigentlich nur die Anfertigung eines auf dem Gespräch beruhenden Vertragsentwurfes sein. Etwas anderes gibt keinen Sinn.

Jedenfalls liegt es nahe, dass er Ihre Erklärungen so auffassen konnte und durfte.

Damit haften Sie für die Kosten dieses Vertragsentwurfes.

Angesichts des Wertes der Angelegenheit, immerhin geht es um ein Haus, das nach Ihren Vorstellungen 220.000.- € wert ist, erscheint die Rechnungshöhe angemessen.

Sie können gemäß § 127 GNotKG: Antrag auf gerichtliche Entscheidung zwar eine Entscheidung des Landgerichtes beantragen; allerdings erscheinen die Erfolgsaussichten gering zu sein.

Ebenso steht Ihnen natürlich frei, eine Beschwerde bei der Notarkammer einzureichen.

Bei Vorwürfen wie dem des Betruges sollten Sie sehr zurückhaltend sein, damit Sie nicht Gefahr laufen, sich strafbar zu machen.

Ebenso sollten Sie Abstand nehmen davon, wahrheitswidrig "den Gesamten Auftrag anzuzweifeln und einfach zu bestreiten", denn auch das könnte als versuchter Betrug strafbar sein.

Sprechen Sie mit dem Notar vernünftig, vielleicht ist eine einverständliche Lösung denkbar.


Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 21.07.2016 | 15:18

Guten Tag,

vielen Dank für Ihren Beitrag. Den Versuch eine einverständliche Lösung zu finden wurde bereits unternommen, wie ich geschrieben habe, habe ich auch versucht einen weiteren Termin zwecks weiterer Beratung zu bekommen, dies wurde DURCH DEN NOTAR abgeblockt bzw. die versprochenen Rückrufe zur Terminfindung nicht eingehalten.

Leider sind sie in Ihrer Antwort gar nicht auf die völlig falsche Beratung des Notars eingegangen, welche überhaupt der Auslöser für einen Vertragsentwurf war.

Immerhin wurde uns vermittelt, dass man den Verkehrswert der Immobilie gegenüber dem Finanzamt un-wahrheitsgemäß angeben kann / sollte, um so die Höhe der Erbschaftssteuer zu reduzieren bzw. ganz zu sparen. Denn der Verkehrswert liegt weit über dem doppelten des vom Notar vorgeschlagenem Verkehrswertes. Den realen von uns geschätzten Verkehrswert kannte der Notar selbstverständlich. Eine mögliche anfallende Schenkungssteuer wurde nicht mit einem Wort erwähnt. Genauso wurde nicht erwähnt, dass in dem eventuellen Schenkungs-Steuerverfahren das Finanzamt den Verkehrswert anhand regionalen Vergleichs-preisen bewertet und nicht wie uns erklärt wurde nach ausgedachten Verkehrswerten die sich in einem gewissen Rahmen befinden müssen. Es wurde uns also suggeriert mit diesem Vertrag die Erbschaftssteuer legal zu umgehen bzw. auf ein Minimum zu reduzieren.

Die genannte Vertragliche Klausel die vom Notar verwendet wurde dient dem Notar also ausschließlich dazu sich aus der Verantwortung zu ziehen und sich vor rechtlich schritten gegen sich selbst abzusichern.

Ist das übliches Vorgehen unter Anwälten und dürfen sie erzählen wonach ihnen gerade ist ohne rechtliche Konsequenzen befürchten zu müssen, da man ja für alles im nachhinein eine Schutzklausel in Verträge einbauen kann und sagen kann, sowas hätte man nie behauptet? Und noch schlimmer ohne Moralische bedenken zu haben, welche Konsequenzen das für die beteiligten haben könnte?

Wenn ich jetzt nochmal die für mich nach deutschem Recht gültige Definition von Betrug zitieren darf:

Nach § 263 StGB: Betrug macht sich strafbar: „Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, dass er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält."

Bitte korrigieren sie mich, sollte diese Definition falsch sein.

Jetzt gibt es aus meiner Sicht nur zwei Optionen für die falsche Beratung:

1. Der Notar hat aus Unwissenheit falsch beraten

hier wäre die Qualität der Arbeit unterirdisch schlecht und sicherlich keine 650€ wert. Und dann wundert es mich, dass man nicht versucht eine gemeinsame Lösung zu finden sondern den Kontakt einfach abbricht und diese Rechnung rausschickt, trotz der Situation das mein Großonkel länger Mandant in der Kanzlei ist, als der Notar dort arbeitet. Ich habe auch nie erwähnt das wir die Absicht haben die Beratung nicht zu bezahlen. Ich habe nur gesagt das die Beratung des Notars sich nach Rückfrage mit meinem Steuerberater als falsch heraus stellte und wir eine andere Lösung finden müssten. Und wenn jemanden das Hintergrundwissen fehlt um ins solchen Angelegenheiten rechtsverbindlich zu beraten, dann sollte man das auch ehrlich sagen, anstatt sich irgendwas auszudenken.

Zu der Rechnung muss ich noch hinzufügen, dass der Verkehrswert in der Rechnung mit 100000€ angegeben wurde. Da sie sagten das die Höhe der Rechnung bei einem Verkehrswert von 220000€ angemessen sei, würde mich interessieren ob dies auch bei einem Verkehrswert von 100000€ der Fall ist?

2. Der Notar hat bewusst falsch beraten, damit er einen Auftrag für einen Vertragsentwurf erhält. Dies würde nach meinem Verständnis der Definition des StGB §263 den Straftatbestand des Betruges erfüllen, sehe ich das richtig?
Wenn ja, ist es doch legitim das ich diesen Verdacht gegenüber einem Anwalt äußere ohne mich selbst strafbar zu machen, oder? Ob es ein Betrug ist, sollte in solch einem Fall ein Gericht klären, wie und wo kann ich meinen Verdacht gegen einen Notar äußern und diesen zur Anzeige bringen?

Ist es rechtlich für die Forderung des Notars uninteressant, ob er richtig, falsch, wie und worüber beraten hat? Zählt einzig und allein das er beraten hat und sind davon auch weitere Dienstleistung (Vertragsentwurf) betroffen, welche nur auf Basis falscher Beratung erfolgt sind / zu Stande gekommen sind?

Ich möchte mir sicherlich keine Beratung ergaunern, immerhin haben wir an selbige Kanzlei gerade auch 550€ für die Testamentsänderung überwiesen. Und mir wäre es deutlich lieber gewesen, wenn die Beratung der Realität entsprochen hätte, dann hätte ich liebend gerne auch eine höherere Rechnung bezahlt, wenn das Ergebnis eine hohe legale Steuerersparnis gewesen wäre. Generell sollen ALLE auch GERECHT entlohnt werden für Ihre Arbeit. Nur wurden wir falsch beraten, nicht richtig aufgeklärt und letztendlich wurde auch keine Lösung gefunden weil falsch beraten wurde.
Daher weigere ich mich prinzipiell dagegen eine Forderung in dieser Höhe für keine bis schlecht erbrachte Leistung zu bezahlen, welche auf Grund falsch vermittelter Tatsachen überhaupt zustande gekommen ist.

Ich bezahle doch auch keine Konditor Rechnung über 650€ für eine bestellte Hochzeitstorte, welche mir auch versprochen wird, wenn dann aber ein Blech Apfelkuchen geliefert wird.

Ich erwarte das ich richtig beraten werde, gerade wenn meine aus der Beratung resultierenden Handlungen eine soweit reichende Konsequenz hat, das sie meine Existenz bedrohen könnte. Zur Erinnerung ich hab gerade eine Firma gegründet und muss im ersten Gründungsjahr ganz genau auf meine Finanzen und Ausgaben achten. Zudem ist es unstrittig schwieriger als Gründer einen Finanzierung in fünf stelliger Höhe zu bekommen ohne eine ausreichende Bilanz vorweisen zu können. Eine Schenkungssteuer im mittleren 5 Stelligen bereich, welche ich hätte begleichen müssen, hätte ich diesen Vertrag unterzeichnet, könnte für mich mit einem Genickbruch gleichkommen! Die Konsequenzen Schulden in dieser Höhe beim Finanzamt zu haben, brauche ich denke ich nicht näher erläutern. Daher hätte ich auch NIE NIE NIEMALS einem Vertragsentwurf zugestimmt, hätte man mich richtig beraten und über die möglichen Konsequenzen richtig aufgeklärt!!!!

Ich verstehe wenn man Moralische bedenken zu meiner Frage hat, aber ich bitte auch sich die Moral des Notars vor Augen zu führen, die Konsequenzen seiner absoluten falschen Beratung hätten für mich weit schwerwiegendere folgen als eine 650€ Rechnung gehabt, daher formuliere ich eine Frage nochmal anders und frage rein hypothetisch:

Wenn Notar "A" von seinen Mandanten "X" und "Y" in einem Beratungsgespräch mündlich den Auftrag für einen Vertragsentwurf bekommt und diese Auftragserteilung dann bei Rechnungsstellung von den Mandanten "X" und "Y", aus welchen Gründen auch immer abgestritten wird. Welche Chancen sehen Sie für Notar "A" seine Forderung gegenüber "X" und "Y" geltend zu machen solange Personen "X" und "Y" geschlossen bei ihrer Version bleiben?

Hier möchte ich nochmal wiederholen, dass ich versucht habe eine einvernehmliche Lösung zu finden, dieses jedoch nicht möglich ist solange nur eine Partei dazu bereit ist Gespräche zu führen.

Die beschriebene falsche Beratung hat tatsächlich genauso Stattgefunden, daher bitte ich Sie, auch wenn es sich um einen Fall mit einem entfernten Kollegen handelt, ihre Antwort unbedingt unparteiisch zu gestalten. Es geht mir bei der Frage nicht darum wie und ob ein Vertrag zu Stande gekommen ist, sonder darum, dass ein Vertragsverhältnis (Auftrag) unter Behauptung falscher Tatsachen überhaupt erst zustande gekommen ist und ich die Befürchtung habe das mir schwer geglaubt wird. Und nicht weiß wie ich mich dagegen wären kann.
Und wenn ich ehrlich sein darf, hat ihre erste Antwort meine Gefühle eher bestätigt.

Daher wiederhole ich mich nochmal, hätte man mir den rechtmäßigen Ablauf der Übertragung mit Nießbrauch und dessen Konsequenzen erklärt, hätte es niemals einen weiterführenden Auftrag für "was auch immer" gegeben, da dies in meiner derzeitigen Situation einfach keine Option ist. Allein die Aussage das ich wenn ich diesen Weg gehe (und mein Großonkel nicht in den nächsten 5 Jahren verstirbt), keine Erbschaftssteuer bezahlen muss war der Auslöser für den Auftrag. Und wenn ich den weg jetzt gehen würde und dann keine Rechnung über XXXXX€ Schenkungssteuer vom Finanzamt bekommen würde, wäre ich liebend gerne bereit auch mehr als 650€ zu bezahlen. Dies ist aber leider nicht der Fall, denn es wäre eine Schenkungssteuer angefallen über welche nicht informiert, bzw. welche verschwiegen wurde und welche auch noch auf einen komplett anderen Verkehrswert berechnet werden würde als man uns das vorgerechnet hat. Im großen und ganzen bin ich erstmal froh diesen Mist nicht unterschrieben zu haben, bin aber auch wütend wie leichtfertig man mit der Zukunft andere umgeht.

Ich freue mich auf Ihrer Antwort und verbleibe,

mit freundlichem Gruß

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 21.07.2016 | 15:37

Guten Tag,

ob der Notar Sie falsch beraten hat, kann ich hier und ohne genaue Kenntnis des Vertragsentwurfes nicht beurteilen. Es nutzt dabei auch nichts, wenn Sie mehrfach wiederholen, der Notar habe Sie falsch beraten.

Ziel der Beratung war nach Ihren Angaben

"um uns über die verschiedenen Möglichkeiten Erbschaftssteuer zu sparen, "

also die Einsparung von Erbschaftssteuer. Und die wird durch die vom Notar gewählte Konstellation in der Tat gespart. Von daher liegt schon mal keine Falschberatung vor.

Ich werde im Rahmen dieser Nachfrage keine weiteren Ausführungen zur Frage des Betruges abgeben, weil das auch nach Ihrer ergänzenden Stellungnahme für mich ohne einen erkennbaren Ansatzpunkt ist. Wo soll denn die Verschaffung eines rechtswidrigen Vermögensvorteils für ihn sein?

Im übrigen steht es Ihnen frei, gegen die Rechnung mit der Begründung vorzugehen und das Landgericht entscheiden zu lassen. ich messe dem allerdings nach wie vor keine Erfolgsaussicht bei.

Mit freundlichen Grüßen





Bewertung des Fragestellers 22.07.2016 | 11:08

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Ich habe mich leider nicht ernst genommen gefühlt und hätte mir gewünscht, dass man die Frage lieber gar nicht angenommen hätte, anstatt mir eine Moral-Beratung zu geben, um dann zu sagen man könne das nicht Bewerten.
Für mich war es die erste und letzte Erfahrung über dieses Portal. Gewählt habe ich FeA um die Zeit für ein Beratungsgespräch zu sparen. Jedoch kann ich jedem nur empfehlen sich vor Ort von einem Anwalt beraten zu lassen. Die Kosten sind nur unbedeutend höher, die Kommunikationswege jedoch um einiges kürzer und Missverständnisse sind so schneller zu beseitigen oder treten erst gar nicht auf. Man kann Fragen/ Nachfragen direkt stellen und bekommt sofort ein Feedback. Hier ist der Kommunikationsweg leider ziemlich eingeschränkt.
Zudem kann man sich den Anwalt dann auch selbst aussuchen und so einen Anwalt wählen der ein Experte auf dem benötigtem Fachgebiet ist.
Diese Bewertung ist meine persönlich Einschätzung und ich wünsche jedem der es hier versuchen mö

"
Stellungnahme vom Anwalt:

"Jedoch kann ich jedem nur empfehlen sich vor Ort von einem Anwalt beraten zu lassen. Die Kosten sind nur unbedeutend höher"

Offenbar sind Ihre Preisvorstellungen weitab von realistischen Gegebenheiten. Das passt auch genau dazu, dass Sie eine Notarrechnung von 650.- € für betrügerisch hoch erachten, wohlgemerkt, bei einem Objekt, das nach Ihren eigenen Angaben 220.000.- € wert ist.

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Reinhard Otto »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 22.07.2016
2,6/5,0

Ich habe mich leider nicht ernst genommen gefühlt und hätte mir gewünscht, dass man die Frage lieber gar nicht angenommen hätte, anstatt mir eine Moral-Beratung zu geben, um dann zu sagen man könne das nicht Bewerten.
Für mich war es die erste und letzte Erfahrung über dieses Portal. Gewählt habe ich FeA um die Zeit für ein Beratungsgespräch zu sparen. Jedoch kann ich jedem nur empfehlen sich vor Ort von einem Anwalt beraten zu lassen. Die Kosten sind nur unbedeutend höher, die Kommunikationswege jedoch um einiges kürzer und Missverständnisse sind so schneller zu beseitigen oder treten erst gar nicht auf. Man kann Fragen/ Nachfragen direkt stellen und bekommt sofort ein Feedback. Hier ist der Kommunikationsweg leider ziemlich eingeschränkt.
Zudem kann man sich den Anwalt dann auch selbst aussuchen und so einen Anwalt wählen der ein Experte auf dem benötigtem Fachgebiet ist.
Diese Bewertung ist meine persönlich Einschätzung und ich wünsche jedem der es hier versuchen mö


ANTWORT VON

(1278)

Karolinenstr. 8
33609 Bielefeld
Tel: 0521/178960
Web: https://www.reinhard-otto.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Miet und Pachtrecht, Kaufrecht, Vertragsrecht