Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Nießbraucher mit Baudarlehen verstorben. Eigentümer muss Darlehen übernehmen?

| 15.09.2015 16:07 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Nadiraschwili, LL.M.


Sehr geehrte Damen und Herren,


im Testament hat mich meine Mutter mit einem Haus beerbt. Gleichzeitig hat sie ihrem Lebensgefährten ein Nießbrauchsrecht über das Haus eingeräumt.

Ein auf dem Haus ruhendes grundpfandrechtlich besichertes Darlehen sollte weiterhin vom Nießbraucher gezahlt werden.

Die Bausparkasse hat nun meine als Eigentümer erforderliche Zustimmung eingeholt um das Darlehen auf den Nießbraucher umzuschulden. Diese habe ich damals unterschrieben.

Nun ist der Nießbraucher verstorben und ich würde das Darlehen gerne umschulden und von günstigen Darlehenszinsen profitieren. Die Bausparkasse lehnt dies ab, da ich als Sicherungsgeber das Darlehen mit unterschrieben habe, bzw. mein Einverständnis gab.


Frage: Muss ich das Darlehen des Nießbrauchers nun zu gleichen Konditionen übernehmen? Obwohl ich nicht der Kreditnehmer sondern höchstens Sicherungsgeber bzw. Eigentümer bin.

Anmerkung: Ich bin mit dem verstorbenen Nießbraucher nicht verwandt oder ähnliches.

Ich freue mich auf Ihre eindeutige und aussagekräftige Antwort.


Freundliche Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Sofern der Darlehensvertrag auf den verstorbenen Nießbrauchsnehmer lief und dieser verstorben ist, geht dieser zunächst im Wege der Erbfolge auf die Erben über. Diese wären verpflichtet das Darlehen weiter zu bedienen. Ich gehe davon aus, dass Sie kein Erbe des Nießbrauchsnehmers sind.

Sofern Sie beabsichtigen, das Darlehen zu übernehmen, wären Sie - das Einverständnis der Bank vorausgesetzt - verpflichtet, das Darlehen zu den vereinbarten (alten) Konditionen fortzuführen. Ein Anspruch auf Konditionsanpassung besteht grundsätzlich nicht. Als Alternative würde ggf. die Möglichkeit bestehen, dass Darlehen sofort ganz zu tilgen und zu dieser Tilgung ein anderes Darlehen aufzunehmen (zu den aktuell günstigeren Zinsen).

Ggf. wäre zu prüfen, ob ein Kündigungsrecht oder sogar eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung in dem alten Darlehensvertrag des verstorbenen Nießbrauchsnehmers vorhanden war. Dann würde eventuell eine Möglichkeit bestehen für Sie "billig" aus dem aktuellen Vertrag ohne Vorfälligkeitsentschädigung heraus zu kommen und gleichzeitig einen neuen Darlehensvertrag zu den aktuell günstigeren Zinsen abzuschließen.

Gerne stehe ich Ihnen in diesem Zusammenhang für eine weitergehende Beratung zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Nadiraschwili, LL.M. (Sydney)
Rechtsanwalt

GEISMAR Rechtsanwälte
Marburger Straße 5
10789 Berlin

www.nadiraschwili.de
www.geismar-rechtsanwaelte.de

T +49 (0)30 247 266 14
F +49 (0)30 247 266 15

a.nadiraschwili@geismar.rechtsanwaelte.de

Nachfrage vom Fragesteller 15.09.2015 | 19:45

Sehr geehrter Herr Nadiraschwili,


zunächst vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich hatte eigentlich gehofft, den Vertrag nicht weiterführen zu müssen, da ich ja lediglich Sicherungsgeber bzw. Hauseigentümer bin, nicht jedoch Darlehensnehmer.

Nein, Erben hat der Nießbraucher keine.

Eine Ablösung durch einen anderen Kredit ist nicht möglich da sonst die Vorfälligkeitsentschädigung verlangt wird.

Muss die Bausparkasse nicht wenigstens nach meiner Bonität die Konditionen anpassen? Ich habe mein Einverständnis ja lediglich dafür erteilt, dass ein Darlehen in das Grundbuch eingetragen werden darf.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.09.2015 | 20:09

Leider besteht kein Anspruch auf Konditionsanpassung. Die Bank ist durch die Sicherungsgrundschuld im Grundbuch abgesichert und sofern das Darlehen nicht bedient wird, kann die Bank in das Grundstück vollstrecken. Daher kommt es der Bank vorliegend auch nicht auf Ihre Bonität an.

Ich empfehle Ihnen hier dringend den Vertrag auf eine mögliche fehlerhafte Widerrufsbelehrung hin prüfen zu lassen (Stichwort Widerrufsjoker, http://www.123recht.net/article.asp?a=156590). Sollte diese fehlerhaft sein würden u.a. auch die Vorfälligkeitsentschädigung entfallen. Sollten Sie an einer Überprüfung durch unsere Kanzlei interessiert sein, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Bewertung des Fragestellers 15.09.2015 | 21:50

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Der Rechtsanwalt hat mir selbst zu später Tageszeit bestens geholfen, schnell geantwortet und auch auf die gestellte Nachfrage beanwortet"
FRAGESTELLER 15.09.2015 4,8/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70496 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Danke! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Meine Frage und Rückfrage wurden freundlich, ausführlich und verständlich beantwortet. Zudem erhielt ich noch ergänzende, die Thematik betreffende, Hinweise. Vielen Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die kompetente Beratung. ...
FRAGESTELLER