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Nichtzahlung eines grundschuldlich abgesicherten Kredits

| 30.10.2009 14:05 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Beantwortet von

Rechtsanwalt Holger J. Haberbosch


Sehr geehrte Damen und Herren,

bei einer ETW ist mein ehemaliger Lebensgefährte als Eigentümer eingetragen. Die erstrangige Grundschuld und entsprechend das Darlehen einer Bank wurde auf meinen Namen abgeschlossen und ich komme entsprechend für die Zins- und Tilgungsleistungen monatlich auf.

Die Eigentumswohnung ist vermietet. Der Mieter zahlt die Miete jedoch nur unregelmäßig und spärlich.

Mein Lebensgefährte und ich haben uns getrennt und ich habe die monatlichen Belastungen zu tragen. Die Erträge, die reinkommen, sind nicht der Rede wert.

Wie komme ich da raus? Mein Lebensgefährte hat kein Interesse an dem Objekt.

Was passiert, wenn ich die monatlichen Zins- und Tilgungsraten nicht zahle?
Ich denke, der Kredit wird nach einer gewissen Zeit von der Bank gekündigt, d. h. Zahlung der Restkreditsumme innerhalb einer gewissen Zeit, danach Verwertung dieses Objektes, also Zwangsverwaltung und -versteigerung?

Da ich nicht unvermögend bin, jeodch bei der besagten Bank keine weiteren Geschäfte laufen habe, würde mich diese Art und Weise der Vermarktung, also im weitesten Sinne Zwangsversteigerung, in keiner Weise stören.

Meine Frage ist:

Ist meine obige Darstellung der Abwicklung so richtig?
Könnte die besagte Bank in irgendeiner Weise an mein Vermögen bzw. an meine Einkünfte aus einem Angestelltenverhältnis oder an die anderen Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung z. B. durch Pfändung oder ähnliches und so Ihre Forderungen versuchen auszugleichen?

Wird diese Art bei der Schufa entsprechend dargestellt, als nichtzahlender Schuldner, obwohl ich nicht Eigentümer des Objektes bin und die Bank eine entsprechende Grundschuld mit entsprechenden Vermögenswerten eingetragen hat?

Die Bank hat ein Einzugsverfahren/Lastschriftverfahren und bucht einfach die Zins- und Tilgungsrate von meinem Konto bei einem anderen Bankinstitut ab.
Kann ich die laufenden Abbuchungen rückgängig machen auch ggf. rückwirkend?

Im vorab vielen Dank für Ihre Antwort

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich möchte Ihre Fragen anhand des dargestellten Sachverhaltes und des ausgelobten Einsatzes wie folgt beantworten:

1. Hinsichtlich Ihrer Angaben gehe ich davon aus, dass Ihr ehemaliger Lebensgefährte als Eigentümer im Grundbuch eingetragen ist, der Darlehensvertrag aber ausschließlich auf Ihren Namen läuft. Die Grundschuld wiederum ist an das Grundstück und somit auf das im Eigentum Ihres ehemaligen Lebensgefährten stehende Grundstück mit ETW gebunden, so dass ich davon ausgehe, dass im Darlehensvertrag das Grundstück und die ETW als Sicherheit für das Darlehen gegeben worden sind. Vor diesem Hintergrund die nachfolgenden Angaben zur Rechtslage.

2. Aus dem Darlehensvertrag schulden Sie persönlich die Raten. Sollten Sie mit diesen in Verzug kommen, wird das Darlehen gekündigt werden und das Gesamtdarlehen fällig gestellt werden. Der Bank steht es dann frei, sich aus den Sicherheiten, d.h. dem Grundstück, bzw. der Grundschuld zu bedienen oder gegen Sie persönlich vorzugehen. Üblicherweise erfolgt erst die Verwertung des Grundstückes, da hier durch die Grundschuld bereits ein Titel besteht.

Hinsichtlich möglicher Pfändungen Ihres Eigentums oder Ihres Einkommens benötigt die Bank zunächst einen Titel über die Forderung. Üblicherweise wird in der Grundschuldurkunde oder separat vor dem Notar die Unterwerfung in die sofortige Zwangsvollstreckung erklärt. Sollten Sie dies getan haben, besteht bereits ein Titel gegen Sie und die Bank kann, nach Kündigung des Darlehens die Zwangsvollstreckung, auch in Ihr Einkommen oder Ihr sonstiges Vermögen einleiten.

Auch eine Meldung an die Schufa durch die Bank ist möglich. Dies liegt daran, dass die eigentliche zivilrechtliche Schuld, die Darlehensschuld ist, die Grundschuld dient lediglich der Absicherung des Darlehensrückzahlungsanspruches, lässt aber die ursprüngliche Pflicht das Darlehen zurückzuzahlen unberührt.

Lastschriften können üblicherweise bis zu 6 Wochen nach deren Einlösung zurückgebucht werden, nach dem oben Gesagten kann ich Ihnen das jedoch nicht empfehlen, da Sie für das Darlehen vollends haften.

Vielmehr rate ich Ihnen mit oder ohne Ihren Lebensgefährten, eine einvernehmliche Lösung mit der Bank, bspw. durch einen freien Verkauf der Wohnung oder ähnlichem das Kapitel abzuschliessen. Sie sollten von einem Kollegen die diesbezüglichen Unterlagen prüfen lassen, dieser kann dann auch geeignete Einigungsversuche mit Ihrem Ex-Lebensgefährten und auch der Bank durchführen um die Sache ohne größeren weiteren Schaden zu beenden.
Gerne stehe auch ich Ihnen hierfür zur Verfügung, sofern Sie mich per E-Mail unter Haberbosch@asz-kanzlei.de kontaktieren würde ich Ihnen eine unverbindliche Kosteninformation zukommen lassen.

Bewertung des Fragestellers 30.10.2009 | 16:37

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