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Nichtgenutzte eigene Immobilie durch Trennung


12.09.2007 16:04 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe



Sehr geehrte Damen und Herren,

meine zukünftige Ex-Frau und ich haben uns Mitte Februar 2007 getrennt. D.h. sie hat das gemeinsam gebaute Haus verlassen, welches ich seitdem alleine bewohne.
Die laufenden Kosten (ca 900 € / Kreditkosten Monat, 300 € Nebenkosten, davon ca 100 € Versicherungen / Steuern ) übernehme ich als Nutzer der Immobilie alleine und zahle den einvernehmlich ermittelten Unterhalt (ca 700 € ) regelmäßig.

Meine Frau bewohnt zurzeit eine Wohnung (ca 450 € Miete warm) und erzielt aus unselbstständiger Arbeit ein Einkommen von Netto ca 1100 € (St.kl 5)
Mein Einkommen beläuft sich zur Zeit auf Netto ca 3500 € ( Stkl. 3)

Die Scheidung werde ich voraussichtlich im Jan 2008 einreichen, allerdings strebe ich bis dahin eine Scheidungsfolgevereinbarung an, die auch machbar sein dürfte.

Streitpunkt ist derzeit unser Haus – Wert ca. 160 Tsd € (105 Tsd € Schulden)

In der Zwischenzeit hat meine neue Lebensgefährtin ein Haus käuflich erworben, in das ich ebenfalls im Dezember 2007 einziehen werde.

Meine Noch-Ehefrau möchte unser gemeinsames Haus vermieten, ich persönlich sehe hier vor dem Hintergrund der Pflichten eines Vermieters bzw. der notwendigen Abstimmungen mit meiner Frau keinen Sinn, und favorisiere den Verkauf der Immobilie.

Frage:

1. In welcher Höhe wird sich meine Frau an den laufenden Kosten für die gemeinsame Immobilie beteiligen müssen – selbst wenn diese nicht genutzt wird.
2. Was geschieht im Falle einer Nicht-Einigung mit dem gemeinsamen Haus?



Vielen Dank für die Information.

Mit freundlichen Grüßen


-- Einsatz geändert am 12.09.2007 16:21:18
Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

1) Wenn weder Sie noch Ihre Frau das Haus nutzen, dann werden Sie beide die Kosten im Außenverhältnis zu den Gläubigern (Bank, Versicherungen etc.) als Gesamtschuldner tragen müssen, d.h. sofern Sie beide Vertragspartner sind, kann der Gläubiger von Ihnen die Zahlung allein verlangen. Sie haben im Innenverhältnis zu Ihrer Frau dann die Möglichkeit, von ihr anteilige Kostentragung zu verlangen. Im Innenverhältnis zwischen Ihnen beiden kommt es auf die Vereinbarung an. Man wird davon ausgehen, dass eine früher im Rahmen der Ehe evl. bestehende anderweitige Vereinbarung mit der Trennung aufgehoben ist, so dass eine Verteilung anteilig nach Ihren Eigentumsverhältnissen vorgenommen werden muss.
Im Ergebnis müssen Sie und Ihre Frau also die Kosten hälftig tragen, sofern Sie hälftig im Grundbuch stehen.

2) Wenn Sie beide sich nicht einigen können, besteht als letzter Ausweg die Teilungsversteigerung, die jeder Miteigentümer jederzeit verlangen kann. Da dies im Regelfall die ungünstigste Variante ist, sollte das Haus frei verkauft werden. Zur Vermeitung kann Ihre Frau Sie nicht zwingen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

info@kanzlei-plewe.de


Nachfrage vom Fragesteller 12.09.2007 | 16:42

Sehr geehrte Fr.Plewe,

vielen Dank für die erste Orientierung.
Ihrem HInweis betreffs des Einsatzes zum Eingang ´der Antwort entnehme ich, das hier noch mehr Informationen relevant
sind.
Ich bitte Sie hier um Hilfestellung zum einen wg dem Einsatz ( was sollte ich einsetzen ) um welche Art Informationen (bitte grob skizzieren )zu erhalten.
Ich bin neu hier und hatte bsiher weder beruflich noch privat anwaltlichen Hilfe in Anspruch genommen.

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.09.2007 | 17:34

Sehr geehrter Fragesteller,

meine Antwort ist von Ihrem jetzigen Einsatz gedeckt.

Ich empfehle Ihnen dringend, sich im weiteren Verlauf der Trennungs- und Scheidungsangelegenheit anwaltlich beraten zu lassen. Dies muss nicht konfrontativ sein, sondern kann zur Deeskalation beitragen. Insbesondere bei der Frage, welche Zahlungsverpflichtungen Sie haben und was mit dem Haus geschehen soll, sollten Sie eine professionelle Beratung suchen. Auch eine Scheidungsfolgenvereinbarung sollte nicht nur vom Notar aufgesetzt, sondern anwaltlich geprüft sein (und keinesfalls "selbstgebastelt" sein).
Dabei sollten auch die Besonderheiten des neuen Unterhaltsrechts eingearbeitet sein (Näheres dazu finden Sie auf meiner Homepage).

Für weitere Beratung und Vertretung stehe ich Ihnen im Rahmen einer Mandatsübertragung gene zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin





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