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Nichteheliche Lebensgemeinschaft und gemeinsame Immobilie bei Trennung

| 09.05.2014 14:39 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Mein Lebensgefährte und ich haben vor zwei Jahren eine Immobilie erworben. Dabei ist mein Partner als alleiniger Käufer aufgetreten. Die Immobilie im Wert von 30.000 € wurde von der hiesigen Sparkasse voll finanziert und mit einer Grundschuld von 40.000 € ins Grundbuch eingetragen. Dabei blieb mein Partner alleiniger Kreditnehmer.
Das Haus hat zwei separate Wohneinheiten.

Ein Jahr später hat er mir eine Hälfte „verkauft", dabei wurde ein hälftiger Kaufpreis vereinbart. Im notariellen Kaufvertrag steht:

„Der KP beträgt insgesamt 15.000 € (in Worten: fünfzehntausend Euro) und wurde bereits an den Veräußerer gezahlt, was dieser hiermit quittierend bestätigt."

Tatsächlich ist der KP nicht geflossen, da wir eine Heirat beabsichtigten. Wir waren uns untereinander einig, uns gegenseitig zu helfen, wie es in einer Partnerschaft ist und wirtschafteten seit ca. drei Jahren aus/in einem Topf, mit einem gemeinsamen Konto bspw.

Ich stehe seit einem Jahr als Miteigentümer 50% im Grundbuch mitsamt der eingetragenen Grundschuld; aber nicht im Kreditvertrag.

Inzwischen hat das Objekt eine ziemliche Wertsteigerung erfahren, allein dadurch, daß eine riesige Scheune auf dem Nachbargrundstück abgerissen wurde und damit das Grundstück aus seinem bisherigen wörtlichen Schattendasein erlöst wurde.
Auch haben wir durch gemeinsame Sanierungs- und Renovierungsarbeiten sicherlich eine Wertsteigerung herbeigeführt. Ich schätze das Objekt als Laie jetzt mindestens auf einen Verkehrswert von 60.000 €.
In diesem Sommer sollte unser Umzug in das Objekt erfolgen.

Nun hat mir mein Lebensgefährte mitgeteilt, daß er die Trennung beabsichtige.
Er benötige die andere (meine) Wohnung, für eine neue Frau oder seinen Freund.

Ich solle sofort aus dem Grundbuch gehen, ein KP sei ja nicht geflossen. Es solle für mich auch keine Ausgleichzahlung geben.

Meine Frage ist nun:

Wie bindend ist der obige notarielle Beurkundung des geflossenen Kaufpreises im Kaufvertrag? Kann er mich zwingen, aus dem Gb zu gehen?

Über eine Antwort würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Die notarielle Beurkundung ist absolut bindend. Der Ex kann sie nicht einseitig zwingen, aus dem Grundbuch zu gehen, während er drin bleibt.

Allerdings kann er eine Teilungsversteigerung beantragen. Diese wird vom Gericht angesetzt, dabei wird die Immobilie an den Meistbietenden verkauft und der Erlös wird dann zwischen Ihnen und dem Ex zu gleichen Teilen aufgeteilt. Anschließend sind sowohl Sie als auch Ihr Ex nicht mehr im Grundbuch drin.

Bei der Teilungsversteigerung können Sie und Ihr Ex mitbieten. Das ändert aber nichts an der Aufteilung des Erlöses.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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Bewertung des Fragestellers 09.05.2014 | 19:05

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Ich bin immer noch der Meinung, dass es damals die passende Rechtsgrundlage gab, aber diese Detektivarbeit sprengt vielleicht diese Fragestellung. Das Drumrum war sehr hilfreich. Danke ...
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